10. Januar 2021

Covid-19 Impfung

„…wenn die Rückkehr zu einem „normalen“ Leben nur so zu gewährleisten ist, könnte das der Preis sein, den jeder einzelne von uns für das Ticket zur Teilnahme an diesem Leben zahlen muss“. Georg Anastasisus, RKZ (Ippengruppe), 29.12.2020

Neu

Zur Besonderheit von SARS CoV-2

Graphik aus: Singh KK et al: Decoding SARS-CoV-2 hijacking of host mitochondria in COVID-19. Am J Physiol Cell Physiol 2020; 319(2):C258-C267. Erklärung: Bei Infektionen mit SARS-COV-2 scheinen Störungen der Mitochondrien zu spielen. Stress dieser ehemaligen Bakterien, die die menschlichen zellen mit Energie versorgen, begünstigt neuro-degenerative Erkrankungen, aber auch COPD und Lungenfibrose. Insbesondere im Zusammenhang mit Medikamenten-Nebenwirkungen, die die Mitochondrienfunktion weiter stören. Die RNA von SARS-CoV-2 scheint in die Mitochondrien zu gelangen, und deren Funktion zu manipulieren. In der Folge soll es zu Fragmentierungen kommen, die entzündliche Reaktionen auszulösen, die schließlich auch zu einer (manchmal tödlichen) Überaktivierung des Immunsystems führen können („Zytokin-Sturm“). Auch die RNA bestimmter Impfstoffe gelangt in die Mitochondrien. Unser unbekanntes Nicht-Wissen dazu ist grenzenlos.

Hinweis

Bei keiner bisher bekannten Erkrankung fluteten in so kurzer Zeit so unüberschaubar viele Informationen ein. Jeder Überblick ist daher lückenhaft, subjektiv und voller Irrtümer.

Im Folgenden finden sich Hinweise auf Publikationen, die mir halfen, einen Überblik zu behalten, oder einen bestimmten Aspekt differenzierter zu sehen. Ferner Artikel, die aus, mehr oder weniger weit zurückliegenden, Situationen geschrieben wurden, und daher aus heutiger Sicht zum Teil überarbeitet werden müssten …

Gute Nachrichten zum Neuen Jahr

Am 02.01 und 08.01.2021 abgerufene Graphiken

Oben links: Global zirkulierende Influenza-Viren (WHO GISRS FluNet Charts) Januar 2019 bis Dezember 2020: Wo sind sie seit Mitte 2020 geblieben? Oben rechts: Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen in Deutschland in der 51 KW – unverändert in der 53 KW (https://influenza.rki.de). Unten: Sterblichkeit in Hessen und Berlin 2017 bis 53 KW 2020 (eueromomo.eu) (Hinweis. in Deutschland melden nur zwei Bundesländer an Euromomo)

Aktuelle Informationen

Stand 02.01.2021

Normalität nur durch Impfung?

„Werden Covid-19-Impfstoffe Leben retten? Die derzeitigen Studien sind nicht geeignet, uns das zu sagen: … Keine der derzeit laufenden Studien ist darauf ausgelegt, eine Verringerung von schwerwiegenden Folgen wie Krankenhauseinweisungen, Inanspruchnahme der Intensivstation oder Todesfällen festzustellen. Die Impfstoffe werden auch nicht untersucht, um festzustellen, ob sie die Übertragung des Virus unterbrechen können.“ Doshi BMJ 2020 (Abbasi BMJ 2020)

Entwicklungs-Dynamik der Covid-19- Impfstoffe

letztes Update der folgenden Texte am 19.11.2020

Bis zum 19.11.2020 schwappte die „Covid-19“-Flut mit 1,3 Millionen Artikeln (Google-Scholar) bzw. 80.000 (Pubmed) über die Schreibtische interessierter Wissenschaftler:innen. Zu den Stichworten „Covid-19 & Impfung“ waren es immerhin noch 130.000 (Google-Scholar) bzw. 800 (Pubmed). Den 5,8 Milliarden Einträgen zu „Covid-19“ bei gängigen Such-Maschinen kommt eine durch Zahlen nicht mehr nachvollziehbare Zahl von Einträgen in sozialen und journalistischen Medien und Chats.

