21. März 2022

Covid-19: Gesund bleiben!

„Um die (Covid-19-Pandemie) zu verstehen, brauchte man Epidemiologie, Krisen-Management, mathematische Soziologie, Verhaltenspsychologie, Psychiatrie, System-Wissenschaft, Wissenschaft statistischer Datenverarbeitung, Interventionsbegleitende Wissenschaft, Gesundheitspolitik, Gesundheitsökonomie, Verhaltensökonomie, Entscheidungs-analysen, Gesundheitssystemforschung, Immunologie, Infektiologie … und nicht nur Virologie.“ John Ioannidis 6/2021

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Graphik: Singh: SARS-CoV-2 hijacking of host mitochondria.
Am J Physiol Cell Physiol 2020; 319(2):C258-C267. SARS-CoV-2 stört insbesondere die funktionelle Einheit von Endoplasmatischem Retikulum und Mitochondrien, die für die Einweißherstellung der Zelle verantwortlich ist. (Scudellari 2021). Wenn dabei die mitochondriale Membran löchrig wird, oder wenn Mitochondrien zerfallen, gelangen Teile der mitochondrialen DNA in die Zellflüssigkeit. Die Folge sind dann starke Immunreaktionen, Alarmsignale der Zelle und schließlich eine allgemeine Aktivierung der Immunreaktion des ganzen Körpers, die zu langfristigen Schäden führen kann.

Zur Infektion

Die Mehrzahl der Menschen, die mit SARS-CoV-2 in Kontakt kommen, bemerken wenig oder nichts von ihrer Infektion. Etwa ein Fünftel der Infizierten leidet unter leichten, vorübergehenden Gesundheitsstörungen. Meist sind dann ältere oder vorerkrankte Menschen betroffen. Einige Menschen erkranken schwer. Manche von ihnen versterben mit der Infektion.

Die Sterblichkeit oder die Häufigkeit von Langzeitstörungen stehen im Zusammenhang mit einer Entgleisung der Immunantwort. Daran sind in der Regel viele Faktoren beteiligt. Man spricht dann von einer „Abwehr im Ausnahmezustand“ oder von einem „Zytokinsturm“. Aktionistische Bekämpfungsstrategien („Hochdosiertes Chloroquin“, „Remdesivir“, „schnelles Intubieren“,…) haben sich bei der Behandlung von SARS-CoV-2 nicht als sinnvoll erwiesen.

Im Gegensatz zu Influenza führt eine Infektion mit CoV-19 nicht zu einer Erkrankung der Lungenbläschen. Vielmehr wird das Verhaltens aller Körperzellen beeinträchtigt. Das Virus stört bestimmte, mit der Immunreaktion verbundene, Zellfunktionen. Betroffen sind u.a. die Zellen der Auskleidung kleiner Blutgefäße und die Atmungsorganellen der Zelle.

Störung der Zell-Atmung

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist bekannt, dass Menschen nicht nur von Bakterien und Viren umgeben sind, sondern ebenso aus ihnen bestehen.

Ob Menschen eine Infektion folgenlos überstehen oder sterben, hängt nicht nur von dem Erreger ab. Mit einem gesunden Mikrobiom ist es im Zusammenspiel mit einem effektiven Immunsystem, durchaus möglich, trotz einer Infektionen gesund zu bleiben.

Bilder aus Valdés-AguayoJJ et al: Mitochondria and Mitochondrial DNA: Key Elements in the Pathogenesis and Exacerbation of the Inflammatory State Caused by COVID-19, Medicina 2021, 57(9), 928 , Pdf-Download: www.mdpi.com/1648-9144/57/9/928

Der Soziologe Aaron Antonovsky (1923–1994) beschrieb Merkmale bei Menschen, die trotz starker Belastungen gesund blieben. Herausforderungen erschienen diesen Personen in ihrer persönlichen Bedeutung „verstehbar“ zu sein, d.h. zu einem Modell der Realität, das einen Handlungsrahmen zu eröffnen schien.

