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Recht auf Unversehrtheit

Jeder hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit

Grundrechte kann man nicht erwerben und nicht gewähren. Sie sind gegeben und unveräußerlich. Ulrike Guéro, 10.05.2021

Nach Artikel 2.2. des Grundgesetzes (und auch nach international) gilt „körperliche Unversehrtheit“ als ein übergeordnetes Menschenrecht. (Prestien 2021) Wird die Unversehrtheit von Kindern verletzt, handelt es sich um einen Straftatbestand:

  • § 223 und § 224 StGB (Körperverletzung)
  • § 1666 BGB (Kindeswohlgefährdung).

Abweichungen von den Bestimmungen des StGB und des BGB sind gerechtfertigt, wenn das Leben des Kindes gefährdet ist, oder wenn es in erheblichem Maße beeinträchtigt werden könnte:

  • entzündeter Blinddarm, der operiert werden muss
  • Unfallverletzung, die nur in Narkose versorgt werden kann
  • Verhinderung einer Maserninfektion

In diesen Situationen dürfen Ärzt:innen tätig werden, wenn sie die Erziehungsberechtigten über Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt haben, und diese ihren Maßnahmen ausdrücklich zustimmen.

Das Grundrecht „körperlicher Unversehrtheit“ ist allerdings in Deutschland in drei Bereichen gefährdet:

  • Genitale Eingriffe
  • Kinderimpfungen gegen Covid-19
  • Schwangeren-Impfungen gegen Covid-19

Genitale Unversehrtheit

Die eigentlich in Deutschland eindeutige Rechtslage wurde durch Ausnahme-Regelungen aufgeweicht: hinsichtlich operativer oder kosmetischer Veränderungen an den Körpern von Kindern ohne zwingende medizinische Indikation. (§ 1631d BGB)

Andere Regelungen, die solche Eingriffe sanktionieren sollen (§ 226a StGB) haben symbolischen Charakter. Denn für unterschiedliche Personengruppen einer Gesellschaft kann es keine verschiedenen Gesetze geben. Außerdem gilt das Recht auf Unversehrtheit des Kindes unabhängig von einem (juristisch nicht fassbaren) Schweregrad eines verletzenden oder gefährdenden Eingriffs. (Mehr)

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Kinder haben ein Recht auf Unversehrtheit! She decides: https://www.shedecides.com/

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Covid-19-Impfungen bei Kindern

„Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden. Ohne rechtzeitige Impfung, insbesondere auch für jüngere Kinder, führt ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die kindliche psychische Entwicklung. Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.“ (Beschlussprotokoll DÄT S. 31/32 )

Der Deutsche Ärztetag forderte, dass das Menschen-Recht auf Bildung einem vermuteten Nutzen für andere Bevölkerungsgruppen untergeordnet werden solle. Alleine dieses Vorhaben wäre ein massiver Bruch internationalen Rechts. Impfkampagnen bei Kindern gegen Coronaviren würden aber auch das Grundrecht der Unversehrtheit verletzen. (1)

Für gesunde Kinder bringt die Impfung gegen Coronaviren keine Vorteile, weil ein Impfschutz gegen Covid-19 (im Gegensatz zu dem bei einer Masernimpfung) nicht lange anhält. Infektionen mit Coronaviren stellen zudem für gesunde Kinder keine nennenswerten Erkrankungsrisiken dar.

Wenn bestimmte Kinder, in Einzelfällen, durch schwere Krankheiten besonders gefährdet sind, wären ggf. individuelle Impfungen gerechtfertigt, um das Kind (bei einer konkreten Gefährdungslage) zu schützen. Nicht aber Impfungen bei gesunden Kindern.

Ob eine generelle Impfung bei Kindern andere Menschen sicher schützen könnte, ist unwahrscheinlich. Denn Coronaviren infizieren auch Tiere. Daher sind die neuen Varianten weltweit mittlerweile fest etabliert, und sie werden anders als Röteln- oder Masernviren, nicht durch Impfkampagnen bei Kindern ausrottbar sein.

Gesunden Kindern nutzt eine Covid-19-Impfung nichts.

Aber sie kann schaden:

Die Entwicklungen von Gehirn, Bewegungsapparat, Genitalorganen und Immunsystem sind nicht abgeschlossen. Störungen der psychischen und körperlichen Reifung bei Kindern wirken sich lebenslang aus.

Die Risiken für die weitere Entwicklung der Kinder, die sich bei der Verabreichung von mRNA-Impfungen ergeben könnten sind unbekannt. Das gilt besonders hinsichtlich der Genetik außerhalb des Zellkerns: für die Gesundheit der Mitochondrien (2)

Ein zweites Risiko für Kinder ergibt sich aus der Verabreichung von HPV-Impfstoffen. Auch diese sind reich an Nebenwirkungen (3, 4). Ob sich die Immunreaktionen beider Impfungen (die ggf. zeitgleich verabreicht werden) verstärken oder anders ausprägen könnten, ist unbekannt.

