Corona 2019-nCoV statt Grippe?

„Es müssen sich alle Grippe impfen lassen“
Rotenburger Kreiszeitung, 16.11.2019

Corona-2019-nCoV-Ausbruch in Wuhan, Graphik: John Hopkins University of Medicine, Update 29.01.2020: https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

Wer ohne akute Atemwegsinfektionen durch den nass-kalten Winter kommen möchte, …

sollte

  • sich viel und entspannt bewegen,
  • ausgiebig schlafen,
  • sich gesund ernähren,
  • stress-arm leben,
  • Menschenmassen meiden,
  • Abstand zu Erkrankten halten,
  • auf Handhygiene achten, und
  • nicht rauchen.

Die Wirksamkeit dieser einfachen Verhaltens-Maßnahmen ist tausendfach belegt. In den Medien werden sie, wenn es um die Vermarktung der „Influenza-Impfung“ geht, selten oder gar nicht erwähnt.

Die Epidemie mit dem Corona-Virus 2019-nCoV …

… zeigt, wie zeitlos aktuell einfache Schutz- und Verhaltensmaßnahmen sind.

2002 und 2003 verlief die SARS-Epidemie 2003 mit einem ähnlichen Corona-Virus relativ begrenzt (WHO). Der Ausbruch konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden (obwohl die Behörden in China den Ausbruch zunächst zu verschleiern versuchten). Denn die Infizierten erkrankten sehr rasch und oft schwer. Daher konnten sie rechtzeitig erkannt und isoliert werden, bevor sie andere ansteckten.

Bei dem neuen Corona-Virus 2019-nCoV ist es anders: Das Virus löst mildere (oder gar keine) Erkrankungserscheinungen aus und kann daher über einen relativ langen Zeitraum von scheinbar gesunden Personen bei einem engen Kontakt auf Mitmenschen übertragen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Corona-Virus 2019-nCoV daher (wie Influenza-Viren) weltweit verbreiten wird, ist sehr groß.

Die Bedeutung von Massen-Impfungen als Schutzmaßnahme gegen akute fieberhafte Atemwegsinfektionen wird häufig (wie 2009 gegen die sogenannte Schweinegrippe) überbetont (s.u. Grippe&Impfung).

Bei der aktuellen Corona-Pandemie wäre es ähnlich, wenn es gelänge, in kurzer Zeit einen Impfstoff herzustellen. Dieser neue Impfschutz würde sicher sofort massenhaft vermarktet werden, bevor man ihn sorgfältig getestet hätte (ähnlich wie zuletzt 2009 s.u.).

Impfungen gegen akute virale Atemwegsinfektionen führen bei der Mehrzahl gesunder Personen zur Bildung schützender Antikörper (z.B. gegen Influenza, nicht aber gegen „Grippe“). Ältere und kranke Personen, bei denen diese Infektionen schwerer verlaufen könnten, müssen aber nach einer Impfung damit rechnen, dass ihr Immunsystem nicht in der Lage war, genügend schützende Antikörper aufzubauen.

Eine Impfung steht aber zur Zeit ohnehin nur gegen Influenza-Viren zur Verfügung. Diese machen einen unterschiedlich großen Teil des saisonalen Viren-Mix aus, die „Grippe“ verursachen. Und die umlaufenden Influenzaviren können sich deutlich von der Vorhersage unterschieden, nach der der Impfstoff zusammengesetzt wurde.

Angang 2020 scheint aber, angesichts der Corona-Angst, die „Grippe“ ohnehin aus den Medien verdrängt worden zu sein.

Graphik: Tom Jefferson, Facts about flu. SBS-News 2013. Freie Übersetzung:
„… Hier sieht man, was in dem am optimistischsten möglichen Szenario geschieht, wenn die sich ständig ändernde Viren-Zusammensetzung der Influenza eng mit der des Impfstoffs übereinstimmt (was im Durchschnitt ein Jahr von zwei Jahren geschieht): Sie müssen 100 gesunde Erwachsene impfen, um drei Fälle zu vermeiden. Das bedeutet Fälle mit Symptomen (also nicht Tod oder Lungenentzündung). Und die Beweise dafür, dass sie das tun, sind schwach. …“

Die Corona-Epidemie belegt die Bedeutung einfacher Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge.

Wer sich sicher verhält, hat gute Chancen, dass bei ihr oder ihm nicht nur die „Grippe“ sondern auch eine Corona-Virus-Infektion glimpflich verlaufen würde.

Corona-2019-nCoV

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Influenza und „Grippe“

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Letzte Aktualisierung: 25.02.2020