Ferner erschienen Herausforderungen „hand-hab-bar“ zu sein: Zu kleine Belastungen hätten dann nicht zu Lerneffekten geführt. Zu große oder überwältigende Belastungen hätten Stress oder gar Panik ausgelöst.

Die Betroffenen waren überzeugt, dass die Dynamik der Situation in einem größeren Zusammenhang einen (persönlichen nachvollziehbaren) „Sinn“ zu ergeben. D.h. sie hatten das Gefühl, dass die gerade ablaufende Situation sie brauche.

Es ist gut belegt, dass das Immunsystem am effektivsten arbeitet, wenn es beruhigt wird: Durch das eigene Nervensystem und durch eine Beziehung zu anderen. Wird das Immunsystem durch Angst, oder noch schlimmer durch Stress, gestört, reagiert es fahrig, ineffektiv oder übersteigert.

Bild aus: Kraus et al, DÄB 10-06-2021, 118(49)A 2330-36. Zitat: „.. Das Ausmaß dieser Aktivierung (der mitochondrialen  Inflammationsreaktion) korreliert dabei mit der Schwere der Erkrankung,
was nahelegt, dass es die Immunreaktion ist und nicht die Virusinfektion als solche, die Covid-19 ausmacht. ..“ Impfstoffe, die nicht an Mitochondrien ansetzen, aber dafür das Immunsystem mit Zusatzstoffen (Adjuvantien) stimulieren, müssen in diesem Zusammenhang nicht unbedingt nebenwirkungsärmer sein.

Die Immunfunktion wird nicht durch immer mehr In-Formation verbessert.

Eine Flut von Daten, die nicht sofort in sinnvolle persönliche Zusammenhänge eingeordnet werden kann, erzeugt noch mehr Stress. Und damit wird eine wirksame Immunfunktion ausgebremst.

Wichtig ist es, bei jeder Art von Erkrankung, zuerst für Ruhe, Beruhigung, Vertrauen, Sicherheit und soziale Unterstützung zu sorgen.

Das gilt analog auch für den gesellschaftlichen Umgang mit Epidemien: Menschen, die „ruhig & besonnen“ mit einer Belastung umgehen können, haben bessere Chancen eine Notsituation zu bewältigen, als andere, die gestresst, hektisch und panisch reagieren.

Triggert Covid-19 eine Mitochondrien-Erkrankung?

SARS-CoV-2 stört insbesondere die funktionelle Einheit von Endoplasmatischem Retikulum und Mitochondrien, die für die Einweißherstellung der Zelle verantwortlich ist. (Scudellari 2021). Wenn dabei die mitochondriale Membran löchrig wird, oder wenn Mitochondrien zerfallen, gelangen Teile der mitochondrialen DNA in die Zellflüssigkeit. Die Folge sind dann starke Immunreaktionen, generalisierte Alarmsignale der Zelle, und schließlich eine allgemeine Aktivierung der Immunreaktion des ganzen Körpers, die zu langfristigen Schäden führen kann. (Valdés-Aguayo 2021)

Dieser Effekt scheint umso umso stärker ausgeprägt zu sein, je älter die Mitochondrien, und je stärker sie vorgeschädigt oder beeinträchtigt, sind. Z.B. durch eine Übertherapie mit vielen Medikamenten oder Schadstoffbelastungen. Auch Adipositas ist von Bedeutung, weil damit eine erhöhte Entzündungsbereitschaft einhergeht, und bei der höheren zellulären Masse mehr mitochondriale Zytokine freigesetzt werden. (Martínez-Colón 2021)

Mehr:

