Gefährliche Nadeln?

Das Gesundheitswesen mancher Länder ist krank.

unsafe injection
Einmal-Material zur Desinfektion für den nächsten Einsatz. Kongo 1990 (H. Jäger)

Wer ist Ausland fährt, als Tourist, oder aus beruflichen Gründen, ist manchmal gefährdet – zum Beispiel, wenn er oder sie das lokale Gesundheitswesen in Anspruch nimmt.

Die große Mehrzahl der Injektionen ist in vielen Ländern unnötig (Gore 2013). Nadelstiche trugen 2008 mindestens zu 14% der weltweiten HIV und 25% der Hepatitis B Infektionen bei (gleiche Quelle). Weltweit erhielten im Jahr 2000 die Bewohner von Entwicklungsländern im Durchschnitt 3-4 Injektionen, von denen nahezu 40% mehrfach benutzt waren (Hauri/WHO 2004). Auch Transfusionen sind weiterhin in vielen Krankenhäusern und Ambulanzen „nicht sicher“ (WHO: Safe Blood in Africa).

Ein zuverlässiger Indikator für Infektionen, die im Medizinsystem erworben wurden ist Hepatitis C, da dieses Virus nur sehr selten sexuell weitergegeben wird. (Mehr)

In 2000, the World Health Organization estimated that, in developing and transitional countries, unsafe injectionsaccounted for respectively 5%, 32% and 40% of new infections with HIV, hepatitis B virus (HBV) and hepatitis C virus (HCV)... (but) … from 2000 to 2010, substantial progress was made in reducing the burden of HIV, HCV and HBV infections transmitted through injections. Pépin 2014

Unsaubere Spritzen

Laut WHO sollen 40% der 16 Milliarden Injektionen weltweit pro Jahr durch mehrfach verwendete Spritzen erfolgen. Die Folgen werden auf bis zu 1,3 Millionen Todesfälle pro Jahr geschätzt (Popp 2010, Pandit 2008). Annahmen wie diese sind nicht überprüfbar, weil systematische Untersuchungen zu den Auswirkungen gefährlicher therapeutischer Interventionen fehlen. Die Wahrscheinlichkeit für HIV-Infektionsübertragungen wird nach allgemeiner Einschätzung aber weiter stark ansteigen, da zahlreiche HIV-Infizierte Personen mit zunehmend langer Lebenserwartung intravenöse Behandlungen erhalten. Und damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Nadelstichverletzungen oder die Gefahr für Virus-Last bei mehrfach benutzten Spritzen (Khamasi 2009).

Die Zusammenhänge sind seit mehreren Jahrzehnten gut untersucht und bekannt. Ende der 80iger Jahre untersuchten wir in Kinshasa (Kongo) im Rahmen des ersten internationalen HIV-Forschungsprojektes in Afrika, u.a. den Anteil, den das Gesundheitswesen zur HIV-AIDS-Epidemie beitrug. Die erschreckend eindeutig Ergebnisse wurden in den relevanten Journalen publiziert (Projet SIDA, 1987-1997), aber sie blieben weitgehend folgenlos.

Other (then sexual) possible routes of transmission that should be studied include scarification rituals, tattooing, male and female circumcision and inadequate sterilization of needles re-used for medical treatment.” And: “Further research is needed to accurately determine all risk factors for AIDS transmission in Africa, to
determine the actual extent of AIDS, to work out control strategies, and determine the impact on other health facilities.” Peter Piot, 1986, Projet SIDA

Seither sind die Gefahren unsauberer Injektionen in den weitgehend unkontrolliert wuchernden Medizin-Märkten um ein Vielfaches angewachsen (Gisselquist, Reid, Deuchert u.a.). Aber auch diese Publikationen blieben ohne für mich erkennbare Konsequenz.

Warum ist das so?

