Afrika

Tagesaktuelle Informationen

Hinweis: Ländereinträge werden nicht regelmäßig überarbeitet!

Ägypten

Ökosystem

  • Spärlich oder karge Vegetation: 95%
  • Acker und Ernte: 3%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 1%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Verlust von Ackerland durch Urbanisation und Sandverwehungen
  • Wüstenbildung durch intensiven Wasserverbrauch zwecks Bewässerungsmaßnahmen und Bodenerosion
  • Starke Smogbelastung durch Industrie und Autoabgase, insbesondere in Kairo
  • Kontamination des Nils und seiner Nebenflüsse durch Schmutzstoffe, Chemikalien und Schwermetalle
  • Bedrohung der Korallenriffe, Strände und des marinen Lebensraums durch Ölverschmutzung (Pipelines, Petroleum) und durch touristische Aktivitäten
    • Zerstörung von Korallenriffen bedroht Artenvielfalt
  • Wasserverschmutzungen durch Pestizide, Abwässer und Industrie
  • Versalzung der Böden unterhalb de Aswan Staudamms
  • Jenseits der Ufer des Nils herrscht Frischwassermangel
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürren
  • Erdbeben
  • Erdrutschen
  • Überschwemmungen (saisonal)
  • Heiße Stürme (Khamsin) im Frühling
  • Sand- und Staubstürme

Algerien

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 89%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 9%
  • Acker und Ernte: 1%
  • Wälder: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Verringerung der Ernteerträge im Norden durch die zunehmende Wüstenbildung und Versteppung
  • Abholzung, Brandrodung und Raubbau noch vorhandener Holzvorkommen
  • Belastung der Böden und der Abflüsse ins Meer durch intensiven Gebrauch von Düngemittel
  • Bodenerosion aufgrund Überweidung
  • Städte
    • Smog
    • unsachgemäßes „Müllmanagement“
  • Wassermangel
    • das natürliche Wasservorkommen ist auf die Flüsse im Norden und auf wenige weit verstreute Oasen begrenzt
    • häufig Wasser-Verseuchung durch Unfälle mit Öl
    • Einleiten von Abwässern der Öl- und Erdgasindustrie in die Flüsse des Landes und das Mittelmeer
    • unzureichende Wasserklärtechniken
    • Begrenzte Mengen sicheren Trinkwassers
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Starke Erdbeben, insbesondere im Norden
  • Bergregionen unterliegen Erdbeben, Erdrutschen und Überschwemmungen in der Regenzeit
  • Samum, ein trockenheißer, staub- und sandbeladener Wüstensturm

Angola

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 49%
  • Wälder: 39%
  • Acker und Ernte: 10%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Die Ursachen zahlreicher Umweltprobleme in Angola liegen in den Nachwirkungen eines 30jährigen Bürgerkrieges und der Art der Ausbeutung von Naturressourcen (Ölindustrie, Schürfung von Mineralien).

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung des tropischen Regenwaldes mit einer Geschwindigkeit von bis zu 450 qkm/pro Jahr
    • geringe Ausdehnung der restlichen Naturwälder
    • Wüstenbildung und Versteppung durch internationale Nachfrage nach tropischen Bauholz
    • inländischer Holzverbrauch als Brennstoff
  • Gefährdung der biologische Artenvielfalt (Biodiversität) durch die Einschränkung des Lebensrauemes, Wilderei, den Zerstörungen des Bürgerkrieges und dem illegalen Handel mit Elfenbein und Rhinozeroshörnern
  • Zunehmende Trinkwasserknappheit in  ländlichen Gebieten
  • Wasserverschmutzung
    • Bodenerosion, Verschlammung von Flüssen und Dämmen
    • Folge der Ölindustire
  • Mangelhafte Abfallentsorgung
  • Ungenügende Menge sicheren Trinkwassers

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Überschwemmungen auf der Hochebene im Landesinneren aufgrund von lokalen starken Regenfällen

 Äquatorial-Guinea

Ökosystem

  • Wälder: 57%
  • Acker und Ernte: 21%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 13%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 9%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder und Bodenerosion
  • Rückgang von Naturschutzgebieten durch Wilderei und Ausbeutung von Naturressourcen
  • Trinkwasserknappheit und teilweise Wasserverschmutzung
  • Rückgang der Fischbestände durch Piratenfischerei

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Intensive Dürreperioden
  • Starke Stürme an der Küste
  • Sturzfluten

Äthiopien

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 71%
  • Acker und Ernte: 16%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 7%
  • Wälder: 5%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Erhebliche Umweltschäden durch Kriegsereignisse
  • In Arjo (östlich von Addis) verrotten neben Wohngebieten Pestizide (u.a. DDT), die vor vielen Jahren zur Heuschreckenbekämpfung geliefert, aber nicht genutzt wurden
  • Abholzung von Wäldern
  • Überweidung
  • Bodenerosion
  • Fortschreitende Wüstenbildung
  • Wasserknappheit in einigen Gebieten aufgrund unwirtschaftlichem Wasserverbrauch in der Landwirtschaft

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Saisonbedingte Waldbrände (landesweit)
  • Häufige Hungersnöte durch die zunehmende Wüstenbildung und zahlreiche Dürreperioden
  • Erdbeben
  • Das Great Rift Valley befindet sich in einer geologisch aktiven Zone (Ostafrikanischer Grabenbruch). Daher kann es zu vulkanischen Eruptionen kommen. Der Erta Ale in der Afar-Region gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt

Benin

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 93%
  • Acker und Ernte: 4%
  • Wälder: 2%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Benin gehört zu den afrikanischen Ländern, die als Abladeplatz für giftige und gefährliche Abfälle der industrialisierten Nationen benutzt wurden. Angeblich wurden 1984-1988 radioaktive und giftige Abfälle aus der damaligen Sowjetunion, Frankreich und der USA in einige Regionen, darunter Abomey und Agon deponiert.

