Dialog wagen
Miteinander reden. Perspektiven auf Frieden und Sicherheit.
Workshop zur Einführung in die Friedenslogik
In Diskussionen begegnen uns oft zwei (scheinbar grundlegend) unterschiedliche Denkansätze:
- Die Sicherheitslogik richtet den Blick auf Risiken, Abschreckung und Schutzmechanismen. Ihre Leitfrage lautet: Wie sichern wir Stabilität, wenn Bedrohungen real oder möglich sind?
- Die Friedenslogik setzt hingegen auf Beziehungen, Kommunikation und Gewaltprävention. Sie fragt: Wie können wir Spannungen so bearbeiten, dass Eskalation vermieden und Verständigung ermöglicht wird?

Beide Sichtweisen haben ihren Wert. Je nach Art einer Situation auf sie bezogen werden.

Der VHS-Workshop „Dialog wagen“ (am 23.03.2026) lud dazu ein, eigene Perspektiven einzubringen: in kurzen Einstiegsgesprächen, in Kleingruppen und im gemeinsamen Austausch im Plenum.
Ziel des Abends war es, in einem wertschätzenden Dialog unterschiedliche Sichtweisen hörbar zu machen.

Im Workshop standen nicht Überzeugungen im Mittelpunkt, sondern
- aufmerksames Zuhören,
- Teilen eigener Erfahrungen
- Verstehen anderer Perspektiven.

Die, die am 23.02.2026 zum VHS-Workshop kamen, wollten zuhören und waren auch bereit, sich zu zeigen. Sie wollten verstehen, warum andere anders denken. Alle blieben weit über die geplante Zeit. Konzentriert, wach, beteiligt, ohne Streit.
Beim Gehen, nach einem intensiven, aufwühlenden und persönlichen Abend, fragten sich viele:
Wie erreichen wir die, die heute nicht gekommen sind?