14. Dezember 2021

Covid-19: Gesund bleiben!

Die Mehrzahl der Menschen, die mit SARS-CoV-2 in Kontakt kommen, bemerken wenig oder nichts von ihrer Infektion. Etwa ein Fünftel der Infizierten leidet unter leichten, vorübergehenden Gesundheitsstörungen. Einige Menschen erkranken schwer. Und manche von ihnen versterben mit der Infektion.

Habt niemals Angst. Die Angst verhindert nicht den Tod. Sie verhindert das Leben. Solange ihr den Tod fürchtet, lebt ihr nicht. Naguib Mahfouz (1911-2006) Bildquelle: https://qqcitations.com/citation/182415

Die Sterblichkeit oder die Häufigkeit von Langzeitstörungen stehen im Zusammenhang mit einer Entgleisung der Immunantwort. Daran sind in der Regel viele Faktoren beteiligt. Man spricht dann von einer „Abwehr im Ausnahmezustand“ oder von einem „Zytokinsturm“. Aktionistische Bekämpfungsstrategien („Hochdosiertes Chloroquin“, „Remdesivir“, „schnelles Intubieren“,…) erwiesen sich bei der Behandlung von SARS-CoV-2 nicht als sinnvoll.

Im Gegensatz zu Influenza ist Covid-19 keine Erkrankung der Lungenbläschen. Sondern eine Beinträchtigung des Verhaltens aller Körperzellen. Das Virus stört bestimmte, mit der Immunreaktion verbundene, Zellfunktionen. Betroffen sind u.a. die Zellen der Auskleidung kleiner Blutgefäße und die Atmungsorganellen der Zelle.

Häufige Missverständnisse

  • „Nachweis von Virusbestandteilen“, „Infektion“ und „Erkrankung“ sind unterschiedliche Begriffe. Eine Infektion bezeichnet eine Wechselwirkung, die zu einer (ggf. starken) Störung führen kann oder (nahezu unbemerkt) in eine Koexistenz mündet. Ein Test kann zeigen, ob ein Kontakt stattgefunden hat. Eine Infektions-Erkrankung bezeichnet eine Störung eines inneren Gleichgewichtes, die von einem Erreger bewirkt wird, oder die von ihm ausgelöst wurde (Überreaktion der Immunantwort)
  • Testergebnisse, Infektion, Erkrankung, Sterblichkeit sind unterschiedliche Begriffe. Testergebnisse müssen in einen Zusammenhang eingeordnet werden: von statistischer Wahrscheinlichkeit, Laborgegebenheiten und klinischem Bild.
  • Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist bekannt, dass Menschen nicht nur von Bakterien und Viren umgeben sind, sondern ebenso aus ihnen bestehen. Ob Menschen eine Infektion folgenlos überstehen oder sterben, hängt nicht nur von dem Erreger ab. Mit einem gesunden Mikrobiom ist es im Zusammenspiel mit einem effektiven Immunsystem, durchaus möglich, trotz einer Infektionen gesund zu bleiben.
  • Gesundheit ist ein Ausdruck für ein ungestörtes Ökosystem, das mit Belastungen flexibel umgehen kann. Erkrankung ist Ausdruck eines fragiles, gestörten Ökosystems, das bestehende Belastungen nicht bewältigt. Heilung ist ein Prozess der Wiederherstellung eines friedlichen Ökosystems. Das Gleichgewicht in Ökosystemen lebender Organismen hängt von vielem ab: Von inneren Einflüssen (Immunsystem, Mikrobiom im Darm und auf anderen Körperoberflächen, PsychoNeuroEndokrinologie, Mitochondrien-Gesundheit, Genetik, Alter, vorbestehenden Erkrankungen, Fähigkeit zur Stressbewältigung uva.) und von äußeren Faktoren (Zufuhr chemischer Substanzen, Umweltgifte, Erreger, Stressoren, …)

„Um die Krise zu verstehen, brauchte man Epidemiologie, Krisen-Management, mathematische Soziologie, Verhaltenspsychologie, Psychiatrie, System-Wissenschaft, Wissenschaft statistischer Datenverarbeitung, Interventionsbegleitende Wissenschaft, Gesundheitspolitik, Gesundheitsökonomie, Verhaltensökonomie, Entscheidungs-analysen, Gesundheitssystemforschung, Immunologie, Infektiologie … und nicht nur Virologie.“ John Ioannidis 6/2021

