Ökosystem Zelle

Im Zelleninneren leben eigenständige Bakterien, die vor ein bis zwei Milliarden Jahren die unter Luftabschluss (damals noch kernlose) Zell-Vorläufer infizierten.

Diese Mitochondrien sind menschentypisch und werden ausschließlich von der Mutter vererbt. Sie sind die Energie-Kraftwerke der Zelle.

Geht es den Nutzieren der Zelle gut, sind Körper und Gehirn gesund.

Die Dynamik des Stoffwechsels dieser ehemaligen Mini-Bakterien und ihre Beziehung zu den anderen Organen der Zelle sind Grundlagen menschlicher Gesundheit. Das Gleichgewicht des Spiels zwischen intrazellulärer Toleranz der dieser „Fremdlinge“ und ihrer Entsorgung (bei Defekten) schützt vor Krankheit.

Körperliche Bewegung, Meditation, Schlaf, wenig Stress, Sonnenlicht und Ernährungsweise wirken (nachgewiesen) günstig auf die Gesundheit der Mitochondrien und ihre Lebensdauer; medikamentöse Eingriffe bisher nicht.

Das Mikrobiom ist mehr als eine Herde von Haustieren. Bakterien und Viren sind untrennbarer Teil dessen, was wir sind. Bild: ronin@posteo.de

Versuche „mechanistisch“ in diesen hochkomplexen Wechselwirkungen des Zellinneren herumfummeln, sind riskant: Das un-bekannte Nicht-Wissen ist in diesen, weitgehend unerforschten, komplexen Zusammenhängen un- begrenzt. Und doch wird es getan:

  • Seit 2016 werden »Drei-Eltern-Babies« geboren. Bei ihnen stammen Zellkern und Mitochondrien von unterschiedlichen Spenderinnen. Daher müssen diese Neugeborenen erst ein tolerantes »inter-organelles Kommunikationsnetzwerk« entwickeln.
  • Ähnlich mutig wäre es, mit genmaterial-bestückte Nanoplastikteilchen in die Zellen zu schießen, in der Hoffnung, damit ließen sich schützende Antikörper erzeugen. 

In diesem grundlegenden Bereich menschlichen Seins gilt ganz besonders:

Zuerst nicht schaden.

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Letzte Aktualisierung: 28.06.2020