Jede Auswahl von Informationen für Analysen, Einschätzungen, Fragestellungen, Bewertungen oder Aktualisierungen ist subjektiv. Auch bei ausgewiesenen Expert:innen ihres jeweiligen Fachgebietes, müssen alle Aussagen zwangsläufig lückenhaft, vorläufig und begrenzt sein. Und bei überstürztem und interessengeleitetem Vorgehen sind Fehler möglicherweise eher die Regel, als die Ausnahme.

Als infektions-erfahrener Arzt sehe ich vor allem die Unendlichkeit meines Nicht-Wissens. Ich weis nicht, wie es „wirklich ist“. Ich kann nur fragen, neugierig suchen und zum Selberdenken anregen.

„Komplexität erzeugt Unsicherheit. Unsicherheit erzeugt Angst. Vor dieser Angst wollen wir uns schützen. Darum blendet unser Gehirn all das Komplizierte, Undurchschaubare, Unberechenbare aus. Übrig bleibt ein Ausschnitt – das, was wir schon kennen.“ Dietrich Dörner: 1989 https://www.youtube.com/watch?v=I7iLIyNtHf0&feature=emb_logo

Braucht ein Problem den Markt, oder der Markt ein Problem?

Die WHO listete (am 12.11.2020) 164 Impfstoff-Kandidaten gegen Covid-19 auf, von denen 48 klinisch an Menschen getestet werden. Im Frühjahr hatte die Impfallianz GAVI  „zeitnahe Regeln“ für den Zugang zum Impfstoff gefordert. Man müsse den Impfstoff als „öffentliches Gut“ betrachten. Deshalb müsse „der öffentliche Sektor Entwicklung, Produktion und Verteilung finanzieren“, und natürlich auch die spätere Haftung übernehmen. Die kommerziellen Produzenten sollten „vernünftige Gewinnmargen“ erhalten.. (dpa 24.04.2020).

Qualitätstandards der Forschung

Natur-wissenschaftliche Einschätzungen müssen (je nach Fragestellung) selbst in der Quantenphysik sehr unterschiedlich sein. Auf dieser Erkenntnis gründet sich die Evidenz basierte Medizin: Ihre wichtigsten Werkzeuge, die so genannten zukunftsorientierten, verblindeten Studien (RCT) sind so konstruiert, dass sie Annahmen (oder auch Wunschdenken) widerlegen können. Studien, die vor einer Produktvermarktung einen hohen Nutzen und ein geringes Risiko beweisen sollen, zählen nicht zu „Evidenz-basierter Medizin“. (Ioannides 2005).

Allerdings änderte diese Erkenntnis nichts an der Dynamik des Wissenschafts-Marketings, so dass der gleiche Autor zehn Jahre später zu dem Schluß kam, „Evidenz based Medicine“ sei gekapert worden. (Ioannides 2016)

„Will covid-19 vaccines save lives? Current trials aren’t designed to tell us: … None of the trials currently under way are designed to detect a reduction in any serious outcome such as hospital admissions, use of intensive care, or deaths. Nor are the vaccines being studied to determine whether they can interrupt transmission of the virus.“ Doshi 2020

Anläßlich des Hypes, um die Produktion und die Vermarktung der Corona-Impfstoffe, ruft jetzt ein Editor des Britisch Medical Journal um Hilfe:

„Wenn gute Wissenschaft durch einen medizinisch-politischen Komplex unterdrückt wird, sterben Menschen.“ – When good science is suppressed by the medical-political complex, people die. Politicians and governments are suppressing science. They do so in the public interest, they say, to accelerate availability of diagnostics and treatments. They do so to support innovation, to bring products to market at unprecedented speed. Both of these reasons are partly plausible; the greatest deceptions are founded in a grain of truth. But the underlying behaviour is troubling.“ (Abassi 13.11.2020)

Impfstoff-Rally

Bereits am 30.08.2020 beschreibt die WamS unter der Überschrift „Reich gespritzt“ wer zu den Gewinnern der Impfstoff-Rally zählt:

Bild: „Viele Anleger spekulieren auf die Hersteller … Investoren hoffen auf einen Aktienboom … an der Spitze stehen zwei Casino-Betreiber (Penn National Gaming und Boyd Gaming) …“ WamS-Finanzen 30.08.2020

