Impfaufklärung & unbekanntes Nicht-Wissen

“Some things are impossible to know—but it is impossible to know these things.” – “Manches wissen wir nicht. Und was wir nicht wissen, erkennen wir nicht.“ Murphy’s Law

Covid-19-Diskurse sind kompliziert

Marketing-Aussagen (z.B. zu Corona-Sterblichkeit oder Impf-Wirsamkeit) sind klar. Aber bei genauerem Hinsehen sind sie oft nicht mehr so eindeutig: Unstatistik 02.12.2021, BMJ 04.01.2021, Unstatistik 25.02.2021.

Die „Wissenschaftsgemeinde“ ist geteilt: In der Zeitschrift für Allgemeinmedizin erschien Anfang 2021 erstmals mit einem Editorial und einem Gegen-Editorial. Einige Virolog:innen dominieren die Medien. Andere, die die alternativlose Weisheit der deutschen Corona-Strategie bezweifeln, erreichen nur wenige, die keinen entscheidenden Einfluss besitzen: u.a. Covid-strategie, Schrappe.

Wer in Studien nach mehr Klarheit sucht, verliert leicht die Übersicht:

  • Google-Scholar bringt zu „Covid-19“ fast 4 Mill. Ergebnisse
  • Pubmed zeigt immer noch >100.000 Studien.

Angesichts dieses Tsunami brauchte man dringend ein „Zentrum zur Qualitätssicherung in der medizinischen Forschung„. Doch dessen Fertigstellung klemmt, weil der damit Beauftragte (John Ioannides) publizierend in Ungnade gefallen ist.

Wissen ist relativ und begrenzt

In einem ganz anderen Bereich (bei der Abfassung einer Übersicht zum „Ökosystem Zelle“) wuchs mein Unwissen umso mehr, je neugieriger ich suchte, und je faszinierter ich las. Mir erscheint die Realität hochkomplex und wunderschön zugleich.

Ganz anders ihr Abbild in der „Aufklärung“ bezüglich neuartiger, öffentlich-empfohlener Pharmaprodukte durch eine intransparente Lobby-Firma („mit Unterstützung des RKI“).

Meine verwunderte Anfrage an die Geschäftsstelle der STIKO (16.02.2021) wurde am 26.02.2021 beantwortet.

Jetzt weiß ich zumindest: „der Kooperationspartner (das Deutsche Grüne Kreuz e.V.) ist erfahren in der Erstellung von Impfaufklärungsbögen“:

Deutsches Ärzteblatt 4/2021: „Mit freundlicher Unterstützung von GSK, Sanofi, MSD, Pfizer …“

Covid-19-Zusammenhänge

Am 31.01.2021 klarte die Neue Züricher Zeitung über „elf gängige, teils halbwahre und teils falsche Aussagen auf“. Wenn Medien sich (unter Berufung auf höchstes Expertenwissen) das „Wahre“ kennen fühlen sich viele in ihrem Glauben oder ihrer Angst bestätigt. Denn sie dürfen hoffen, dass für sie, unter guter Leitung, alles wieder gut werde.

Wie bei allen Religionen müssen dazu Zweifel verdrängt, und das „Halb-wahre“, das „teils Falsche“ aus der Welt geschafft werden. Investigativ-Journalist:innen wären (anders als Pressestellen von Behörden oder Firmen) an kritischer Wissenschaft interessiert. Sie würden nachfragen.

Denn Fragen verweisen auf Nicht-Wissen. Antworten dagegen bestätigen nur das, was man zurzeit zu wissen glaubt. Antworten sind bequemer, denn wer glaubt, muss sich keine Sorgen machen.

Die Leute mögen keine Tatsachen. Sie verkomplizieren die Dinge. Im Grunde wollen sie nur eins wissen: „Wer sind die Guten, und wer die Bösen?“ A. Jay & J. Lynn

Covid-19 & die Mitochondrien

Bei Infektionen mit SARS-COV-2 scheinen Störungen der Atmungsorgane der Zelle (der Mitochondrien) eine wichtige Rolle zu spielen. Diese ehemaligen Bakterien versorgen die menschlichen Zellen mit Energie. Werden sie gestresst, erhöht sich das Risiko für Erkrankungen vieler Organe u.a. auch des Gehirns und der Lunge. Besonders im Zusammenhang mit den Wechselwirkungen vielen Medikament, die Menschen mit zunehmendem Alter einnehmen, und die die Mitochondrien-Funktion stören können.

Wenn SARS-CoV-2-Erbgut in die Mitochondrien gelangt, manipuliert es deren Funktion. In der Folge kann es zu Schädigungen kommen, die entzündliche Reaktionen auszulösen. Manchmal reagiert das Immunsystem dann stürzt („Zytokin-Sturm“), und das kann im Zusammenhang mit anderen Störungen auch tödlich enden. (Singh 2020, Saleh 2020)

Graphik aus: Singh KK et al: Decoding SARS-CoV-2 hijacking of host mitochondria in COVID-19. Am J Physiol Cell Physiol 2020; 319(2):C258-C267.

