Gehen und Hüpfen

Auswahl

Laufen und Hüpfen
Laufen und Hüpfen, Tansania 1983
  • Schwierigkeit: gering.
  • Zeit: 5 bis 10 Minuten
  • Ort: im Garten, im Park oder auf einer Waldwiese, nehmen Sie am besten Kinder mit, denen es Spaß macht zu hüpfen
  • Wirkung: Locker und luftig

Vorbereitung

Sie sollten sich frei bewegen können. Lockere Jogging-Kleidung wäre ideal.

Prinzip
Wenn Sie möchten, probieren Sie es sofort aus.

  • Hüpfen und Hopsen Sie wie ein Kind.
  • Wieviele Varianten kennen Sie?

Vorschlag zur Durchführung
Sie können ihn vor der Übung lesen oder überfliegen und anschließend nachlesen.

Damit sie möglichst frei hüpfen können, versuchen Sie zunächst aufrecht und entspannt zu stehen (Anleitung s.u.).

Wenn Ihnen das gelungen ist, probieren Sie sich spielerisch in verschieden Gangarten. Am besten mit Ihren Kindern, oder mit Ihrem Hund oder Ihrem Pferd.

Schritt im Diagonal-Viertakt

  • Erst bewegt sich ein Arm, dann das gegenüberliegende Bein,
  • dann der andere Arm, und dann das ihm gegenüberliegende Bein  …
  • So gehen oder laufen wir normalerweise
  • Das ist sehr effektiv für Geschwindigkeit und Ausdauer

Schritt im Diagonal-Zweitakt

  • So ginge es auch:
  • Ein Arm und das gegenüberliegende Bein bewegen sich gleichzeitig
  • Etwas Marionettenhaft. Oder?

Schritt im Pass-Zweitakt:

  • Ein Arm und das gleichseitige Bein bewegen sich gleichzeitig.
  • Militärs nennen so etwas Stechschritt.
  • Hervorragend geeignet, um Energie zu übertragen.

Schritt im Pass-Viertakt:

  • Erst bewegt sich ein Arm, dann das gleichseitige Bein, dann der andere Arm …
  • Könnten Sie so wandern?

Und dann versuchen Sie einmal vom Diagonal-Viertakt-Laufen in den Pass-Zweitakt zu kommen. Das ist im Prinzip ganz einfach: Sie fassen einen kleinen Ball oder einen Stein mit der Hand, nehmen Anlauf, rennen los (Diagonal-Vier-Takt) und holen hüpfend Schwung und hüpfen werfen ihn dann (Pass-Zweitakt).

Und dann können Sie es auch mit hüpfen oder hopsen versuchen. Ihre Kinder machen Ihnen das gern vor. Vielleicht schaffen Sie sogar einen Galopp (Dreitakt).

Fragen (nach der Übung)

  • Ist Ihnen warm geworden?
  • Konnten Sie das nicht alles perfekt, als sie noch ein Kind waren?

Mehr

Chinesen, die sich mit Bewegung beschäftigen, nennen die Art wie Europäer gehen „Kontrolliertes Fallen“. Denn meist hängen unsere Oberkörper nach vorn, so dass die Köpfe auf dem Pflaster aufschlagen würde, wenn sie nicht mühsam vom Rest der Körper gehalten würden. Diese Art zu gehen ist nicht sehr elastisch und verbraucht unnötig Energie.

Weiter

Literatur

  • Barfußlaufen, pdf
  • Kirschmann E: Das Zeitalter der Werfer. Eigenverlag. Bezug: www.werfer.de. ISBN 3-00-004783-2
  • Lieberman DE et al.: Foot strike patterns and collision forces in habitually barefoot versus shoe runners. Nature 2009 463:531-535
  • Osten P: Keine Wohltat, sondern Arbeit für verkrüppelte Krieger. Die medizinische Versorgung von Kriegsversehrten im Ersten Weltkrieg. Deutsches Ärzteblatt 2014, 111(42):A 1790-94
  • Roach NT et al.: Elastic energy storage in the shoulder and the evolution of high-speed throwing in Homo, Nature 2013, 498:483–486
  • Richardson J et al.: Psychiatric problems in medically evacuated service members, Lancet 2010, 375:257-8
  • Springer M: Unsere sportlichen Urahnen: Die ersten Menschen waren gut gebaute Athleten. Spektrum der Wissenschaft 19.072013, S. 20
  • Weywar, Alois: Gehen-Laufen-Werfen. Die angeborene Fortbewegung des Menschen nach Dr. Max Thun Hohenstein. Institut für Sportwissenschaft Salzburg 1996. ISBN 3-901709-02-9 2013
  • Young RW: The ontogeny of throwing and striking. Human Ontogenetics 2009, 3(1):19-31

 

Autor: Helmut Jäger