Covid-19 Impf-Strategien

„Wir müssen die kollektive Kaufkraft von Gavi, der Impfstoff-Allianz, nutzen, um diesen künftigen Impfstoff erschwinglich und für alle, die ihn benötigen, verfügbar zu machen“, sagte der britische Premierminister Boris Johnson, der Gastgeber des Treffens. Dies sei „das wichtigste gemeinsame Unterfangen unseres Lebens“ und erfordere, so Johnson, dass Geber, Industrie und internationale Organisationen „in einem Umfang zusammenarbeiten, der alles bisher Dagewesene übersteigt.“ Usher D: COVID-19 vaccines for all?, Lancet 13.06.2020

Übersichten über die unterschiedlichen, innovativen, gen-technologischen Impfstrategien beschreiben „technisch einfach und schnell realisierbare“ Interventionen in hochkomplexe Zusammenhänge. Fast alle Impfstoff-Entwicklungen favorisieren „Impfstoffsuchen im Schnellgang“. (Schmid 2020)

Dabei soll sich das Antigen auf das Spike-Protein des Virus beziehen. Ein Stachel mit dem Virus an der menschlichen Zelle andockt. DNA-Plasmide würden in der Zelle in RNA umgeschrieben werden, und die RNA würde die Erstellung des gewünschten Proteins erzwingen. Problematisch ist, wie DNA die Zellmembran überwinden soll. Experimentiert wird dazu u.a. mit Elektro-Stimulation. Die zweite Möglichkeit wäre, RNA-Plasmide in Fettmoleküle zu packen oder an Nanoteilchen zu kleben, und sie dann (wie auch immer) in die Zellen gelangen zu lassen. Eine dritte Möglichkeit wäre der Transport durch ein abgeschwächtes, vermehrungsfähiges Träger-Adeno-Virus, oder ein künstlich erstelltes, nicht-vermehrungsfähiges Virus.

„… Bei Vektorimpfstoffen wird das Genmaterial in harmlose Trägerviren (wie das Impfmasernvirus) eingebaut, die als Impfstoff injiziert werden. … Demgegenüber enthalten mRNA- und DNA-Impfstoffe ‚lediglich‘ ausgewählte Virusgene in Form von Nukleinsäuren, die den humanen Zellen als Bauanleitung dienen. Sie induzieren die Expression von beliebigen Antigenen und können somit potente humorale als auch zelluläre Immunantworten induzieren.“ Zylka Melhorn 2020

Übersicht zu möglichen Impfstoff-Strategien
(Grundlage u.a. Zylka-Melhorn 2020)

  • Inaktiviertes Virus (Totimpfstoffe)
  • Abgeschwächtes Lebendvirus (Lebendimpfstoff)
  • Sub-Unit- oder Peptid-Impfstoffe: hochgereinigte gentechnologisch hergestellte Impfstoffe, die Antigene enthalten in Kombination mit Adjuvantien, und die Wiederholungsimpfungen erforderlich machen.
  • Vektor-Impfstoffe: für den Menschen in der Regel harmlose Viren sollen gentechnologisch hergestelltes Erbmaterial von Sars-COV-2 in menschliche Zellen einschleusen. Dabei kommen vermehrungsfähige und auch nicht vermehrungsfähige Viren zum Einsatz.
  • DNA-Impfstoffe: dabei wird eine DNA-Sequenz in ein bakterielles Plasmid eingefügt. Die Plasmide soll nach Injektion des Impfstoffes in der Zielzelle aufgenommen abgelesen werden und dann fremdes Antigen herstellen. DNA-Impfstoffe benötigen in der Regel starke Adjuvantien, die das Immunsystem alarmieren. Bisher sind sie nur in der Tiermedizin zugelassen. Ein weiterer denkbarer Nachteil ist die zufällige Integration plasmatischer DNA in das Genom des Wirtes.
  • mRNA-Impfstoffe: Ein gentechnologisch hergestellter RNA-Abschnitt, der leicht in vielen Kopien gedruckt werden kann, wird, um an sein Ziel im Körper zu gelangen, in Lipid-Nanopartikel verpackt. Der Grund ist, dass freie RNA im Körper sofort zerstört wird. Das von der (in die Zelle eingeschleusten) RNA gebildete Antigen wird Immunzellen präsentiert. Es löst so die Produktion neutralisierender Antikörpern. Die Dosierung muss genau berechnet sein: Die Immunantwort darf nicht ‚zu gering‘ ausfallen (kein Schutz), aber ebenso wenig ‚übersteigert‚, denn das könnte zu Autoimmun-Reaktionen führen. Das Risiko für die Integration genetischer Information in den Zellkern soll bei RNA Impfstoffen gegenüber DANN-Impfstoffen geringer sein. Ihr Sicherheitsprofil sei besser.
  • Virusartige Partikel: dabei handelt es sich um leere Virushüllen. Sie werden in Zelllinien generiert und anschließend als Impfstoff benutzt die Viruspartikel sind nicht vermehrungsfähig.
  • BCG Impfstoff u.a.: Dabei handelt sich um einen abgeschwächten Lebendimpfstoff, der mäßig gegen Tuberkulose schützt, der aber auch einen gewissen Schutz vor Influenza oder anderen respiratorischen Viruserkrankung bieten soll.