Zu Covid-19 und Covid-19-Impfung bei Kindern

Covid-19-Impfung bei Schwangeren

Fetale Programmierung: Prägung der Neuro-Entwicklung des Ungeborenen durch die Umwelt. .. Exposition gegenüber übermäßigem Stress im intrauterinen Leben (hat) das Potenzial, sich negativ auf kurz- und langfristige neurologische Entwicklungsergebnisse auszuwirken, u.a. auf eine Anfälligkeit für psychische Störungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter. (Buss 2012, s.u.)

Seit Februar 2021 empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Schwangere gegen Covid-19 zu impfen. (5) Die Impfungen bei Schwangeren haben seither begonnen.

„Fenster der Möglichkeiten“

Ungeborene besitzen keine individuellen Rechte. So wie auch einzelnen Organen einer schwangeren Frau keine Sonderrechte zukommen. Ungeborene sind ein ungetrennter Bestandteil einer lebenden Mutter-Kind-Einheit. Dieses menschliche Leben, dass die Frau und das Kind gleichermaßen enthält, besitzt aber zweifelos das Grundreicht auf Unversehrtheit. Sogar in besonderem Maß, da diese Lebensphase besonders gefährdet ist, und auch im Interesse der Gesellschaft geschützt werden muss.

Unter biologischen Gesichtspunkten müsste gerade die Entwicklung von Ungeborenen besonders geschützt werden. Den Ungeborene machen gegen Ende der Schwangerschaft eine besonders sensible Phasen der neuronalen-, genitalen- und immunologischen Entwicklung durch. Schädigungen in diesem Zeitraum beeinflussen uva. auch die genetische Ausprägung von Erbanlagen (Epigenetik , Selfish Brain uva.).

Belastungen und Eingriffe in diesem kurzen „Fenster der Möglichkeiten“ haben lebenslange Konsequenzen (6, 7). Das gilt besonders für Stresseinflüsse, im Sinne von Notfall-Reaktionen, die durch unterschiedliche Arten von Überlastungen oder Störungen ausgelöst werden können (8). Elementare Ausdrucksformen von Stressreaktionen sind Regulationsstörungen der Energieversorgung und des Zusammenwirkens von Zell-Bestandteilen. (2) Die Signalgebung auf zellulärer Ebene ist deshalb von so großer Bedeutung, weil Zellstrukturen (insbesondere die des Gehirns) in ihrem Zusammenspiel hochkomplexe Schwingungen, Rhythmen, Modulation und Klangfarben erzeugen. (9)

Bild: Ton-Istallation auf buzsakilab.com: „Hippocampophonie – eine musikalische Instanziierung der zeitlichen Kompression der neuronalen Aktivität im Hippocampus während der Theta-Wellen und scharfen Wellen“ (8)

Forschungsziele: Die heutige kognitive Neurowissenschaft folgt weitgehend der Tradition des Empirismus, indem sie nach Korrespondenzen zwischen „Reizen“ in der Außenwelt und ihren Reaktionen oder „Repräsentationen“ im Gehirn sucht. Dieser Ansatz funktioniert in den primären sensorischen Bereichen gut (irgendwie), versagt aber typischerweise, wenn kognitive oder emotionale Mechanismen untersucht werden sollen. Die empirizistische Methode ist ein bisschen wie das Lernen von Wörtern in einer Fremdsprache, d.h. das Sammeln von Entsprechungen zwischen einer bekannten und einer neuen Sprache. Der anfängliche Fortschritt ist schnell. Man kann in einem fremden Land mit nur 100 Vokabeln auskommen. Wenn es aber darum geht, eine Sprache wirklich zu verstehen, muss man die Grammatik kennen, die syntaktischen Regeln, die es erlauben, aus einer endlichen Anzahl von lexikalischen Elementen nahezu unendliche Kombinationen zu erzeugen. Die Syntax ermöglicht die Segmentierung von Informationen in eine zeitliche Abfolge von diskreten Elementen mit geordneten und hierarchischen Beziehungen (z.B. Tempo, Interpunktion, etc.), was zu einer kongruenten Interpretation der Bedeutung führt. Wir bemühen uns, die Syntax und nicht nur den Wortschatz des Gehirns zu untersuchen. https://buzsakilab.com (Übersetzungsunterstützung: deepl.com)

Wie Impfstoffe mit DNA (hinsichtlich der Zellkern-Genetik) und mit mRNA (hinsichtlich der Genetik im Zellinneren) in die unreifen Schwingungs-Dynamiken der fetaler Zellorganellen eingreifen, ist unbekannt. Die Folgen, die daraus entstehen könnten, verbergen sich im Nebel des „unbekannten Nicht-Wissens„.