Baden im Meer ist aufgrund starker Strömung und Brandung z. T. mit Lebensgefahr verbunden.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Ernste Umweltprobleme aufgrund der jährlichen Abholzung von 2.500.000 Morgen Land (1 Morgen = 2500 m²) und der Verringerung der Bodenfruchtbarkeit
  • Für viele Menschen, die in wirtschaftliche Not geraten sind, ist die illegale Nutzung des Pendjari-Nationalparks die einzige Alternative. Der Park wird abgeholzt, die dort lebenden Tiere werden gewildert (bei Elefanten auch wegen des Elfenbeins)
  • Wüstenbildung
  • Starke Verschmutzung in den Städtezentren
  • Wasserverschmutzung, mangelhafte Trinkwasserversorgung und Wasserknappheit
  • Zunehmende Versalzung des Lagunensystems

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden bedrohen die Landwirtschaft im Norden
  • Staubiger Wind „Harmattan“ kann den Norden von Dezember bis März befallen

Botswana

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 85%
  • Acker und Ernte: 14%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Burkina Faso leidet unter gravierenden Umweltproblemen. Abholzung und Wüstenbildung sind eine Hauptbedrohung der Natur in Burkina Faso, hervorgebracht durch eine Kombination von Dürre, schnellem Bevölkerungswachstum, Überweidung und die starke Verarmung der Bevölkerung. Das Resultat ist ein 70 km großer Bereich um die Hauptstadt, Ouagadougou, der völlig frei von Bäumen ist.
Zusätzlich wird Burkina Faso periodisch von Heuschreckenschwärmen heimgesucht.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Extreme Ausbeutung der Naturressourcen aufgrund steigender Nachfrage nach Ackerland und Holz
  • Unbeaufsichtigte Migrationen auf der Suche nach gutem Ackerland und Konkurrenz zwischen den modernen und traditionellen Grundstücksrechten verstärken dieses Problem
  • Bodenverarmung durch die hohe Empfindlichkeit des meisten Ackerlandes gegen Bodenversiegelung, sowie Wassererosion aufgrund der kaolinhaltigen Natur des Lehmbodens
  • Bedrohung der biologischen Artenvielfalt (Biodiversität)
  • Mangel an Brennstoff und anderen grundlegenden Ressourcen mit Auswirkung auf Lebensstandard der Bevölkerung
  • Hohe Luftverschmutzung in den Städten durch Staub und die hohe Anzahl von Abgasen
  • Erhöhte Werte von Benzol in der Luft sind der Hauptgrund für die vielen neu entstandenen Krebsfälle in der Bevölkerung Ouagasougous. Die Situation ist alarmierend
  • Seit Dezember 2006 wurde über mehrere Arsenvergiftungen durch Brunnenwasser berichtet. Zahlreiche Brunnen mussten geschlossen werden, da das Wasser erhöhte Arsenwerte enthält. Das gleiche Problem ist seit 1996 in Bangladesh bekannt, wo Bohrbrunnen installiert wurden, bei denen nach jahrzehentelanger Nutzung hohe Belastungen mit Arsen auffielen.

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürre
  • Wassermangel

Burundi

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 60%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 19%
  • Wälder: 12%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 9%

Der immer wieder aufflammende Bürgerkrieg in Burundi ist für starke Umweltschäden im ganzen Land verantwortlich. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Die Erträge reichen jedoch, wenn überhaupt, nur zur Deckung des Eigenbedarfs.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion durch Überweidung und Überbeanspruchung bei hoher Bevölkerungsdichte

Abholzung (Verwendung als Brennstoff in wenig bewaldetem Land)

  • Lebensraumverlust vieler Tierarten durch Rodung und menschliche Besiedlung
  • Besonders verschmutzt ist die Stadt Bujumbura
  • Einleiten industrieller Abwässer in den Tanganyika See
  • Verschmutzung der Trinkwasserressourcen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürren
  • Regelmäßige Erdrutsche
  • Saisonale Überschwemmungen

Côte d´ Ivoire / Elfenbeinküste

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 63%
  • Acker und Ernte: 20%
  • Wälder: 15%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Ausdehnung des Ackerlandes ist Hauptbedrohung für die Flora und Fauna des Landes
  • Exzessive Rodung der Regenwälder durch die Holzindustrie. Die Regenwälder werden exzessiv gerodet, die Rodungsfläche pro Zeiteinheit ist die größte der Welt
  • Der Comoé-Nationalpark liegt im Nordosten des Landes und ist mit über 10.000 qkm der größte Nationalpark Westafrikas. Die UNESCO hat den Naturpark Comoé im Juli 2003 wegen Unruhen und wegen der Gefährdung durch Wilderei und Überweidung auf die Liste des bedrohten Welterbes gesetzt
  • Abidjan: im September 2006 über 62.000 Erkrankte nach Ablagerung von 400 t Giftmüll (Schwefelsäure, Chlorverbindungen u. a.) aus Europa
  • Wasserverschmutzung durch industrielle und landwirtschaftliche Abflüsse

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Überschwemmung während der regnerischen Jahreszeit

 Dschibuti

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 67%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 32%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Teils verminte Gebiete (Distrikte Tadjoura und Obock).