Bild: Reklame Beilage im SdW 8/2020. Der Begriff Nano-Taxi weckt positive Assoziationen. Nur fahren Taxis weiter, nachdem sie Ihre Gäste abgeliefert haben. In diesem Fall fahren sie mit dem Gast direkt ins Haus (die Zelle). Wer verschrottet sie da?

Stellungnahmen, Analysen und Positionspapiere

Ähnlich wie bei einem Goldrausch werden „Claims“ abgesteckt. Es wird nur das publiziert, was auch die Konkurrenz gefahrlos wissen darf. Informationen über die genaue Impfstoffzusammensetzung inkl. der verwendeten Zusatzstoffe sind noch nicht zugänglich.

Normalerweise beruhen Zulassungsverfahren von Impfstoffen auf dem Beleg gesicherter, vertrauenswürdiger Information („Trusted Evidence“). Sie sollten unabhängig sein von industriellem Einfluss. Und sie sollten einen uneingeschränkten Zugang zu allen verfügbaren Daten hinsichtlich des Medizinproduktes gewährleisten.

Beschleunigte Zulassungsverfahren erwiesen sich in der Vergangenheit mehrfach als Fehler: Sie verursachten weit mehr Schäden als sie möglicherweise nutzten. (Jäger 2020)

Some things are impossible to know—but it is impossible to know these things. Manches wissen wir nicht. Aber es ist unmöglich, das zu erkennen, was wir nicht wissen. Murphy’s Law

Abwägung von Nutzen und Risiken

Impfungen gegen Covid-19 müssen einen deutlichen Nutzen mit sich bringen:

  • Eine geringere Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
  • Oder ein vermindertes Risiko für einen schweren Erkrankungsverlauf.

Diese Vorteile müssen gegen mögliche, kurz- oder langfristige Nebenwirkungen abgewogen werden. Bei neuen Impftechniken (RNA-, DNA-Impfstoffe) ist das unbekannte Nichtwissen aber noch nahezu unbegrenzt.

Signalübertragungen, Wechselwirkungen und Prozesse im Zellinneren sind hochkomplex: sie flimmern und oszillieren in vier Dimensionen. Je mehr dazu geforscht wird, desto mehr Fragen werden aufgeworfen. (Mehr: Ökosystem-Zelle)

Ich staune angesichts dynamischer Beziehungen, wie bei der Betrachtung von Frühlingswind, der durch einen blühenden Kirschbaum streift. Und ich bewundere dann die natürliche Schönheit. Und werde umso bescheidener, diese Perfektion durch mechanische Interventionen (mit Leiter und Säge) zu stören.   

Der Covid-19-Impfstoff ist „zu 90 Prozent wirksam“

Die Unstatistik des Monats November befasst sich mit Aussagen zur Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen. Die gute Nachricht des Monats dazu kam von BioNTech und Pfizer mit dem vorläufigen Ergebnis, dass ihr Impfstoff gegen Covid-19 „zu 90 Prozent wirksam“ sei. Inzwischen haben BioNTech und andere Hersteller berichtet, dass Impfstoffe gar zu 95 Prozent wirksam seien. Das sind alles erfreuliche Ergebnisse. Aber was bedeutet „zu 90 Prozent wirksam“? … RWI Unstatistik vom 02.12.2020

