Das Faszienorgan

Elastische Spannung.

Zellen und Organe sind durchwebt von feinen Fäden und winzigen Strukturelementen.

Die für alle Lebewesen typische, integriert-elastische Grundstruktur. Bild: Jäger 2018

Im Inneren werden sie durch Zytoskelett-Gerüste stabilisiert: Eiweißstoffe, die wie Seile, Streben oder Verankerungselemente miteinander verknüpft sind. Dieses inneren Streben stabilisieren die Zellmembran, die die Zellorganellen umspannen.

Über strukturgebenden Zellbestandteilen und über Organverbänden spannen sich zeltähnliche Membranen auf. Einzelne, in sich biegsame Formen sind dabei miteinander verbunden oder „integriert“. Sie berühren sich nicht direkt, sondern werden von Membranen und Faserzügen unter Spannung zusammengehalten (englischer Begriff: tension) .

Typisch für „Tens-e-grity“-Strukturen ist, dass jedes Elemente indirekt mit allen anderen Elementen zu einem Ganzen verbunden ist.

Elastische Spannung (Bild: ronin@posteo.de)

Alles Lebende besteht aus Tensegrity-Strukturen.

Deshalb ist es tatsächlich möglich, Belastungen elastisch aufzunehmen (statt vor Belastung zu fliehen oder ihr zu widerstehen).

Bewegungsenergie kann bei intelligenten Bewegungen in Faszien gespeichert und elastisch wieder abgegeben werden. Das ist hochwirksam, faszioniernd elegant und körper-schonend zugleich.

Tensegrity-Prinzip (Bild: ronin@posteo.de)

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Letzte Aktualisierung: 22.10.2019