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Zunehmende Wüstenbildung, nur beschränkt verfügbares und nutzbares Ackerland
  • Es gibt nur einen unzureichenden Vorrat an Trinkwasser
  • Belastung des Meeres mit Öl-Rückständen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürre
  • Erdbeben
  • Seltene, aber heftige Regenfälle können kurzfristig Überschwemmungen verursachen, besonders in der Stadt Dschibuti

 Eritrea

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 57%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 38%
  • Acker und Ernte: 4%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder
  • Wüstenbildung durch Bodenerosion und Überweidung
    • dadurch Zerstörung der natürlichen Artenvielfalt
  • Zerstörungen der Infrastruktur durch kriegerische Ereignisse

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Regelmäßige Dürreperioden führen zu Hungersnöten
  • Während der Regenzeit (Juni bis September) sind nicht asphaltierte Straßen manchmal nur schwer passierbar
  • Heuschreckenschwärme

Gabun

Ökosystem

  • Wälder: 69%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 19%
  • Acker und Ernte: 8%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 4%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion nimmt durch intensive landwirtschaftliche Nutzung und durch Abholzung der Wälder zu
  • Reduktion der Artenvielfalt durch Wilderei
  • Abbau von Mineralien und Ölressourcen als Einnahmenquelle. Dadurch bleibt der Wald noch „verschont“. Geringere Exportpreise für Mineralien hätten die Ausbeutung der Wälder zur Folge

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Während der Regenzeit (September bis Mai) können die Straßen vorübergehend unpassierbar sein

Gambia

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 53%
  • Acker und Ernte: 30%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 12%
  • Wälder: 5%

Die Bevölkerung lebt fluss-nah, Verunreinigungen haben direkte Auswirkungen.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Intensive landwirtschaftliche Nutzung und Abholzung der Wälder
    • Zunehmende Wüstenbildung
    • Rückgang des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen
  • Durch Wasser übertragbare Erkrankungen sind verbreitet

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Abnahme der Regenfälle um 30 % seit 1960
    • Zunehmende Versalzung der Böden
    • Dürreperioden

Ghana

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 64%
  • Acker und Ernte: 22%
  • Wälder: 7%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 5%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 2%

Stromerzeugung am Voltastausee und Stromexport ist abhängig vom Wasserstand. In den Trockenperioden ist kaum Stromexport möglich.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder (v. a. für Kakaoplantagen bzw. bei niedrigen Kakaopreisen für die Holzindustrie sowie für Bergbau)
  • Die Überweidung kann zu Bodenerosion führen
  • Wilderei und die Zerstörung des Lebensraumes der Tiere und Pflanzen führt zu einem Rückgang der Artenvielfalt
  • In den Kakaoanbaugebieten werden in hohem Maße Insektizide angewandt
  • In den nördlichen und höher gelegenen Gebieten werden hohe Mengen an Düngemitteln verabreicht
  • Luft- und Wasserverschmutzung erfolgt durch Bergbau (Goldminen)
    • Gefährdung des Trinkwasserreservoirs der Bevölkerung
    • Gefährdung der Tier- und Pflanzenwelt
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Trockener, staubiger Wind aus der Sahara (Harmattan) von Januar bis März
  • Dürren im Norden

Guinea

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 83%
  • Acker und Ernte: 10%
  • Wälder: 6%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Die schnell wachsende Bevölkerung ist Ursache für die Abholzung der Wälder mit anschließender Verödung des Bodens
  • Infolge von Bodenverschmutzung und Erosion kommt es zur zunehmenden Wüstenbildung
  • Schlechte Abfallwirtschaft und unkontrolliertes Städtewachstum
  • Unzureichende Trinkwasserversorgung
  • Überfischung der Gewässer
  • Verschmutzung des Meeres
  • Bergbauverfahren haben Umweltschäden verursacht
  • Besonders verschmutztes Gebiet: Conakry
    • PCB-Altlasten aus Frankreich, England, Deutschland und den USA haben große Gebiete im Zentrum von Conakry verseucht
    • Das Wasser vor Ort ist mit dem PCB Abfall belastet. Das schwarze PCB-Öl läuft durch einen oberflächlichen Kanal ins Meer

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Trockenzeit (Dezember bis Mai)
  • Heißer, staubiger Wind aus der Sahara (Harmattan) während der Trockenzeit
  • Regenzeit (Juni bis November)

Guinea-Bissau

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 73%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 11%
  • Acker und Ernte: 9%
  • Wälder: 7%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Die schnell wachsende Bevölkerung ist Ursache für die Abholzung der Wälder mit anschließender Verödung des Bodens
  • Überweidung
  • Infolge von Bodenverschmutzung und Erosion kommt es zur Wüstenbildung
  • Unzureichende Trinkwasserversorgung
  • Überfischung der Gewässer
  • Buschbrände

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Trockenzeit (Dezember bis Mai)
  • Heißer, staubiger Wind aus der Sahara (Harmattan) während der Trockenzeit
  • Regenzeit (Juni bis November)

Kamerun

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 44%
  • Wälder: 33%
  • Acker und Ernte: 21%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Aufgrund der Überbevölkerung sind Überweidung und Überfischung eingetreten
  • Abholzung der Wälder zieht Wüstenbildung nach sich
  • Wilderei schränkt die Artenvielfalt stark ein
  • Austreten von giftigen Gasen aus dem See Nyos
  • Durch Wasser übertragbare Krankheiten sind weit verbreitet