Manchen Statistiker:innen (wie diesen des RWI) gelingt es, die verschmierten Scheiben der Nicht-Mathematiker:innen (zu denen ich zähle) klarzuwischen. Allerdings ist mir weiterhin bei den hier beurteilten Studien zur Wirksamkeit unklar:

  • Was – eigentlich – ist der präzise genannte Endpunkt „Covid-19-Infektion“ – genau?
  • Welche eindeutigen Symptome wurden da – mit welchen Grenzwerten – „gemessen“? Oder registrierte man nur „Husten-Schnupfen-Heiserkeit“?
  • Welcher PCR-Typ wurde genutzt, und wie wurde der, durch welchen Goldstandard, validiert?
  • Wie häufig kann man bei einem positiven PCR-Test (je nach Prävalenz der Infektion in der beobachteten Bevökerungsgruppe) von einer Infektion mit lebendem Virus ausgehen? (Spezifität? Sensitivität? Prävalenz-Wahrscheinlichkeit in der Studienpopulation?

Wie gewaltig wird der Placebo-Effekt ausfallen?

Auf diesem Stoff wartet die ganze Welt! … Wann die Klassenzimmer wieder dauerhaft für die Schüler offenstehen? Wann die Fußballer wieder von ihren Fans angefeuert werden? Wann sich die Politiker wieder um Dinge kümmern können, die nichts mit Corona zu tun haben? Inzwischen dürfte jeder verstanden haben, dass es auf all diese Fragen nur eine Antwort gibt: wenn der Impfstoff da ist. Hermann B. Süddeutsche Zeitung 26.06.2020

Der australische Chirurg Harris beschreibt, dass schmerzhaft-einprägsame Interventionen in einem medizinischen Setting, wesentlich stärkere Placeboeffekte auslösen, als andere inhaltsfreie Rituale oder bunte Pillen.

Bild aus Charlie Hebdo N01479, 25.11.2020: „Impfung. Vorsicht vor Scharlatanen“ Bei bisher keinem Medizinprodukt wurde jemals der Dopaminspiegel über Monate so hochgepuscht. Der begleitende Placebo-Effekt wird daher gewaltig sein.

Die wesentliche Voraussetzung dafür sei, so Harris, dass vor dem Eingriff genügend Angst erzeugt wurde. Und natürlich, dass zusätzlich die Illusion aufkeime, dass der vorgeschlagene Eingriff das Problem vollständig beseitigen werde.

„Du musst sie erst tu Tode erschrecken bevor du sie ins Paradies erheben kannst. First you must take them to hell, before you can raise them to heaven. “ Mündliche Missionar-Weisheit, Süd-Tansania, 1983

Schickes Musik-Video zur Angst-Erzeugung (Burkina Faso, Mitte Februar 2020). Der Sänger droht, ganz Afrika könne beerdigt werden, wenn man den Gerüchten glaube, dass Corona harmlos sei. ( … Monsieur Rumeur finira par enterrer l’Afrique… )

Bei der Vermarktung der Covid19 Impfstoffe wird:

  • seit März 2020 täglich (in allen Kanälen) berichtet, wie gefährlich Covid19 sei („Erstickungstod!“).
  • vermittelt, dass ein Ende der immer neuen Lockdowns nur durch die Anwendung „hochwirksamer, nebenwirkungsfreier“ Impfungen erfolgen könne.
  • Angst gemischt mit dem Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen, und gemeinsam, solidarisch, mit vielen anderen den Teufel vertreiben zu können:  „Eine Welt – Ein Ziel – Global-Goal!“

„Geplant ist, dass freie mRNA, freies genetisches Material über […] Nano-Partikel in unsere Zellen direkt hineingebracht werden und dann von unseren Zellen abgelesen werden. Dies bedeutet eine gentechnologische Veränderung des Menschen […]. Wir wissen nicht, in welche Zellen dieses genetische Material des Virus geht, wir wissen nicht, wie lange es abgelesen wird, wir haben keine Möglichkeit, die Ablesung zu stoppen. Wir wissen auch nicht, wo im genetischen Material (des Menschen) das genetische Material des Virus eingebaut wird, und wir wissen insbesondere nicht, ob nicht auch in den Keimzellen, also in den Eizellen der Frau oder den Spermazellen des Mannes dieses genetische Material eingebaut und damit vererbt wird. Das wissen wir alles nicht, weil eine solche genetische Impfung, eine Veränderung des Genoms des Menschen bislang noch nie durchgeführt worden ist.” Prof. Stephan Hockertz: www.nachdenkseiten.de/?p=62871#h01

