1. Home
  2. /
  3. Blog
  4. /
  5. „Erkältungswelle“ im Sommer

„Erkältungswelle“ im Sommer

„Immer mehr Erkältungen ..
Deutschland kränkelt durch den Sommer ..
Eine Erkrankung auf 18 Einwohner ..
EU-Behörden: Covid-19-Auffrischungsimpfung für Menschen über 60 Jahren.“
dpa, 12.07.2022

Warum ist das so?

Sind Gleichgewichte in uns und um uns herum gestört, werden wir krnak. Möglicherweise, weil zu viel Böses auf uns einwirkt. Oder weil den Gefahren zuwenige körpereigene Mikroorganismen entgegenstehen. Oder weil die Fähigkeit unserer Zellen, mit Belastungen umzugehen, schwächer wird.

Leben entwickelt sich in Ökosystemen

Euromomo (europäische Mortalitätsstatistik, abgerufen am 15.07.2022): Z-Scores (2016 – 18KW 2022) ein Maß für „Über-Sterblichkeit“. Vergleich Deutschland (Lock-Down-Maßnahmen) zu Schweden (keine Lock-Down-Maßnahmen – und  folglich keine Kollateralschäden. Die Schätzungen der WHO zu Übersterblichkeit infolge Covid-19 Infektionen nennen für Deutschland eine Übersterblichkeit von ~116 / 100.000 Einw. gegenüber 56 / 100.000 Einw. in Schweden. Wobei nur die Übersterblichkeit aufgrund der Infektion, nicht aber die Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit aufgrund der Bekämpfungs-Maßnahmen gezählt wurden.

Menschen sind nicht nur von Bakterien und Viren umgeben, sondern wir bestehen u.a. auch aus ihnen. Infektionskrankheiten können sich entwickeln, wenn das Gleichgewicht innerer und äußerer Ökosysteme gestört wird. Das geschieht, wenn zuviele Krankheitserreger eindringen. Aber erstaunlicherweise ebenso, wenn zu wenige (gute) körpereigene Bakterien und Viren auf den Körperoberflächen leben (zB. in der Lunge). Oder wenn die Zellen der Immunfunktion fehl- oder überreagieren.

Ob Menschen eine Infektion mit einem Virus oder Bakterium folgenlos überstehen, oder ob sie sterben, hängt nicht nur von der Art und der Menge der Erreger ab. Sondern ebenso von dem erlernten Zusammenspiel körpereigener Viren, Bakterien und Zellen.

Links: Nachweis schwerer Atemwegsinfektionen (Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI (Wochenbericht 27. KW, abgerufen am 15.07.2022). Rechts: Aufsuchen eines Arztes wegen akuter Atemwegsinfektion. Erstaunlich ist die Häufigkeit bei Kindern von 0-4 Jahren. Sie kann nicht im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, da diese Infektion diese Altersklasse nicht betrifft.  

Die Fließ-Gleichgewichte und die störungsfreien Wechselwirkungen in lebenden Organismen werden von vielem beeinflusst:

  • Im Inneren: Immunsystem, Mikrobiom im Darm und auf anderen Körperoberflächen, PsychoNeuroEndokrinologie, Mitochondrien-Gesundheit, Genetik, Alter, vorbestehenden Erkrankungen, Fähigkeit zur Stressbewältigung uva.
  • Im Äußeren: Zufuhr chemischer Substanzen, Umweltgifte, Erreger, Stressoren, …

Das Immunsystem arbeitet nur dann effektiv, wenn es beruhigt wird. Das geschieht durch das eigene Nervensystem (u.a. die psychologische Einstellung) und durch eine vertrauensvolle Beziehung zu anderen (zum Beispiel im Rahmen einer heilsamen Arzt-Patient-Beziehung). Wird das Immunsystem durch Angst, oder noch schlimmer durch Stress, gestört, reagiert es fahrig, ineffektiv oder übersteigert.

Sterblichkeitszahlen bei Kindern von 0-4 Jahren. Im Herbst 2021 und erneut im Juni 2022 starker Anstieg („Fehlendes Training des Immunsystems bei Belastungen durch viele unterschiedliche Viren?“) Bild rechts: (Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI (Wochenbericht 27. KW, abgerufen am 15.07.2022). Erregernachweise 40 KW 2021 bis 27. KW bei 0-4 Jährigen: überwiegend RSV-Viren (uns viele andere). Bild links: Euromomo (europäische Mortalitätsstatistik, abgerufen am 15.07.2022)

Vorbeugung bedeutet nicht nur die Abwehr der in Frage kommenden Infektionserreger. Denn das Immunsystem muss auch durch leichte Belastungen trainiert werden, damit es fit bleibt. Und auch nicht nur durch Medizinprodukte. U.a. weil sich das Erreger-Spektrum ständig verändert, und sie deshalb nur kurzfristig wirksam bleiben können.

Ebenso sinnvoll ist es, sich zu schützen:

  • Achtsame und entspannte Lebensweisen, um dafür zu sorgen, dass alle Zellen und körpereigenen Keime sich optimal auf Belastungen einstellen können,
  • Verminderung zu starker Belastungen, die zu Stress oder Burn-out führen,
  • Verwandlung von Angst (vor Krankheit und Tod) in Neugier (auf ein erfülltes Leben),
  • Bewusste Begleitung und leichte Übung der Atemfunktion (frei, entspannt, achtsam, ungehindert)
  • Steigerung der Vitamin D Herstellung (Sonnenlicht) oder ggf. ergänzende Zufuhr,
  • Körperliche, entspannte Tätigkeit
  • Regelmäßiger Rhythmus von Belastung und Entspannung,
  • Ausgiebig schlafen (um dem Immunsystem Zeit einzuräumen)
  • Abwechslungsreiche Ernährung (um den Bioreaktor ‚Mikrobiom‘ optimal zu befeuern).
  • Nach innen und außen für Frieden sorgen (um das Immunsystem nur wenig zu stören).
  • Nicht-Rauchen und kein eSmoke (um das Immunsystem nicht zu verwirren und die Lungenfunktion nicht zu schädigen).

Interview: „Wer ist besser durch die Pandemie gekommen: Deutschland oder die Schweiz?“: „Wer alternative (. . .) Denkansätze vorschlug, wurde nicht selten ohne ausreichenden Diskurs ins Abseits gestellt. … Die Verantwortlichen der Pandemiepolitik (glaubten), dass der Diskurs dort aufhört, wo ihre eigenen Meinungen infrage gestellt werden. Unter ihnen waren auch Wissenschaftler, die den wissenschaftlichen Konsens in der Mitte ihres eigenen Gravitationszentrums vermuteten.“ Prof. Klaus Stöhr, NZZ 13.07.2022

Artikel, Zusammenhänge, Links

Covid-19: Gesundbleiben

Letzte Aktualisierung: 17.07.2022