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Im Norden Dürreperioden
  • Heftige Regenfälle von Juni bis September
  • Mount Cameroon (aktiver Vulkan)

Kapverdische Indeln

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Rückgang der Vegetation auf den Inseln
  • Überweidung und Monokulturen führen zu Bodenerosion und Wüstenbildung
  • Der Bedarf an Feuerholz hat die Abholzung der Wälder mit sich gebracht
  • Bedrohung der Artenvielfalt
  • Die Meere sind stark überfischt
  • Wasserknappheit

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Die Inseln werden immer wieder von Dürren heimgesucht
  • Harmattan Wind erzeugt Staub und kann die Sicht einschränken
  • Die Kapverden sind vulkanischen Ursprungs. Der Vulkan Fogo zählt zu den aktiven Vulkanen

Kenia

Ökosystem

  • Gründland, Büsche und Savanne: 67%
  • Acker und Ernte: 20%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 6%
  • Wälder: 5%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder
  • Bodenerosion und Wüstenbildung
  • Bedrohung des Tierbestandes durch Wilderei
  • Wasserverschmutzung durch Industrie- und Stadtabfälle, Abnahme der Trinkwasserqualität durch starken Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln (hohe Stickstoff- und Phosphateinleitungen) in den Viktoriasee (Trinkwasserreservoir und Ernährungsquelle für Millionen von Menschen)
  • Nilbarsch (Lates nilotes): Er kann 180 Zentimeter lang und bi zu 200 Kilogramm schwer werden und wurde aus seiner ursprünglichen Heimat (Nil, Niger, Senegal) etwa 1952 im Victoriasee ausgesetzt. Weitere Einbürgerungsprojekte wurden während der Kolonialzeit durchgeführt. Zahlreiche Fischarten starben seither aus. Letzte  Rückzugsgebiete der Victoriasee-Buntbarsche sind ufernahe Nischen
  • Wasserhyiazinte (Eichhornia crassipes): Sie wurde während der belgischen Kolonialzeit in Ruanda als Zierpflanze aus Amerika eingeführt und gelangte über den Kagera-Fluß aus Ruanda und Burundi in den Victoriasee. In Ostafrika hat die Pflanze keine Feinde, das Klima und die Zuleitung von Abwässern sind für sie sehr günstig. Im Verlauf einer Vegetationsperiode werden aus 10 Pflanzen eine dichte schwimmende Matte, die mit etwa 655 000 Pflanzen ca. 0.4 ha bedeckt. Dies stört den Sauerstoffhaushalt in den Uferzonen durch abgestorbene Pflanzenteile und fehlender Gasaustausch Luft/See und führt zum Ersticken von Fischen und anderen Tieren. Z.Z. wird versucht, einen natürlichen Fressfeind der Wasserhyazinthe, den Rüsselkäfer (Nochetina sp) anzusiedeln
  • Wassertransparanz: die Verschmutzung des Seewassers durch Abwässer der Industrien neutralisiert das kurzwellige blaue Licht schneller. Dies stört Fische mit blauer Körperfärbung beim Balzverhalten da die weiblichen Tiere ab einer Wassertiefe von etwa zwei Metern die Farbe nicht mehr korrekt wahrnehmen können

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürren im Norden des Landes
  • Erdbeben und Erdrutsche entlang der ostafrikanischen Grabenbruchzone (Östliches Great Rift Valley)
  • Überschwemmungen während der Regenzeit (große Regenzeit: März bis Mai, kleine Regenzeit: November bis Dezember)

Komoren

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 38%
  • Wälder: 32%
  • Gründland, Büsche und Savanne: 16%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 12%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Druck auf die Umwelt durch schnelles Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Entwicklung
  • Abholzung der Wälder, Bodenerosion, Bodenversalzung und folglich Bodendegradierung durch die landwirtschaftliche Bestellung von Steilhängen
  • Bedrohung der Biodiversität sowie Zerstörung der Korallenriffe durch Fischerei und Tourismus
  • Unorganisierte Abfallentsorgung
  • Begrenzte Wasser- und Energieressourcen sowie Nutzung bereits begrenzter Ressourcen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Kleinere Erdbeben
  • Tropische Wirbelstürme sowie Tsunamis auf den Inseln während der Regenzeit (November bis April)
  • Zu den aktiven Vulkanen dieses Landes zählt u. a. der Karthala

Kongo (Dem. Rep. Kinsahasa)

Ökosystem

  • Wälder: 64%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 22%
  • Acker und Ernte: 10%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 3%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Krieg, Bürgerkrieg, Misswirtschaft und soziale Not ziehen Raubbergbau nach sich, der zu entsprechender Umweltbelastung führt (z.B. Quecksilberbelastung bei Goldgewinnung). Insbesondere die Nachbarländer Uganda, Ruanda und Burundi bedienen sich an den Rohstoffen Kongos (Gold, Silber, Diamanten, Kobalt, Mangan, Zink, Zinn u.a.). Krieg und Bürgerkrieg haben außerdem Tausende von Menschen zur Flucht getrieben, was zu einer rasant verlaufenden Verstädterung geführt hat.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Gefährdung der Wälder durch wachsenden Bevölkerungsdruck, insbesondere durch Flüchtlinge aus Ruanda und Burundi
  • Rückgang und Bedrohung der Artenvielfalt durch Wilderei und Handel mit „Bushmeat“
  • Bodenerosion
  • Starke Umweltschäden durch bergmännischen Abbau von Diamanten und Coltan (Mineral zur Herstellung von Minikondensatoren für Handys und Laptops)
  • Radioaktive Belastungen in der Provinz Shaba/Katanga
  • Luftverschmutzung und Smog in den Großstädten
  • Verschmutzung des Grundwassers durch Verstädterung und dem Zusammenbruch der Kanalisation
  • Meer ist durch Ölförderung mit giftigen Abfällen verseucht, Fische sind belastet
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Im Süden periodische Dürren
  • Erdbeben im Osten, im großen afrikanischen Graben
  • Saisonale Überschwemmung/ Hochwasser
  • Aktive Vulkane im Osten (Great Rift Valley)