Das Ritual der Covid-19-Impfung wird daher mit besonders starken nicht-spezifisch-psychologischen Effekten verbunden sein. Es würde sich lohnen, sie durch systematische Langzeitbeobachtungen zu begleiten. (Mehr: Placebologie)

Die Leute mögen keine Tatsachen.
Sie verkomplizieren die Dinge. Im Grunde wollen sie nur eins wissen:
Wer sind die Guten und wer die Bösen? Antony Jay & Jonathan Lynn

Interventionen in dynamisch Situationen & unbekannts Nicht-Wissen

Der Finanzmathematiker Taleb (https://www.fooledbyrandomness.com) beschreibt hinsichtlich der gewünschten Auswirkungen von Intervention in komplexe Zusammenhänge drei Trugschlüsse:

  1. die Illusion, gegenwärtige Ereignisse zu verstehen,
  2. die retrospektive Verzerrung zurückliegender Ereignisse,
  3. die Überbewertung von Sachinformation, in Kombination mit einer Überschätzung der Intelligenz und der Macht der intellektuellen Elite.

Daraus folgt:

Mehr

Swine Flu 1976

Swine Flu 2009

Dengue 2017

Literatur

Fragen

  • Sinkt der Bedarf für eine Impfung, weil die SARS-CoV-2-Viren ihre Aggressivität verlieren?
    Bei Cholera-Bakterien z.B. werden die Varianten selektioniert, die einen evolutionären Vorteil haben, weil sie ihren Wirt nicht umbringen. Eine Epidemie beginnt oft mit aggressiven Keimen und endet mit besser angepassten (endemischen) Varianten. Der italienische Virologe Giuseppe Ramuzzi (https://www.marionegri.it) glaubt, dass dieses Phänomen auch auf die Sars-CoV-2-Verbreitung zutrifft (ST News 22.06.2020)
  • Wie kann der Erfolg einer Impfung gemessen werden?
    An einer Verminderung der Sterblichkeit gegenüber Nicht-geimpften? Oder zumindest an weniger schwer verlaufenden Erkrankungen? Das ist unwahrscheinlich, da es nach der pandemischen Ausbreitung zu wenig Fälle gibt um bevölkerungsbezogene Studien zu Covid-19 durchführen zu können. Folglich wird man für den Impferfolg auf einen Indikator (Surrogat-Marker) zurückgreifen müssen, der den Glauben belegen soll, ein Geimpfter sei geschützt. Nach einer durchgemachten Infektion SARS CoV-2 können die Antikörper allerdings rasch absinken. (Spiegel 22.06.2020, SZ 22.06.2020, Welt 08.07.2020) Und nur ein Fünftel der Personen mit Viruskontakt bildet Antikörper aus. (Tagesanzeiger 01.06.2020). Es ist unbekannt, ob diese Personen (mit geringen Antikörperspiegeln) dennoch erkranken können. Oder ob Personen mit hohen Antikörperspiegeln besser geschützt wären. Studien: Cervia 2020, Solbach 2020)
  • Ist eine Störung der Immun-Balance in der Zelle ausgeschlossen?
    In der menschlichen Zelle herrscht ein sensibles Gleichgewicht zwischen Zellkern (u.a.) und Mitochondrien (ehemalige Atmungsorganellen ehemals bakteriellen Ursprungs). Wird dieses Zusammenspiel gestört, degenerieren die Mitochondrien, und die Zelle altert oder stirbt. Wie werden solche Zusammenhänge untersucht? (s.u. Ökosystem Zelle)
  • Ist ausgeschlossen, dass DNA oder RNA in das Genom eingebaut werden? Wäre das der Fall könnten in komplexen Zusammenhängen mit anderen Einflussfaktoren die Risiken für Jahrzehnte später auftretende Krebserkrankungen steigen. (Wodarg 2020)
  • Welche Zusatzstoffe werden zur Gen-einschleusung und zur Immun-Stimulation eingesetzt? (Santoro 2018) Wie wurden die Auswirkungen dieser aktiven, chemischen Substanzen getestet? Werden die Impfstoffe gegen „echte“ Placebo (also Nichts) getestet werden, oder gegen einen anderen Impfstoff oder gegen „unechte Pseudo-Placebo“, die Zusatzstoffe enthalten? Oder gelten Zusatzstoffe als Betriebsgeheimnis?
