FGM Versorgung in Deutschland

Jaeger 1. Mai 2019 BlogEdit

Genitalverstümmelungen sind in Deutschland nicht meldepflichtig.

Es ist unbekannt, wie viele Frauen in Deutschland von genitalen Verstümmelungen (FGM) betroffen sind. Nach einer Untersuchung sollen „in Deutschland knapp 50.000 Frauen leben, die Opfer einer Genitalverstümmelung geworden sind. Nach Schätzungen sind zwischen 1.500 und 5.700 Mädchen, die in Deutschland leben, davon bedroht.“ (BMFSFJ 2017). Durch die Zuwanderung sei die Zahl der Mädchen und Frauen aus Ländern, in denen Genitalverstümmelung weit verbreitet ist, von Ende 2014 bis Mitte 2016 um 40 Prozent gestiegen. Die Zahl der Betroffenen in Deutschland habe sich seit 2014 um rund 30 Prozent erhöht.

Tradition und Moderne. Bild: www.portraits-aus-hamburg.de

In England müssen Behandlungen, die auf einen Straftatbestand zurückgeführt werden, gemeldet werden. Dazu zählt FGM. Etwa 60.000 Frauen seien davon betroffen. Zwischen 2017-2018 seien 5.000 neue Fälle registriert worden. Mindestens 83% FGM seien vor der Einreise erfolgt. Wieviele Mädchen in England verstümmelt werden wisse man nicht (Creighton 2019).

Fall-Beispiele aus der Versorgung betroffener Frauen

Frauen, die genital verletzt wurden, fällt es schwer, sich zu öffnen. Bei niedergelassenen Ärzt*innen können Sie ihre Sorgen häufig nicht thematisieren, weil diesen nicht nur Kultur-Sensibilität und Sprachkenntnisse fehlen, sondern oft auch Interesse, Empathie, Zeit und auch anatomische Kenntnisse (s.u.).

Fallbeispiele aus der Flüchtlingsberatung

Vollständiger Artikel:

  • Medizin / Frauengesundheit / Frauen, Kinder & Migration
Letzte Aktualisierung: 02.06.2019