Kongo (Dem. Rep. Brazzaville)

Ökosystem

  • Wälder: 67%
  • Grünland, Büsche und Savanne: 27%
  • Acker und Ernte: 4%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Erdölförderung bei geringen Umweltstandards. Abbau natürlicher Ressourcen mit geringer Rücksicht auf nachhaltige Entwicklung.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder führt zu Verkarstung der Böden sowie Bodenerosion
  • Bedrohung der Biodiversität
  • Zunehmende Urbanisierung
  • Mangelhafte Abfallentsorgung
  • Landwirtschaftliche Produktion kann mit raschem Bevölkerungswachstum nicht mithalten
  • Luftverschmutzung durch Autoabgase
  • In ländlichen Gegenden kaum Zugang zu Trinkwasser
  • Wasserverschmutzung durch Abwässer
  • Verschmutzung durch Erdöl-Industrie in marinen und Küstengebieten

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Jahreszeitlich bedingte Überschwemmungen

Lesotho

Ökosystem

  • Gründland, Büsche und Savanne: 74%
  • Acker und Ernte: 26%

Aufgrund der geographischen Lage sind von Juni bis Oktober Minustemperaturen keine Seltenheit.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Unkontrollierte Brandrodung an Steilhängen ohne Beachtung von Maßnahmen zum Schutz der Natur
  • Abholzung (für Brennstoffe) sowie Überweidung führen zu Bodenerosion und Wüstenbildung
  • Wenig fruchtbare Böden sowie Bevölkerungswachstum verstärken Druck auf landwirtschaftliche Flächen
  • Es besteht nur ein begrenzter Zugang zu Trinkwasser
  • Im Rahmen des „Lesotho Highland Water Projects“ wurde mit dem Bau von mehreren Staudämmen begonnen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Trockenheit
  • Im Gebirge schlägt das Wetter oft sehr rasch um. Gewitter können Bäche in kurzer Zeit zu reißenden Strömen anschwellen lassen
  • Auch im Sommer (Oktober bis März) sind Schneefälle nicht ausgeschlossen

Liberia

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 40%
  • Wälder: 31%
  • Gründland, Büsche und Savanne: 26%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 3%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung und Brandrodung der tropischen Regenwälder sowie der Mangroven an den Küsten führen zu Bodenerosion
  • Schwerwiegende Umweltschäden durch Kriegs- und Bürgerkriegsereignisse
  • Bedrohung einiger Tierarten wie z. B. des afrikanischen Elefanten oder Schimpansen durch Wilderei
  • Bedrohung von Feuchtgebieten in Flussbecken durch Landwirtschaft
  • Wasserverschmutzung durch Ablagerung von Eisenerz in Flüssen sowie Einleiten von Öl und Abwässer ins Meer

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Staubbeladener Wind „Harmattan“ aus der Sahara (Dezember bis März)

Libyen

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 98%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Ausweitung der Wüsten durch Überweidung
  • Ein großes Umweltproblem ist die Auszehrung des Grundwassers als Folge der Überbeanspruchung der Landwirtschaft und der Versalzung des Bodens
  • Belastung der Küste und des Mittelmeeres durch die Wirkung von Abwässern in Verbindung mit Beiprodukten von Öl und Industrieabfällen
  • Umweltbelastung durch krieg (Minen, strahlende Uranmunition)
  • Das Trinkwasservorkommen ist begrenzt
  • Das Great Manmade River Project, das größte Wasserentwicklungsprojekt der Welt, bringt das Wasser (aus nicht erneuerbaren fossilen Reserven) von großen Quellen der Oasen Sarir, Sabhah und Kufra unter der Sahara zu den Küstenstädten (bisher unklare Umweltauswirkungen)
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Heißer, trockener, staubiger Wind aus dem Süden (Ghibli) im Frühjahr und Herbst
  • Sand- und Staubstürme

