Die Rettung ist nah.

Endlich ist so weit: Die STIKO beschließt am 07.12.2020 (noch vor einer Zulassung der Produkte) SARS-CoV-2-Impfempfehlungen. Schwangere und Kinder sollen „wahrscheinlich“ von einer Impfung verschont werden. (DÄB 07.12.2020)

Anzeige im Deutschen Ärzteblatt vom 04.12.2020:
„Impfen in Zeiten der Corona-Pandemie“

Mich inspiriert das Bild:

  • Der blaue Ball im Bild sieht zwar gesund aus – Aber die Erde ist krank. Sie leidet an Fieber und Hitzestau.
  • Sie hat sich infiziert mit einem Mikroorganismus, der sich unbegrenzt vermehrt, immer mehr Giftstoffe absondert und anderes Leben verdrängt.
  • Gott muss also unbedingt und sofort eingreifen! Und tut er auch. Das Rettende ist nah.
  • Erkennen kann man Gott in diesem Bild nicht. Sich von ihm ein Bild zu machen, ist ja auch in anderen Religionen als Blasphemie verpönt.
  • Aber gegen was impft Gott die Erde eigentlich? Doch nicht etwa gegen den Infektionserreger, der gerade ihre Haut-Erkrankung verursacht?
  • Zur heiligen Messe werden wichtige Priester:innen angekündigt. Der Mess-Wein wurde freundlich gespendet von den Impfstoff-Herstellern MSD, GSK und Sanofi (Sanofi? War nicht gerade etwas mit erhöhter ADE-Mortalität in einem 3-Weltland?) Egal: Der heilige Geist wird sicher auf die Hausärzt:innen niederkommen: Auf dass sie ihren Patient:innen fürderhin Glaube und Hoffnung vermitteln können.  

Constanze von Bullion schreibt am 07.12.2020 in einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung passend dazu: Immer seien noch viele Deutsche (trotz intenisver Medienarbeit) pandemiemüde, unsolidarisch und herzlos, und wollten sich ggf. gar nicht impfen lassen:

“ … Sollen die anderen doch krepieren … Zehntausende werden diese Mütter, Väter, Omas, Opas und Kinder (.. die alle an CoV gestorben sind ..) vermissen. Der Schmerz über die Toten darf nicht länger beschwiegen werden wie ein lästiger Kollateralschaden …“

Das Bild der Impfung der Erde erinnert mich an Rien Poortvliet, der Szenen zur Zeit des Früh-Kapitalismus malte: Ohne inbrünstigen Glauben und kirchlichen Segen wäre das holländische Kapital-Baby damals sicher nicht gewachsen. 

Rien Poortvliet: Das Erbe. Verlag Paul Parey ISBN 3-490-44111-7. Eingangszitat: „Gott, der du unsere Ahnen trugst in Drangsal und in Leid, sei Führer uns in Sturm und Nacht ins Reich der Ewigkeit.

Jetzt erleben wir eine Wiederauferstehung des kranken Kapitalismus, oder „neudeutsch“: einen „Re-Set“. Digital- und Gesundheitsindustrie boomen und schaffen sich den zu ihnen passenden neo-religiösen Überbau.

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Letzte Aktualisierung: 07.12.2020