Covid-19: Angst machen!

Angst ist ein Gefühl.

Es unterbricht Handlungen. Um innezuhalten und zu verstehen, was gerade geschieht. Es hilft dann, mit jemanden zu reden und Sicherheit zu erfahren. Dann kann sich Angst in Neugier wandeln. Verstärkt sich die Unsicherheit durch immer mehr Informationen, die nicht sinnvolll verarbeitet werden können, übernehmen primitivere Hirnanteile die Kontrolle. Die Sicht verengt sich auf einen Tunnel, in dem entschlossenen gehandelt wird, so wie es befohlen wurde:

  • „Irgendeinen Feind definieren und ihn dann bekämpfen!“
  • „Weglaufen oder, wenn das nicht geht, den Feind abwehren“
  • oder „Erstarren und in Depression verfallen“.

Keimt bei den so Verängstigten irgendwann wieder etwas Lebensenergie, kann es sein, dass sie aggressiv werden und randalieren (Welt 23.06.2020).

Nina Proll: Ich zeig dich an!

Oder die Angst lässt irgendwann nach. Dann nehmen die vermeintlich Bedrohten, das, was ihre Angst erzugte, als normal hin, und verdrängen es.

Oder sie fangen an – jetzt ohne Angst – selber zu denken. Das wäre für die Obrigkeiten immer am gefährlichsten, denn dann tun sie nicht mehr, was sie sollen.

Schickes Musik-Video zur Angst-Erzeugung (Burkina Faso, Mitte Februar 2020). Der Sänger droht, ganz Afrika könne beerdigt werden, wenn man den Gerüchten glaube, dass Corona harmlos sei.
( … Monsieur Rumeur finira par enterrer l’Afrique… )

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Angst machen!

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Letzte Aktualisierung: 23.06.2020