Ein Grund für die Zunahme von Injektionen und den Mangel an Bildungs-Maßnahmen für die Betroffenen ist die weltweite Vernachlässigung der Basisgesundheits-Versorgung (Public Health) durch rein technisch umsetzbare Eradikations-Programme. Dabei steht die Ausrottung eines Krankheitserregers durch bestimmte Medizinprodukte im Vordergrund. Insbesondere über private Stiftungen und Beteiligungen verfügen Ausrottungsprogramme (Beispiele: Ebola, Kinderlähmung) über ein vielfaches an Finanzmitteln als integrierte Programme gesunder Regional-Entwicklung oder Gesundheitsaufklärung.

Maßnahmen, die unnötige Injektionen verhindern könnten, werden zudem von der WHO vernachlässigt. Zum Beispiel Initiativen, die „schlechte Medizin“ durch strikte Kontrollen unterbinden, oder die Patientinnen über das Erkennen von schlechter Medizin aufklären würden. Dafür müssten die Gesundheitssysteme drastisch reformiert werden. Und das wäre für viele Beteiligten, die vom Wachstumsmarkt der Medizin  profitieren, unbequem und Konflikt beladen.

Vor einigen Jahrzehnten glaubte die WHO noch, das Risiko der Infektionen durch Spritzen durch die Einführung von Einmalspritzen (und das Verbot von sterilisierbarem Material) lösen zu können. In Regionen, in denen aber nahezu alles „recycelt “ wird, werden Platik-Spritzen natürlich in lauwarmem Wasser „ausgekocht“ und so „gesäubert“ wiederverwendet, oder neu verpackt und dann weiterverkauft. Auch dieses Problem soll jetzt technisch beseitigt werden, durch teure Einmal-Spritzen, die sich nach einer Injektion selbst zerstören. Aber selbst dann bleiben die Nadeln erhalten und werden in irgendwelchen Gruben entsorgt, in denen Kinder nach Verwertbarem suchen.

Möglicherweise werden Injektionen auch sehr häufig von den PatientInnen nachgefragt und eingefordert. Denn schmerzhafte Hautverletzungen sind mit einer stark einprägsamen psychologischen Komponente verbunden. Bei Akupunktur ist dieses Phänomen gut untersucht (Howard 2009). Injiziertes „Nichts“ (Plazebos) wirkt stärker als „Nichts“ in Pillenform. Die rituell-schamanistische Komponente ist daher sowohl für Ärzte als auch für Patienten präsenter und damit bedeutungs- und wirkungsvoller. Nach einem schmerzhaften Nadelstich glaubt frau oder man, dass es jetzt gut werde. Das mag (neben den intensiven Vermarkungs-Strategien der Produkthersteller) die große (oft irrationale) Nachfrage erklären. Der kleine Piks ist jedenfalls mit ordentlichen Gewinnmargen verbunden, zeit-effizient und die Patienten fühlen sich danach sicherer.

Außerdem steigen die Angebote der weltweiten Krankheits- und Gesundheits-Märkte, und auch das Geschäft  „Körper-Verschönerungen“, kosmetische OP’s, Tattoos, Piercings, Botox-Anwendungen boomt.

„Alle Injektionen sicher machen!“ Ein frommer Wunsch. SIGN-Borschüre. Download

Afrika (Ereignisse aus den Jahren 2009-2017)

Fast 20% der benutzten Spritzen in Afrika sind unsauber oder unbrauchbar (WHO 2007, Reid 2009). Untersuchungen der amerikanischen Entwicklungshilfeorganisation USAID belegen, dass in Afrika „Transfusionen in der Vergangenheit“ mit dem Risiko assoziiert sind, HIV-infiziert zu sein (Mishra 2008). Eine Hochrechnung auf der Basis vorhandener epidemiologisch gesicherter Daten schätzt, dass mindestens 12-17% und bis zu 34-37% der HIV-Infektionen in Afrika südlich der Sahara durch unsichere medizinische Injektionen erklärt werden können (Reid 2009). Hinzu kommen Risiken durch die große Zahl  chirurgischer Eingriffe, die unter hygienischen mangelhaften Bedingungen ausgeführt werden (Weiser 2008), und deren Zahl z.Z. noch dramatisch ansteigt, weil im Rahmen der HIV-Prävention von einigen Organisationen ohne ausreichende Evidenz empfohlen wird, bei Männern operativ die Vorhaut zu entfernen (Howe 2011). Eine weitere Quelle für HIV- Infektionen in Afrika sind kommerzielle, paramedizinische, traditionelle und schamanistische Heilungsrituale, die mit Hautritzungen einhergehen. Benutzt werden dabei meist nicht sterile Werkzeuge, wie z.B. Rasierklingen.

