Covid-19: Killer oder Begleiter?

SARS-CoV-2 sind, wie alle Viren, Opportunisten. Sie besetzen evolutionäre Nischen, die es ihnen erlauben, sich möglichst rasch zu vermehren. Treffen sie auf neue Wirte, in denen sie sich vermehren können, können Sie erhebliche Schäden anrichten. Besonders, wenn das Immunsystem geschwächt ist, oder panisch überreagiert.

Wenn sich Viren, Bakterien oder auch höhere Lebewesen ungebremst dynamisch vermehren und dabei die Ökosysteme, in denen sie leben, zerstören, tritt früher oder später ein Kollaps ein.

Das trifft auf alle Lebewesen zu. Auch auf uns Menschen: Wir verändern das Lebensgefüge der Oberfläche der Erde so stark, dass wir unsere Lebensgrundlage gefährden.

Die Erscheinungsformen von Viren und Bakterien verändern sich aber im Verlauf einer Epidemie: z.B. die Krankheits- und Sterblichkeitsraten pro Infektion. Häufig setzen sich weniger gefährliche Erreger-Typen durch, weil es ihnen besser gelingt, weite Bevölkerungsgruppen zu infizieren.

„Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass sich das Virus bereits abschwächt. Und es könnte auch sein, dass das Virus im Zuge der Veränderungen irgendwann nur noch eine Erkältung oder einen Schnupfen auslöst.“ … „Das Virus möchte nicht in den Tiefen der Atemwege festsitzen, sondern lieber weiter nach oben wandern, in die oberen Atemwege, weil es sich von dort aus besser verbreiten kann. Damit wäre es dann aber auch weniger gefährlich.“ Ulf Dittmer, Virologe, NTV 19.08.2020

Sind Bakterien und Viren „lernfähig“?

Bewusst lernen Mikroben nichts. Aber in der Evolution setzen sich langfristig die Varianten durch, die sich in ein ökologisches Gefüge integrieren.

Genetische Typen, die – hoch-aggressiv – den Tod ihres Wirtes verursachen, werden weniger effektiv weitergetragen, als Erreger-Varianten, die es schaffen, ein Teil der normalen Flora zu werden. Angepasste keime sind nicht unbedingt nützlich für ihren Trägerorganismus, aber sie haben aufgehört zu schaden. Und so können sie von ihren Wirten leichter weitergeben werden.

Beispiel Cholera

Wie tickt die Evolution?

In stabilen gesunden Umweltbedingungen werden gutartigere Erreger heraus-selektioniert. Es macht also Sinn, friedlich gedeihliche Formen des Zusammenlebens in einem stabilen Ökosystem zu sorgen.

Vollständiger Artikel und Literatur

Nützlinge und Killer in der Evolution

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Letzte Aktualisierung: 29.08.2020