Mehr: Kriegsfolgen und Umwelt

Madagaskar

Ökosystem

  • Gründland, Büsche und Savanne: 63%
  • Wälder: 21%
  • Acker und Ernte: 13%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Die Hauptstadt Madagaskars gehört zu den schmutzigsten Städten der Welt. Antananarivo stellt die Herausforderung eines rasanten Anstiegs einer städtischen Bevölkerung dar, die mit dem stetig steigenden Bedarf an nutzbaren Wasser und der Müllentsorgung zu kämpfen hat.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion und Wüstenbildung infolge von Abholzung, Brandrodung der Wälder und Überweidung
  • Bodenverschmutzung durch Landwirtschaft
  • Überfischung der Gewässer
  • Bedrohung der Artenvielfalt
  • Luftverschmutzung durch Industrie
  • Begrenzter Zugang zu Trinkwasser v. a. in ländlichen Regionen
  • Oberflächengewässer sind durch mangelhafte Entsorgung von städtischen und industriellen Abfällen sowie durch Bodenerosion verschmutzt
  • Das Fehlen von Gesetzen zur Kontrolle der Wasserverschmutzung sowie die schnelle Urbanisierung tragen zur zunehmenden Verschmutzung von Flüssen und Seen bei
  • Es ist geplant worden durch den Abbau von Ölsand, Öl in kommerziellen Mengen zu produzieren.Vorgesehen ist der Abbau in den Regionen Tsimiroro und Bemolanga. Die Förderung des Gemischs hat jedoch äußerst schädliche Auswirkungen. Der Abbau von Ölsand ist sehr energieintensiv und setzt drei bis fünfmal so viele schädliche Klimagase frei wie die konventionelle Ölförderung. Der Wasserdampf löst Kadmium, Arsen und Quecksilber aus dem Boden. Nadelwälder, Moorböden etc. speichern Milliarden Tonnen CO2 und werden bei der Ölgewinnung zerstört. Pro geförderten Liter Öl sammeln sich vier Liter der flüssigen Substanz in Senken. Anfang 2012 wurde mit den Arbeiten noch nicht begonnen.

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürre
  • Erdrutsche während der Regenzeit können die Strassen- und Bahnverbindungen während längerer Zeit unterbrechen und die Versorgung der Städte (v. a. Antananarivo) beeinträchtigen
  • Heftige Wirbelstürme während der Regenzeit (Dezember bis April) v. a. in den östlichen Küstenregionen
  • Überschwemmungen während der Regenzeit können die Strassen- und Bahnverbindungen während längerer Zeit unterbrechen und die Versorgung der Städte (v. a. Antananarivo) beeinträchtigen
  • Heuschreckenbefall

Malawi

Ökosystem

  • Gründland, Büsche und Savanne: 37%
  • Acker und Ernte: 29%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 18%
  • Wälder: 14%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Die Abholzung der Wälder führt zur Verödung der Böden
  • Zunehmender Bedarf an landwirtschaftlicher Produktion und Brennstoffen durch rasches Bevölkerungswachstum sowie hohen Zahl an Flüchtlingen aus Mosambik
  • Radioaktive Gefährdung der Region westlich von Karonga am Lake Malawi im Norden des Landes (Uranabbau)
  • Wasserverschmutzung durch landwirtschaftliche Abwässer sowie durch Industrie
  • Die Verschlammung der Gewässer zerstört die Laichplätze und bedroht damit den Fischbestand

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Malawi liegt in einer Erdbebenzone
  • Überschwemmungen in der Regenzeit (Dezember bis April)

 Mali

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 51%
  • Gründland, Büsche und Savanne: 45%
  • Acker und Ernte: 3%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Die Abholzung der Wälder, landwirtschaftliche Nutzung und Brandrodung führen zu Bodenerosion und zunehmender Wüstenbildung
  • Wilderei (für den Export) bedroht zahlreiche Tierarten
  • Pestizide belasten Böden und landwirtschaftliche Flächen
  • Regional starke Luftverschmutzung, v. a. in Ballungszentren und Industriegegenden
  • Es gibt nur begrenzte Trinkwasservorkommen
  • Häufige Verschmutzung von Flüssen und Brunnen mit Bakterien. Unkontrolliertes und ungeklärtes Einleiten von Müllablagerungen und Abwässern in Flüsse (Niger) und Oberflächengewässer

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden (vor allem von März bis Mai)
  • Von November bis Januar bringt der Nordost-Alize kalten Wind, im Februar weht der heiße und trockene Harmattan aus der Sahara
  • Überschwemmungen durch Fluss Niger

Marokko

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 49%
  • Gründland, Büsche und Savanne: 42%
  • Wälder: 5%
  • Acker und Ernte: 4%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Intensive Ausbeutung der Böden durch Überweidung und landwirtschaftliche Nutzung
  • Zunehmende Wüstenbildung und Bodendegration
  • Luftverschmutzung besonders in Städten durch Verkehr. Zusätzlicher Druck durch zunehmende Urbanisierung und wachsende Bevölkerung
  • Es gibt nur begrenzte Wasservorräte. Diese werden weiter begrenzt aufgrund der Verschmutzung durch Abwässer (aus Haushalten, Landwirtschaft und Industrie)
  • Verschlammung von Stauseen
  • Belastung des Tensift Flusses durch Schwermetalle sowie der Flüsse Moulouya, Loukouss, Bouregreg und Souss Massa (Nationalpark) durch Industrie
  • Bedrohung der Küsten durch Schiffsverkehr und Küstenerosion
  • Ölverschmutzung an den Küstengewässern (Casablanca-Rabat)
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden während der Trockenzeit
  • Die nördliche Bergregion ist geologisch instabil und Erdbeben treten auf
  • Während des Sommers wehen sehr heiße Winde aus der Sahara, bekannt als Schirocco oder Chergui
  • Starke Regenfälle können kleine Bergbäche und ausgetrocknete Flussbette in der Wüste innerhalb kürzester Zeit in reißende Flüsse verwandeln