Für Situationen, in denen

  • der Nutzen von Interventionen in hochkomplexe Zusammenhänge fraglich,
  • und die möglichen Schäden und Wechselwirkungen unbekannt sind,

wurde vor über 2.000 Jahren der Grundsatz des medizinischen Handelns erdacht:

Von dieser Ethik abgeleitet, sollte es die Hauptaufgabe von Ärzt:innen sein, ihre Patient:innen vor Schäden zu bewahren. Stattdessen lassen sich immer mehr Gesundheits-Manager:innen, Politiker:innen und Geschäftsleute von der Umkehr des Vorsorgeprinzips leiten: „Handeln, wenn es nutzen könnte & Schäden bisher nur selten beobachtet wurde.“ Diese Verdrehung der Ethik hat bereits zu vielen Medizin-Katastrophen geführt, z.B. u.v.a.

Darf das Medizinsystem unwidersprochen gegen Grundrechte verstoßen?

Auch in einer Krise muss die Balance gesellschaftlicher Eingriffe immer gewahrt werden (Schrappe 2021) Die Frage, ob man von diesem Grundsatz abweichen darf, hat nicht nur juristische, sondern auch politische Aspekte:
Eltern können für die Interessen ihrer Kinder aktiv werden, sich wehren und sich verweigern.

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Zitate

„Die weiterhin bestehende extreme Seltenheit eines schweren oder gar tödlichen Verlaufes von SARS-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen ist nicht geeignet, als Argument für Schul- und Kita-Schließungen benutzt zu werden.“ Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH): Hospitalisierung und Sterblichkeit von COVID-19 bei Kindern in Deutschland, Stand 21.04.2021

Der Stellenwert einer Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen SARS-CoV-2 hingegen verlangt unbedingt einen sorgfältig geführten öffentlichen Diskurs. EbM-Netzwerk 19.05.2021

STIKO zu COVID-19-Impfstoff Janssen, STIKO zum Einsatz der COVID-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft, PressemitteilungSeit 1. April 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die COVID-19-Vaccine Janssen der Firma Janssen-Cilag, der seit dem 11. März in Europa zugelassen und seit Ende April in Deutschland verfügbar ist. … Bisher liegen keine Erkenntnisse aus kontrollierten Studien zum Einsatz der COVID-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft vor. Alleine auf Grundlage der kürzlich publizierten Beobachtungen aus den USA wird die STIKO keine generelle Impfempfehlung für Schwangere aussprechen. Der freien Entscheidung der Schwangeren für eine Impfung soll jedoch durch die aktualisierte STIKO-Empfehlung mehr Raum gewährt werden. … https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_10052021.html

Literatur

  1. Rabe St: Stellungnahme zum Beschluss des Ärztetages, 10.05.2021: https://www.individuelle-impfentscheidung.de/
  2. Ökosystem Zelle: Die Bedeutung der Toleranz der Mitochondrien für Gesundheit und Lebenslänge. Internistische Praxis 15.03.2021, IP 2021 63(3)373-380 (pdf 150 KB)
  3. Jørgensen L et al.: Benefits and harms of the humanpapillomavirus (HPV) vaccines: systematic review with meta-analyses of trial datafrom clinical study reports. Systematic Reviews (2020) 9:43
  4. Jørgensen L et al.: Benefits and harms of the humanpapillomavirus (HPV) vaccines: comparisonof trial data. Systematic Reviews (2020) 9:43
  5. DGGG Empfehlung 2/2021: https://www.dggg.de/presse-news/pressemitteilungen/mitteilung/covid-19-schutzimpfung- -von-schwangeren-und-frauen-mit-kinderwunsch-1285/
  6. Allegra A et.al: The close link between the fetal programming imprinting and neurodegeneration in adulthood: The key role of “hemogenic endothelium” programming. Mechanisms of Ageing and Development 2021, 195, April 2021: 111461, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0047637421000336
  7. Faa G et al.: Fetal programming of the human brain: is there a link with insurgence of neurodegenerative disorders in adulthood? 2014;21(33):3854-76. doi: 10.2174/0929867321666140601163658.
  8. Buss C: Fetal Programming of Brain Development: Intrauterine Stress and Susceptibility to Psychopathology. Science Signaling 2012, 5(245):pt7, DOI: 10.1126/scisignal.2003406
  9. Buzsáki G: Rhythms of the Brain, Oxford 2006 (https://neurophysics.ucsd.edu/courses/physics_171/Buzsaki%20G.%20Rhythms%20of%20the%20brain.pdf) – Aktuelle Publikationen, Installationen, Videos: https://buzsakilab.com/wp/#main

Letzte Aktualisierung: 13.06.2021