Sterblichkeit

Euromomo (europäische Mortalitätsstatistik (2917 – 17 KW 2022) , abgerufen am 11.05.2022). Deutliche Untersterblichkeit 2020/2021 bei Kleinkindern in Deutschland (Quarantäne-bedingt weniger Atemwegsinfektionen?) und anschließende Übersterblichkeit 2021/2022 (durch influenza-ähnliche Erreger? u.a. RSV?)
Euromomo (europäische Mortalitätsstatistik, abgerufen am 11.05.2022): Z-Scores (2016 – 18KW 2022) ein Maß für Übersterblichkeit. Keine erkennbare Relation zu strikten Quarantänemaßnahmen im Vergleich zu Schweden. Die Schätzungen der WHO zu Übersterblichkeit infolge Covid-19 Infektionen bestätigen diese Relation (Übersterblichkeit ~116 / 100.000 Einw. in Deutschland gegenüber 56 / 100.000 Einw. in Schweden; wobei nur die Übersterblichektit aufgrund der Infektion, nicht aber die Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit aufgrund der Bekämpfungs-Maßnahmen gezählt wurden).

Häufige Missverständnisse

  • „Nachweis von Virusbestandteilen“, „Infektion“ und „Erkrankung“ sind unterschiedliche Begriffe. Eine Infektion bezeichnet eine Wechselwirkung, die zu einer (ggf. starken) Störung führen kann oder (nahezu unbemerkt) in eine Koexistenz mündet. Ein Test kann zeigen, ob ein Kontakt stattgefunden hat. Eine Infektions-Erkrankung bezeichnet eine Störung eines inneren Gleichgewichtes, die von einem Erreger bewirkt wird, oder die von ihm ausgelöst wurde (Überreaktion der Immunantwort)
  • Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist bekannt, dass Menschen nicht nur von Bakterien und Viren umgeben sind, sondern ebenso aus ihnen bestehen. Ob Menschen eine Infektion folgenlos überstehen oder sterben, hängt nicht nur von dem Erreger ab. Mit einem gesunden Mikrobiom ist es im Zusammenspiel mit einem effektiven Immunsystem, durchaus möglich, trotz einer Infektionen gesund zu bleiben.
  • Gesundheit ist ein Zeichen für ein ungestörtes Ökosystem, das mit Belastungen flexibel umgehen kann. Erkrankung ist Ausdruck eines fragiles, gestörten Ökosystems, das bestehende Belastungen nicht bewältigt. Heilung ist ein Prozess der Wiederherstellung eines friedlichen Ökosystems. Das Gleichgewicht in Ökosystemen lebender Organismen hängt von vielem ab: Von inneren Einflüssen (Immunsystem, Mikrobiom im Darm und auf anderen Körperoberflächen, PsychoNeuroEndokrinologie, Mitochondrien-Gesundheit, Genetik, Alter, vorbestehenden Erkrankungen, Fähigkeit zur Stressbewältigung uva.) und von äußeren Faktoren (Zufuhr chemischer Substanzen, Umweltgifte, Erreger, Stressoren, …)

Achtsam und entspannt

Wer ohne akute und schwer verlaufende Atemwegsinfektionen durch ein Epidemie kommen möchte, sollte

  • Achtsam und entspannt leben. Sich beruhigen. Angst und Stress lösen. Und Fröhlichkeit, Spaß, Lebenslust und Neugier wiederentdecken.
  • Frei und entspannt atmen: achtsam und in guter Luft. – Sinn: u.a. Atemvolumen verbessern …
  • Sich dem Sonnenlicht aussetzen. Sinn: Vitamin-D-Herstellung steigern … ggf. im Winter Vitamin D ergänzen …
  • Sich viel und entspannt bewegen. Sinn: Immun-Rhythmus stabilisieren …
  • Ausgiebig schlafen. – Sinn: Immunsystem ungestört arbeiten lassen …
  • Sich gesund ernähren. – Sinn: Den Bioreaktor ‚Mikrobiom‘ optimal befeuern.
  • Stress-arm leben – Sinn: Frieden machen, mit dem was ist, und das Immunsystem nicht stören.
  • Auf Hygiene achten. – Sinn: Die Belastungen des Immunsystems mindern …
  • Nicht rauchen – Das Immunsystem nicht verwirren und die Lungenfunktion nicht schädigen.