Einordnungen der Pandemie/Epidemie/Endemie seit 2020

Möglichkeiten

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Sars-Mitochondrien.jpg
Graphik: Singh: SARS-CoV-2 hijacking of host mitochondria.
Am J Physiol Cell Physiol 2020; 319(2):C258-C267. SARS-CoV-2 stört insbesondere die funktionelle Einheit von Endoplamatischem Retikulum und Mitochondrien, die für die Einweißherstellung der Zelle verantwortlich ist. (Scudellari 2021). Wenn dabei die mitochondriale Membran löchrig wird, oder wenn Mitochondrien zerfallen, gelangen Teile der mitochondrialen DNA in die Zellflüssigkeit. Die Folge sind dann starke Immunreaktionen, Alarmsignale der Zelle und schließlich eine allgemeine Aktivierung der Immunreaktion des ganzen Körpers, die zu langfristigen Schäden führen kann.

Abwägungen zu Corona-Impfungen

Aktuelle Informationen

Eigene Texte

SARS-CoV-2: Eine Erkrankung der Zell-Atmung aller Organe

Bilder aus Valdés-AguayoJJ et al: Mitochondria and Mitochondrial DNA: Key Elements in the Pathogenesis and Exacerbation of the Inflammatory State Caused by COVID-19, Medicina 2021, 57(9), 928 , Pdf-Download: www.mdpi.com/1648-9144/57/9/928

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist bekannt, dass Menschen nicht nur von Bakterien und Viren umgeben sind, sondern ebenso aus ihnen bestehen.

Ob Menschen eine Infektion folgenlos überstehen oder sterben, hängt nicht nur von dem Erreger ab. Mit einem gesunden Mikrobiom ist es im Zusammenspiel mit einem effektiven Immunsystem, durchaus möglich, trotz einer Infektionen gesund zu bleiben.

Der Soziologe Aaron Antonovsky (1923–1994) beschrieb Merkmale bei Menschen, die trotz starker Belastungen gesund blieben. Herausforderungen erschienen diesen Personen in ihrer persönlichen Bedeutung „verstehbar“ zu sein, d.h. zu einem Modell der Realität, das einen Handlungsrahmen zu eröffnen schien.

Ferner erschienen Herausforderungen „hand-hab-bar“ zu sein. (Zu kleine Belastungen hätten nicht zu Lerneffekten geführt. Zu große oder überwältigende Belastungen hätten Stress oder gar Panik ausgelöst.)

Besonders wichtig war:

Die Betroffenen waren überzeugt, dass die Dynamik der Situation in einem größeren Zusammenhang einen (persönlichen nachvollziehbaren) „Sinn“ zu ergeben. D.h. sie hatten das Gefühl, dass die gerade ablaufende Situation sie brauche.

Es ist gut belegt, dass das Immunsystem am effektivsten arbeitet, wenn es beruhigt wird: Durch das eigene Nervensystem und durch die Beziehung zu anderen. Wird das Immunsystem durch Angst, oder noch schlimmer durch Stress, gestört, reagiert es fahrig, ineffektiv oder übersteigert.

Mehr:

Bild aus: Kraus et al, DÄB 10-06-2021, 118(49)A 2330-36. Zitat: „.. Das Ausmaß dieser Aktivierung (der mitochondrialen  Inflammationsreaktion) korreliert dabei mit der Schwere der Erkrankung,
was nahelegt, dass es die Immunreaktion ist und nicht die Virusinfektion als solche, die Covid-19 ausmacht. ..“ Impfstoffe, die nicht an Mitochondrien ansetzen, aber dafür das Immunsystem mit Zusatzstoffen (Adjuvantien) stimulieren, müssen in diesem Zusammenhang nicht unbedingt nebenwirkungsärmer sein.

Die Immunfunktion wird durch mehr Information nicht verbessert.

