Handeln, solange noch möglich
Das Ökosystem der Erde steckt in der Krise.
Der wesentliche Krankheitshinweis ist der Verlust der Vielfalt. Wie in allen lebenden Strukturen. Verarmt bei Tieren das Mikrobiom, können sie sich schlechter an neue Herausforderungen anpassen. Werden sie zusätzlich mit Giftstoffen überflutet, steigt das Kollapsrisiko.
…

Projekte der Entwicklungszusammenarbeit, die Symptome zu lindern versuchten, scheiterten, wenn die Grundprobleme nicht angesprochen wurden.
Zum Beispiel bei dem Versuch, einen Naturpark zu schützen, in einem Land, in dem internationale Konzerne die Wälder abholzen. Während die Bevölkerung in großer Armut lebt. Spezifische Interventionen könnten hier nur dann nachhaltig und sinnvoll sein, wenn der Holzhandel radikal untersagt würde. Und wenn effektive Maßnahmen zur Steigerung der sozialen Lebensqualität eingeleitet würden.
Wie in der Medizin reicht es für Heilungsprozesse nicht aus, Schmerz zu betäuben. Es ist nötig, die Ursachen der Probleme anzupacken. Und damit die Systemfrage zu stellen.
…
Überall in Schulen, Universitäten und Umweltverbänden könnten Diskussionen angeregt werden, wie es uns gelingen könnte, besser zu leben, anstatt absehbar abzusterben.
Es geht nicht um Verzicht („für den Umweltschutz“), sondern im Gegenteil um Lebenslust und Lebenssehnsucht nach einem erfüllten Sein, in und mit der Natur, für die Realisierung von lebenswerten Utopien. Und um die Ablehnung der Todessehnsucht von Mächtigen.
Die großen Umweltzerstörer besitzen zurzeit sicher das höhere Gewaltpotenzial, aber ihre große Schwäche besteht darin, dass sie keine positiven, langfristigen, nachhaltigen, sinnvollen Zukunftsvisionen mehr zu bieten haben, und sie daran auch gar nicht mehr arbeiten.
Die vielen in Deutschland entwickelten Handlungsansätze erreichen bisher nur relativ kleine Bevölkerungsgruppen. Sie gleichen Keimen, aus denen sich etwas entwickeln könnte.
Mehr
Inhalt:
- Entscheidende Krise
- Realistische Utopie
- Handlungsmöglichkeiten
- Literatur und Links