  • Muss damit gerechte werden, dass sich jährlich neue SARS-Virusvarianten verbreiten? (ähnlich wie bei Influenza)
    Dafür könnten Hinweise sprechen, dass sich bereits heute unterschiedliche SARS-CoV-2 Varianten verbreiten (Zehender 2020 ; Chirumbolo 2020 ; Castillo 2020 ; BBC 05.05.2020 ; FAZ 19.06.2020)
  • Ist ein Immun-Enhancement ausgeschlossen?
    „Antibody Dependent Anhancement“ bedeutet, dass Geimpfte einen schwereren Krankheitsverlauf erleben könnten als Nichtgeimpfte. Aus diesem Grund musste 2017/2018 die Vermarktung eines neuen Dengue-Impfstoffes auf den Philippinen eingestellt werden (Scientific American 01.04.2019). Ausgeschlossen werden kann dieses Phänomen nur durch Studien, die Infektionsverläufe bei Geimpften und Nicht-Geimpften beobachten. (The Scientist 26.05.2020)
  • Wie werden die Transport-Nanopartikel der mRNA aus der Zelle entsorgt? „Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass detaillierte mechanistische Kenntnisse, z.B. darüber, wie LNPs (fettartige Nanopartikel) bei der Endozytose und dem endosomalen Austritt helfen, immer noch fehlen, was die rationale Verbesserung oder Gestaltung von LNPs sehr schwierig macht“ (Reichmuth, Ther Deliv 2016, 7(5):319-334)
  • Sollen und können die Impfstoffe die Menschen schützen, die bei höherem Lebensalters und mit Vorerkrankungen durch Covid-19 gefährdet sind? Bei dieser Zielgruppe wird, nach den Erfahrungen der Influenza-Impfung, der Impferfolg vermutlich geringer ausgeprägt sein. (Henry 2019)
  • Werden bei Studien im Ausland die nötigen ethischen Qualitätsstandards eingehalten? Daran bestehen begründete Zweifel, seid der öffentlichen Diskussion der Wissenschaftler Jean Paul Mira und Camille Locht am 02.04.2020 zur Covid-19-Impfung in Afrika. https://www.youtube.com/watch?v=GKajchR7Gg8https://www.youtube.com/watch?v=0oGQn5rnCf0
    Erfahrungen und Hinweise von MSF (BMJ November 2020): https://blogs.bmj.com/bmj/2020/11/12/pharma-companies-must-open-their-books-on-the-funding-agreements-for-covid-19-vaccine-candidates/https://www.bmj.com/content/371/bmj.m4430
  • Dürfen Menschen zur Impfung gezwungen werden? Der § 2.2 des Grundgesetzes garantiert die Unversehrtheit. Medizinische Eingriffe erfordern sorgfältige Aufklärung und ausdrückliche Zustimmung. Das schriftliche Einverständnis ist besonders bedeutsam bei medizinischen Interventionen, deren Wirksamkeit und Risiken noch unbekannt sind. Ein Impfzwang hinsichtlich Covid 19, wäre nicht nur unverhältnismäßig, sondern auch Grundgesetz- und Strafgesetz-widrig. Insbesondere auch deshalb, weil eine Alarmierung des Immunsystems durch Zusatzstoffe erfolgt, und eine Schadensfreiheit in einem individuellen Fall nicht ausgeschlossen, sondern nur als statistisch unwahrscheinlich vermutet werden kann. „.. Da durch einen schweren Impfschaden nicht nur unvorstellbares menschliches Leid auf die Betroffenen zukommt, sondern auch enorme finanzielle Lasten auf die Krankenkassen, die Versorgungsämter, die durch den Impfschaden unmittelbar Betroffenen und unter Umständen auch auf den Impfarzt, sollte nicht nur aus menschlichen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen darauf geachtet werden, dass Impfungen erst nach sorgfältiger Aufklärung und Beachtung von Kontraindikationen durchgeführt werden. Bütikofer J: Dt Ärztebl 1997; 94: A-1794-1796
Letzte Aktualisierung: 14.01.2021