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Impfaktion gegen Fachkompetenz

Sonderimpfaktion für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren

Am 18. Juli 2021 stellt das niedersächsische Gesundheitsministerium 27.000 Dosen Biontech-Impfstoff für Kinderimpfungen zur Verfügung. Auch viele Ärzt:innen drängeln, dass alle Kinder zwischen 12 und 18 Jahren geimpft werden sollen (WN 19.07.2021). Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) werden, nach wissenschaftlich begründeter Nutzen Risiko-Abwägung, mRNA-Impfstoffe derzeit (noch?) nicht generell empfohlen.

Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, abgerufen am 19.07.2021

Wissenschaft unter politischen Druck

Der Vorsitzende der unabhängigen Impfkommission (STIKO). Prof Mertens versucht sich gegen Politik und Medien zu wehren (StN 16.07.2021). Aber seine Argumente verhallen im politisch aufgeheizten Klima weitgehend ungehört. Und der Druck gegen die STIKO wird erhöht (NDR 19.07.21): Durch stetigs Wiederholen von Angstbotschaften und Verkündungen von Sicherheitsillusionen.

Einer der Gründe für die Zurückhaltung der STIKO ist das extrem geringe Risiko der Infektion SARS-CoV-2 für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Diese Einschätzung beruht u.a. auf der umfassenden klinischen Analyse aller Todesfälle dieser Altersgruppe in England von März 2020 bis Februar 2021 (Smith 2021, Ward 2021). In dieser Zeit starben 3.105 Kinder und Jugendliche. 61 dieser verstorbenen Kinder wiesen einen positivem Covid-19 PCR-Test auf. Bei 25 verstorbenen Kindern wurde SARS-CoV-2 als Todesursache angegeben. Fünfzehn dieser (an der Infektion) verstorbenen Kinder und Jugendlichen litten an schweren, lebens-begrenzenden Erkrankungen, 13 von ihnen an komplexen neurologischen Behinderungen.

Das absolute Risiko der Kinder, an SARS-CoV-2 zu sterben wurde aufgrund dieser Daten in England auf zwei pro eine Million hochgerechnet. Die Überlebenswahrscheinlichkeit mit einem positiven SARS-CoV-2-Test wurde mit 99,995% angegeben.

Kinder-Grundrechte

Verletzungen des Rechtes auf Unversehrtheit (§2.2 GG) werden bei Kindern strafrechtlich verfolgt (§223-224 StGB, §1666 BGB). Verstöße gegen das Recht auf Unversehrtheit und gegen das Kindeswohl, zugunsten von Interessen Erwachsener, sind Straftaten.

Vor medizinischen Eingriffen muss das Vorsorgeprinzip beachtet und abgewogen werden. Die Abwendung eines individuellen Schadens (durch ein hohes Krankheitsrisiko) muss als bedeutender eingeschätzt werden, als ein in Kauf genommenes Nebenwirkungsrisiko.

Die Erziehungsberechtigen müssen, gemäß §630e BGB, vollumfänglich, mündlich und schriftlich dokumentiert aufgeklärt werden. U.a. auch über Risiken, zu denen bisher keine Angaben gemacht werden können (Langzeitrisiken), und auch darüber, dass die Impfstoffe zurzeit nur „bedingt“ zugelassen sind.

BBC zu den Publikationen zum Sterblichkeitsrisiko bei Kindern vom 09.07.2021
Vergleichbare Studien aus Deutschland fehlen – wurden sie vom RKI nicht geplant?

Wer haftet?

Gemäß des §60 des neu formulierten IfSG übernimmt der Staat die Haftung für Schutzimpfungen. Bei unvollständiger Aufklärung haften die Behandler:innen (§ 630h BGB).

Die Verantwortlichen einer politisch motivierten Aktion gegen Kindergrundrechte, bewegen sich daher juristisch auf dünnem Eis. Denn folgende juristischen Fragen sind nicht geklärt:

Gilt die staatliche Haftungsgarantie auch für Impfungen, die von der STIKO nicht empfohlen werden? Auch dann, wenn die Unversehrtheit der Kinder (insb. bei Mädchen) gefährdet sein könnte?

  • Hintergrund: mRNA-Impfstoffe wirken an der mitochondrial-ribosomalen Zell-Einheit. Die Ei-Zellen in den Ovarien enthalten eine sehr hohe Konzentration menschen-typischer, mitochondrialer DNA, deren Störung sich erst bei einer Folgegeneration auswirken würde) (Jäger 2021)  

Wurden vor der geplanten Impfkampagne Richtlinien zur Qualität und Dokumentation der Impfaufklärung erlassen?

  • Das wäre zwingend erforderlich gemäß §630e BGB

Eine alternative Datenlage, die begründen würde, dass bei Kindern der individuelle Nutzen der Impfung höher einzuschätzen sei als das Risiko schwerer Nebenwirkungen, wurde von den empfehlenden Behörden nicht genannt.

  • Beispiel Risiken für Myokarditis, Blutungs-, Gerinnungs- und Immunsystemstörungen

Die Beurteilung des Haftungsrisikos wird erschwert (oder unmöglich gemacht), wenn in kinderärztlichen oder gynäkologischen Praxen zeitgleich mehrere pharmakologisch aktive Medizinprodukte verabreicht werden: Bei Mädchen ggf. neben der mRNA-Impfung die Erstverschreibung hormoneller Kontrazeption und die HPV-Impfung.

  • Hintergrund: Über Wechselwirkungen mit anderen pharmakologischen Interventionen ist bei mRNA-Impfstoffen bisher nichts bekannt: z.B. hinsichtlich der Gerinnung und der Immunfunktion. Mögliche langfristige Störungen werden sich aber nicht nach einem einfachen Ursache-Wirkungs-Prinzip beurteilen lassen können.

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Externe Links

Literatur

  • Jäger H: Ökosystem Zelle: Die Bedeutung der Toleranz der Mitochondrien für Gesundheit und Lebenslänge. Internistische Praxis 15.03.2021, IP 2021 63(3)373-380 (pdf 150 KB)
  • Smith c. et al: Death in young people an children in England following SARS-CoV-2 infection during the first pandemic year. Research Square. 07/2021, epub before print: British Study Mortality Children (pdf)
  • Ward J et al: Risk factors for intensive care admission and death amongst children and young people admitted to hospital with COVID-19 and PIMS-TS in England during the first pandemic year. 07/2021, epub before print: Children UK Mortality (pdf)

Letzte Aktualisierung: 21.07.2021