Eine Flut von Daten, die nicht sofort in sinnvolle persönliche Zusammenhänge eingeordnet werden kann, erzeugt noch mehr Stress. Und damit wird eine wirksame Immunfunktion ausgebremst.

Wichtig ist es, bei jeder Art von Erkrankung, zuerst für Ruhe, Beruhigung, Vertrauen, Sicherheit und soziale Unterstützung zu sorgen.

Das gilt analog auch für den gesellschaftlichen Umgang mit Epidemien: Menschen, die „ruhig & besonnen“ mit einer Belastung umgehen können, haben bessere Chancen eine Notsituation zu bewältigen, als andere, die gestresst, hektisch und panisch reagieren.

Triggert Covid-19 eine Mitochondrien-Erkrankung?

SARS-CoV-2 stört insbesondere die funktionelle Einheit von Endoplasmatischem Retikulum und Mitochondrien, die für die Einweißherstellung der Zelle verantwortlich ist. (Scudellari 2021). Wenn dabei die mitochondriale Membran löchrig wird, oder wenn Mitochondrien zerfallen, gelangen Teile der mitochondrialen DNA in die Zellflüssigkeit. Die Folge sind dann starke Immunreaktionen, generalisierte Alarmsignale der Zelle, und schließlich eine allgemeine Aktivierung der Immunreaktion des ganzen Körpers, die zu langfristigen Schäden führen kann. (Valdés-Aguayo 2021)

Dieser Effekt scheint umso umso stärker ausgepägt zu sein, je älter die Mitochondrien, und je stärker sie vorgeschädigt oder beeinträchtigt, sind. Auch Adipositas ist von Bedeutung, weil damit eine erhöhte Entzündungsbereitschaft einhergeht, und bei höherer zellulärer Masse mehr mitochondriale Zytokine freigesetzt werden. (Martínez-Colón 2021)

Beispiel:

Eine alte, wenig bewegliche, mit vielen Medikamenten über-therapierte Dame würde mit dem Co-Virus infiziert. Sie befände noch in einer frühen Inkubationsperiode und daher fiehle ein CoV-Schnell-Test negativ aus. Zugleich würde sie im Rahmen einer Impfaktion in ihrem Pflegeheim mit einem Mittel geimpft, dass die Immunreaktion anschiebt. Das über ihre Chancen, CoV zu überleben, verschlechtern. Die Dame, oder ihre Angehörigen, müssten also auf ihrem Recht bestehen, eine sachkundige Aufklärung zu erhalten, und danach natürlich völlig frei entscheiden können, welches Risiko sie eingehen wollen.

Immer sinnvoll:

Achtsam und entspannt den Atem fliessen lassen

Bild: Die heilsame, gesundheitsfördernde Wirkung achtsame Bewegungen hat sich seit 2.000 Jahren Zeit in vielen Kulturen bewährt: Bilder: oben Mawangdui-Grab in China, um 200 vuZ. Unten Rudolf Bilz um 1910. Mitte: modern (Taiji-Forum)

Wer ohne akute und schwer verlaufende Atemwegsinfektionen durch ein Grippesaison kommen möchte, sollte

  • Sich beruhigen – Sinn: Angst und Stress lösen und Fröhlichkeit, Spaß, Lebenslust und Neugier wiederentdecken
  • Frei und entspannt atmen: achtsam und in guter Luft. – Sinn: u.a. Atemvolumen verbessern …
  • Sich dem Sonnenlicht aussetzen. Sinn: Vitamin-D-Herstellung steigern … ggf. im Winter Vitamin D ergänzen …
  • Sich viel und entspannt bewegen. Sinn: Immun-Rhythmus stabilisieren …
  • Ausgiebig schlafen. – Sinn: Immunsystem ungestört arbeiten lassen …
  • Sich gesund ernähren. – Sinn: Den Bioreaktor ‚Mikrobiom‘ optimal befeuern.
  • Stress-arm leben – Sinn: Frieden machen, mit dem was ist, und das Immunsystem nicht stören.
  • Auf Hygiene achten. – Sinn: Die Belastungen des Immunsystems mindern …
  • Nicht rauchen – Das Immunsystem nicht verwirren und die Lungenfunktion nicht schädigen.
Letzte Aktualisierung: 18.12.2021