Etwa 20% der Bevölkerung in Ägyptens sind  mit dem gleichen Hepatitis C Virus-Typ infiziert. Hepatitis C wird nur über Nadel und kaum sexuell übertragen. Mehr:

Hepatitis C ausrotten und gut verdienen? 17.02.2017

In Uganda berichteten zwischen 30-50% befragter Personen von Injektionen in den vergangenen zwölf Monaten (Mishra 2008). Ein Großteil dieser Behandlungen erfolgte auf niedrigem Qualitätsniveau. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Erwachsener eine unsaubere Injektion erhalte, betrage , je nach Autor unterschiedlicher Publikationen, pro Jahr zwischen 0,1-22% (Reid 2009)

In Tansania führten unsaubere Spritzen in 0,2% zu Sepsis (Bakterien-Einschwemmung ins Blut), unsichere Infusionspraktiken in 3,7% und kontaminierte Venenkatheter in 61%. Es wird vermutet, dass ein Teil der Sterblichkeitsfälle an zerebraler Malaria auf Sepsis nach Injektionen zurückzuführen ist. 33% der zur Wiederverwendung vorgesehenen Spritzen waren bakteriell kontaminiert. (Reid 2010).

In Kamerun benutzen 44% der Gesundheits-Angestellten in öffentlichen Krankenhäusern Spritzen mehrmals. Die Untersucher schätzen, dass sich bei sicheren Injektions-Techniken pro Jahr über 14.000 HIV- und 7.000 HCV-Infektionen verhindern ließen (Mbah 2011).

In Südafrika ist die Zahl bestehender HIV-Infektionen bei Kindern (Prävalenz) zu hoch, um durch Mutter-Kind-Übertragung erklärt werden zu können (Khamasi 2009, Reid 2009)

Die Frage warum verbreitete sich HIV gerade in Afrika bei so vielen heterosexuellen Menschen ist mangels valider Forschung nicht geklärt (Potterat 2015)

Asien (Ereignisse aus den Jahren 2009-2017)

Eine Person in Indien erhält im Durchschnitt 5-6 Injektionen pro Jahr, von denen 60-70% unsauber seien. In der Folge träten 300.000 Todesfälle pro Jahr auf. (Popp 2010). In Guajarat (Indien) waren 77% aller verabreichten Injektionen in 180 untersuchten Einrichtungen  „nicht sicher“, und ein erheblicher Teil der HIV-Infektionen beruhe auf Fahrlässigkeit in der Patientenversorgung (Pandit 2008). 46% aller Hepatitis B Infektionen stammen von medizinischen Eingriffen, etwa 38% alle Hepatitis C und 12% aller HIV-Infektionen (Reid 2012)

2009 führte ein Hepatitis B Ausbruch in Guajarat zu mindestens 70 Todesfällen und zahlreichen weiteren Infektionen. Zunächst wurden Ärzte wegen gefährlicher Praktiken verhaftet, dann aber entdeckt, dass in der Provinz systematisch medizinischer Abfall „recycled“ wurde: Es wurden Nadeln nach Injektion gesäubert und von Pharmahändlern für die nächsten Injektionen neu verpackt. Wenig später wurde aus Uttar Pradesh über den Verkauf kontaminierter Blutkonserven berichtet. Dort waren in einem Zeitraum von zwei Jahren 100.000 Einheiten minderwertiger, verdünnter und z.T. mit Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virus belasteter Blutprodukte verkauft worden.