Mauretanien

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 87%
  • Gründland, Büsche und Savanne: 13%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Boden und Landbelastung, durch:
    • Abholzung der Wälder
    • Bodenerosionen
    • Überweidung
    • Schlechte landwirtschaftliche Methoden
    • Starkes Bevölkerungswachstum
  • Zunehmende Wüstenbildung, wodurch die Bevölkerung auf der Suche nach Nahrung und Wasser weiter zieht bzw. ziehen muss
  • Die Trinkwasservorkommen sind sehr begrenzt. Der Senegal ist der einzige Fluss, der das ganze Jahr über Wasser führt
  • Lange Zeit Ausbeutung der Fischgründe an den Küsten Mauretaniens durch ausländische Flotten

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Häufige Dürreperioden
  • Der heiße und trockene Shirocco weht zwischen März und April
  • Heuschreckenbefall

Mauritius

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Belastung des Bodens durch den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln in der Landwirtschaft (dadurch resistente Insekten entstanden)
  • Zerstörung der Korallenriffe durch Fischerei, Tourismus, Verschmutzung und Verlandung
  • Verschmutzung durch Industrie, ungefilterte Abwässer sowie unzureichende Abfallentsorgung
  • Regionale Belastung durch unsachgemäße Abfallentsorgung (Müllhalden)
  • Auf der Insel Rodrigues zunehmende Erosion
  • Luftverschmutzung in Ballungsgebieten und durch Abbrennen von Feldern nach der Ernte
  • Wasserverschmutzung durch ungefilterte Abwässer

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Wirbelstürme und Zyklone kommen von November bis April vor

Mayotte

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder
  • Bodenerosion
  • Gefährdung der Unterwasserwelt

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Wirbelstürme während der Regenzeit (November bis Mai)

 Mosambik

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 38%
  • Grünland, Büsche und Savanne: 37%
  • Wälder: 22%
  • Feuchte Gebiete und Gewässer: 2%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Der lange Bürgerkrieg und immer wiederkehrende Dürreperioden im Hinterland haben zu einer verstärkten Migration der Bevölkerung in die Küstenstädte geführt.
Minen, z.T. atypisch verlagert in Folge von Überschwemmungen, stellen abseits gesicherter Verkehrswege weiterhin ein Gesundheitsrisiko dar.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Wilderei v. a. Elefanten für Elfenbein
  • Besonders verschmutztes Gebiet: Manica (erhöhte Quecksilberbelastung durch Goldminentätigkeit)
  • Verschmutzung von Oberflächen- und Küstengewässern durch die zunehmende Bevölkerung
  • Wüstenbildung

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden in den zentralen und südlichen Provinzen
  • Wirbelstürme während der Regenzeit (Dezember bis April)
  • Überflutungen in den zentralen und südlichen Provinzen. In der Regenzeit (Dezember bis April) können Straßen teilweise unpassierbar sein

Namibia

Ökosystem

  • Grünland, Büsche und Savanne: 74%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 18%
  • Acker und Ernte: 8%

Durch die sehr hohe UV-Strahlung ist ein Sonnenschutz (Sunblocker) unbedingt erforderlich.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Wilderei
  • Regionale Belastung des Bodens mit Schwermetallen und Pestiziden
  • „Wilde“ Abfallentsorgung
  • Landdegradierung, Überweidung und zunehmende Wüstenbildung aufgrund nicht nachhaltiger Abholzung der Wälder und der Zerstörung der natürlichen Vegetation
  • Regionale Belastung der Wasservorräte mit DDT, Ölrückständen, Abwässern

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Durch anhaltende Dürreperioden kommt es zu Wüstenbildung
  • Die Trinkwasservorkommen sind aufgrund der hohen Verdunstungsrate sehr begrenzt

 Niger

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 62%
  • Grünland, Büsche und Savanne: 37%
  • Acker und Ernte: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Die Abholzung der Wälder (für Brennmaterial), Überweidung und ungeeignete Anbaumethoden reduzieren die Produktivität des Bodens und führen zu Bodenerosion und Wüstenbildung
  • Bedrohung der Tierwelt (Elefanten, Giraffen, Löwen und Flusspferde) durch Wilderer und durch Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume
  • In Niger liegt eines der weltweit größten Uranerz-Vorkommen. Jährlich werden über 3.000 Tonnen Uran in der Region um die Städte Arlit und Akokan abgebaut. Ab 2012 soll der Abbau auf die region um die Stadt Imouraren ausgeweitet werden mit einer Gesamtproduktion von 5.000t (Le Monde 2010). Untersuchungen von Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace und CRIIRAD (Commission de  Recherche et d’Information  Indépendantes sur la Radioactivité) Belastungen von Luft, Wasser und Böden in den Regionen Arlit und Akokan. Untersuchungen zu Krankheitsfolgen liegen nicht vor.
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden
  • Trinkwasser ist nur begrenzt verfügbar

 Nigeria

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 75%
  • Acker und Ernte: 19%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 3%
  • Wälder: 2%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Petro-Industrie und intensive ökonomische Entwicklung mit niedrigen Umweltstandards