Ende der Covid-19-Pandemie?

„… Das Ende der Pandemie aufgrund eines neuen Virus und der Übergang zur Endemie kann auf der Grundlage eines hohen Anteils der Weltbevölkerung definiert werden, der durch natürliche Infektion oder Impfung eine gewisse Immunität besitzt. Weitere Überlegungen betreffen eine geringere Zahl von Todesopfern, einen geringeren Druck auf die Gesundheitssysteme, ein geringeres tatsächliches und wahrgenommenes persönliches Risiko, die Aufhebung restriktiver Maßnahmen und eine geringere öffentliche Aufmerksamkeit. Ein Schwellenwert von 70 % der Weltbevölkerung, die geimpft oder infiziert sind, wurde wahrscheinlich bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 erreicht. Die Endemie kann immer noch große Infektionsspitzen und saisonale Schwankungen aufweisen, aber in der Regel ist die klinische Belastung geringer, auch wenn einige Orte immer noch stärker betroffen sind als andere. Die Zahlen zu den Todesfällen und zur Belegung der Intensivstationen deuten ebenfalls darauf hin, dass Ende 2021/Anfang 2022 der Übergang zur Endemie erfolgt. Das persönliche Risiko für die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung war Ende 2021 bereits sehr gering, aber das wahrgenommene Risiko wird möglicherweise immer noch stark überschätzt. In vielen Ländern wurden bis Anfang 2022 weiterhin sehr strenge restriktive Maßnahmen ergriffen. Die enorme Aufmerksamkeit in den Nachrichtenmedien, den sozialen Medien und sogar in wissenschaftlichen Kreisen sollte eingedämmt werden. Die Gesundheitsbehörden müssen das Ende der Pandemie verkünden. Die mittel- und langfristigen Folgen der Epidemiewellen und der ergriffenen Maßnahmen für Gesundheit, Gesellschaft, Wirtschaft, Zivilisation und Demokratie können noch lange nach dem Ende der Pandemie ein Vermächtnis der Pandemie hinterlassen.“ (Übersetzung mit Nutzung von www.deepl.com) John Ioannides: The end of the covid-19 pandemic, EJCI, 28.03.2022

Die neue Epidemie mit Covid-19 in China scheint dieser Empfehlung zu widersprechen. (Nature Medicine 10.05.2022) Eine „Zero“-Strategie kann aber (für kein Land) hinsichtlich einer leicht übertragbaren, weltweit verbreiteten Infektion nachhaltig sein. Das entspricht auch der Ansicht der WHO (11.05.2022) Warum China dennoch an extrem rabiaten Kontrollmaßnahmen seiner Bevölkerung, an unsinnigen Oberflächendesinfektionen, Plastik-Schutz-Mega-Einsatz und der Sperrung der Städte für Ausländer festhält, könnte möglicherweise auch viele nicht-medizinische Gründe haben.

“ … In einem kürzlich in einer Zeitung aus Shenzhen veröffentlichten Artikel wurde die Debatte zwischen Null-Covid und der Koexistenz mit dem Virus als „im Grunde“ ein Wettbewerb zwischen politischen Systemen bezeichnet. Wenn es China gelingt, mit einem Null-Covid-Ansatz großflächige Ausbrüche zu vermeiden, während sich alle anderen Länder dafür entscheiden, mit dem Virus zu leben, werden die Argumente über die Widerstandsfähigkeit und den Einfallsreichtum des chinesischen Staates sehr viel überzeugender sein …“ (CNN 08.04.2022)

Reflektionen zur Covid-19-Pandemie

Informationsquellen, die regelmäßig überarbeitet werden

Eigene Texte

Letzte Aktualisierung: 18.05.2022