Impfstoffe

Konventionelle „Vektorimpfstoffe“ enthalten Eiweiße des Covid-19-Virus, die in ein Trägervirus eingebaut wurden. Ihr Wirkungsprofil ist gegenüber mRNA-Impfstoffen bekannter. Sie sind relativ preiswert und einfach zu handhaben. (Berliner Zeitung 28.01.2021) Der russische Sputnik-Impfstoff soll vergleichbar wirksam sein wie mRNA-Impfstoffe. (The Lancet 02.02.2021Comment) Bei dem Impfstoff von AstraZeneca ist eine DNA in ein für Menschen (angeblich) „harmloses“ Trägervirus eingebaut. Seine Wirksamkeit und die Verträglichkeit sind umstritten. (Arzneimitteltelegramm a-t 2021; 52: 9-13)

Warum drängen Methoden in den Markt (mRNA und DNA-Impfstoffe), von denen noch nicht bekannt sein kann, was geschehen wird? Könnte es sein, dass sie über die Corona-Pandemie hinaus ganz neue ökonomische Perspektiven eröffnen?

„… die Coronapandemie ist für die Biotech-Branche eine gigantische Chance. Im Großmaßstab lässt sich jetzt testen, wie leistungsfähig das neue mRNA-Verfahren ist: Menschen werden Bauanleitungen für Proteine gespritzt, die dann von den eigenen Körperzellen hergestellt werden, um die Immunabwehr zu aktivieren oder neu zu codieren. Das funktioniert bei Viren, aber auch bei Krebszellen. Ohne Corona hätte man noch jahrelang mit eingeschränkten Mitteln und einer übersichtlichen Zahl an Probanden klinische Studien durchgeführt. Corona beschleunigt diese Forschung sozusagen auf „Lichtgeschwindigkeit“, wie die Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci ihr Impfprojekt genannt haben. Biontech dürfte in diesem Jahr etwa eine Milliarde Menschen zwei Mal impfen, sodass hinterher ein riesiger Datensatz zur Verfügung steht, wie das mRNA-Verfahren konkret wirkt.“ TAZ 24.01.2021

Am 30.01.2021 erschienen in der TAZ ein Artikel über „Präzisions-Onkologie“, und (dazu passend), Anzeigen der Pharmakonzerne Pfizer und Bristol Myers Squibb zum Thema Krebs. Am 04.02.2021 standen in den Lokalzeitungen der Ippen-Gruppe auf Seite 3 (statt des üblichen Themas Corona) zwei Artikeln zu Krebs: Die unbesiegte Volkskrankheit“ und „Hoffnung auf Impfstoffe als neue Krebstherapie – Jahrelange Grundlagenforschung zu mRNA-Impfstoffen ist vorangeschritten“. Passend dazu hatte sich der Medizin-Clown Eckard von Hirschhausen, medienwirksam impfen lassen: Wird er ab jetzt in seinen Shows auch sorgenvoll über das Leid der Krebs-Patient:innen reden?

„Unknown knowns“

The Unkown Knowns (Rumsfeld on Defense), 18.02.2016: www.youtube.com/watch?v=nAnKdq5Yty8 („Unknown unknowns von 2004) www.youtube.com/watch?v=GiPe1OiKQuk

„What do we know? There are known knowns. There are known unknowns. There are unknown unknowns. But there are also unknowns knowns: That is to say. Things that you think you know, that it turns out you did not.“

Frei übersetzt: „Was wissen wir? Es gibt bekanntes Wissen. Es gibt bekanntes Nicht-Wissen. Es gibt Nicht-Wissen, von dem wir nicht wissen. Aber es gibt auch „Schein-Wissen“: Dinge, die man zu wissen glaubte, bei denen sich aber herausstellt, dass man irrte“. Donald Rumsfeld 2004 / 2016

Der Finanzmathematiker Taleb beschreibt hinsichtlich der gewünschten Auswirkungen von Intervention in komplexe Zusammenhänge drei Trugschlüsse:

  • die Illusion, gegenwärtige Ereignisse zu verstehen,
  • die retrospektive Verzerrung zurückliegender Ereignisse,
  • die Überbewertung von Sachinformation, in Kombination mit der Überschätzung der Intelligenz und der Macht der intellektuellen Elite.

Daraus folgt:

Bild: Reklame Beilage im SdW 8/2020. Der Begriff Nano-Taxi weckt positive Assoziationen. Nur fahren Taxis weiter, nachdem sie Ihre Gäste abgeliefert haben. In diesem Fall fahren sie mit dem Gast direkt ins Haus (die Zelle). Wer verschrottet sie da?

Covid-19-mRNA- & DNA-Impfstoffe

Nanopartikel gelangen in das Zellinnere. Die Impf-mRNA interagiert mit den Mitochondrien. Zu beidem ist das „unbekannte Nicht-Wissen“, zu dem was dann geschieht, grenzenlos:

Aufklärung des RKI und Anforderungen des Arzneimittelbriefes

Mehr

  • Bild oben: „Der eigentliche Piks“ (der angstnehmende Placebo) wurde am 16.12.2021 erklärt in den Kreiszeitungen der Ippengruppe völlig frei von Überlegungen zu den Inhaltshaltsstoffen der Impfungen.
  • Bild unten: Akupunktur-Studien zeigen sehr nachdrücklich: Ein Piks (an sich) wirkt in einem medizinisch-professionellen Setting, Denn er beruhigt und vermittelt Hoffnung, unabhängig von der spezifisch-punktgenauen Technik.
Letzte Aktualisierung: 28.02.2021