In Pakistan werden 1,5 Mill. Blutspenden durchgeführt, das meist von Spendern, die das Blutplasma zurückerhalten. Nur 25% sind freiwillige Blutspender, bei denen das Risiko für das Vorliegen von Infektionen erfahrungsgemäß niedriger liegt. (Bosan 2010). In zwei entlegenen Dörfern waren 28,6% der Bewohner Anti-Hepatitis C-Antikörper positiv, im Vergleich zu städtischen Gebieten, wo die Rate der HCV-Infizierten 3,9% betrug. Der Grund waren unsichere ärztliche und zahnärztliche Prozeduren (Sina 2010). Je häufiger mit zunehmendem Alter das Gesundheitswesen aufgesucht wurden desto höher sei (in einem nahezu linearen Zusammenhang) die Wahrscheinlichkeit in Pakistan an einer HCV-Infektion zu leiden (Janjua 2010)

In China begann die HIV-Epidemie in den 90iger Jahren mit dem Sammeln von Plasma-spenden in Henan mit unsauberem, kontaminiertem Material (Ning 2010). 2010 wurde auch von einem Hepatitis-C-Ausbruch mit über 15 Fällen in einer chinesischen Dialyseklinik in der Provinz Anhui berichtet.

Etwa 23% aller Verschreibungen chinesischer Ärzte in dörflichen Regionen beinhalteten Injektionen, in  Kambodscha waren es  47%, meist wegen Atemwegserkrankungen oder bei Durchfall (Dong 2011).

In Thailand sind insbesondere Hepatitis-C-Infektionen mit unsicheren Injektionen assoziiert. Da die Zahl der iv-Drogen-abhängigen zunimmt, und damit die Zahl der Fälle von HIV und HCV-Infizierten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass mit unsauberen Injektionen Viren übertragen werden können. (Jatapai 2010)

Im Kambodscha wurden (von 2014-2015) 242 Personen in einer kleinen Gemeinde von 8.000 Bewohnern mit HIV infiziert. Ursache war die Verwendung von wieder verwendeten Injektionsmaterial. (Gokhale 2017)

In Pakistan 4,8% der Bevölkerung im Jahr 2007 mit Hepatitis C infiziert (Indien: 1-2%, China 1,6%, Afghanistan 1,1%, Iran 1%) (Altaf 2014)

Europa, Nordamerika, Australien (Ereignisse aus den Jahren 2009-2017)

 Auch in hochentwickelten Ländern wird immer wieder über Häufungen von Virusinfektionen berichtet, deren Übertragungen im Zusammenhang mit Behandlungen stehen, wie 2010 über Hepatitis C Infektionen im Zusammenhang mit Behandlungen in einem Dialyse-Zentrum in Tarragona (Spanien). In den USA seien immer noch 6% der Injektionen trotz intensiver Aufklärung nicht sicher (Pugliese 2010).

Häufungen von Virusinfektionen können hier mit großem Aufwand auf eine Ansteckungsquelle, zum Beispiel eine einzige unsauber arbeitende Arztpraxis zurückgeführt werden (so genannte phylogenetische Analyse auf den Verwandtschaftsgrad der Erreger (Pourkarim 2009, Fischer 2010). In Deutschland  werden pro Jahr etwa 5.000 Fälle von Hepatitis C gemeldet, 6,1 pro 100.000 Einwohner. Etwa 80 Fälle werden jährlich als berufsbedingt gemeldet (RKI, Epidem Bull, 29.07.2013).

Im U.S. Staat Indiana wurden (von 2014-2015) , 181 Personen einer Gemeinde von 4.2000 Personen durch Injektionen mit HIV infiziert.  (Gokhale 2017)

Fazit

In vielen Ländern hilft „Viel hilft viel“ nichts, sondern es schadet.

Deshalb ist es vernünftig, sich nicht unnötig stechen oder medizinisch oder kosmetisch verletzen zu lassen: „Don‘ get stuck with HIV.“

Offenbar haben Mensch, die wissen, wie Viren durch Hautverletzungen übertragen werden können, ein geringeres Risiko sich mit HIV zu infizieren. (Brewer 2011)

Mehr

Quellen

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Autor: Helmut Jäger

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