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion und Wüstenbildung durch:
    • Abholzung der Wälder
    • Überweidung
    • Massive Bewässerung
  • Schäden durch Wilderei, Buschbrände,
  • Druck auf Umwelt und natürliche Ressourcen durch die hohe Bevölkerungsdichte
  • Verschmutzung von Boden, Luft und Wasser durch die Industrie (Schwermetalle, Textil, Petrochemie) in Kano, Kaduna, Port Harcourt, Warri und Lagos. Unzureichende Abfallentsorgung in allen großen Städten.
  • Intensive Bleivergiftung von Personen, Wasser und Böden durch Bergbauaktivitäten im nördlichen Zamfara Staat, insbesondere in den Local Government Areas (LGA) Anka, Bukkuyum und Maru. 43 Dörfer sind intensiv betroffen mit einer Kindersterblichkeit von 43% im Jahr 2010, die 2011 die mit internationale Hilfe deutlich gesenkt werden konnte. Blei verursucht u.v.a bleibende Hirnschäden bei Kindern, die eine akute Belastung überleben, oder die unter chronischer Bleibelastung leiden. (WHO)
  • Große Schäden für Millionen von Menschen und die Umwelt durch Ölgewinnung im Niger-Delta (einem der ehemals größten und artenreichen Feuchtgebiete der Erde). Auslaufendes Öl versickert im Erdreich, verseucht Ackerböden und Trinkwasser. In der Regenzeit wird es weitflächig im Niger Delta verteilt, gelangt über die Flüsse bis ins Meer und schädigt die Mangrovensümpfe. (UNDP, UNEP)

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden im Norden
  • Überschwemmungen während der Regenzeit

Réunion

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Zyklone, starke tropische Wirbelstürme (häufig Dezember bis April)
  • An der südöstlichen Küste befindet sich der aktive Vulkan Piton de la Fournaise

 Ruanda

Große Artenvielfalt und nur relativ kleine Stadtzentren. Jedoch starker demographischer Druck bei begrenzten Ackerbauflächen. Örtlich Folgeschäden aufgrund des Bürgerkrieges.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • 92 % der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig
  • Böden sind z.T. ausgelaugt oder überdüngt
  • Überweidung mit Versteppung
  • Entwaldung
  • Weit verbreitete Wilderei
  • Etwa 14 % des Landes sind eingebunden in Naturparks. Dies soll die Gefahr der Ausrottung bestimmter Tierarten (u.a. Berggorillas) bannen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodischen Dürren
  • Vulkanausbrüche in den Virunga-Bergen

 Sambia

Ausbeutung der Ressourcen hat Vorrang vor nachhaltiger Entwicklung. Örtlich sehr niedrige Umweltstandards.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Mangelhafte Müllversorgung
  • Etwa  35 % des Landes sind eingegliedert in Naturschutzparks o. ä., um die Landschaft zu schützen vor:
    • Buschfeuern
    • Landwirtschaftlichen Eingriffen
    • Berg- und Minenbau
    • Wilderern (besonders von Rhinozerossen und Elefanten)
    • Ausbau der Wasserkraftenergie etc.
  • Zerstörung von Lebensräumen aufgrund Überpopulation einiger Tierarten
  • 1995 waren noch 42,2 % des Landes bewaldet. Durch Abholzungen sinkt diese Fläche um jährlich ca. 1 %. Dadurch kommt es zu:
    • Gefährdung und Vernichtung der natürlichen Lebensräume
    • Bodenerosion
    • Wüstenbildung
  • Gebiet: Kabwe (150 km nördlich von Lusaka) unterliegt besonders starker Schwermetallbelastung in Staub, Böden und Grundwasser (insbesondere mit Blei)
    • Erhebliche gesundheitliche Schäden bei der dort lebenden Bevölkerung (Wanderarbeiter), insbesondere sind Kinder betroffen
  • Sambia gehört zu den am weitesten industrialisierten Ländern Afrikas, mit gebietsweise hoher Luftverschmutzung
  • Mangelhafte Wasseraufbereitung

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Stürme (November bis April)

Sao Tomè und Principe

Ökosystem

  • Feuchtgebiete und Gewässer: 38%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 19%
  • Wälder: 15%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 15%
  • Acker und Ernte: 13%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung und Brandrodung der Wälder führen zu Bodenerosion
  • Böden sind durch übermäßigen Ackerbau verarmt und nur noch wenig ertragsreich

Senegal

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 73%
  • Acker und Ernte: 18%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 4%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 3%
  • Wälder: 2%

Niedrige Umweltstandards bei Priorität ökonomischer, aber wenig nachhaltiger Entwicklung

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Starke Bedrohung des Wildbestandes durch Wilderei und Export
  • Durch Übervölkerung verstärkte Abholzung der Wälder (für Brennstoff) und Überweidung
  • Bodenerosion und Wüstenbildung
  • Besonders belastetes Gebiet: Dakar (Baie de Hanne); stark durch Chemikalien, Abwasser und Schwermetalle verschmutzte Industrieregion. Bleivergiftungen bei Kindern (2008 in Thiaroye sur Mer) mit z.Z. mehr als 1000 ug/L Blei (Toleranzwert: weit unter 100 ug/L Blei)
  • Überfischung der Küstengewässer
  • Geringer Zugang zu Trinkwasser und Wasserverschmutzung
  • Rückgang der Küstenlinie aufgrund sich ausbreitender Versalzung des Grundwasserspiegels

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürrezeiten
  • Tornados zu Beginn und Ende der Regenzeit
  • Überflutungen der Tiefebenen

 Seychellen

Die globale Erwärmung führt zum Anstieg des Meeresspiegels, dadurch Beschädigung der Korallenriffe möglich. Bedrohung der Lebensräume von Wildtieren. Tourismus und Fisch-Industrie stellen Belastung für die Umwelt dar. Zusätzlicher Druck auf Umwelt durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Das Trinkwasser wird ausschließlich durch das Sammeln von Regenwasser gewonnen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Kurze Dürreperioden
  • Stürme (selten, da Seychellen außerhalb des Zyklonen-Gürtels liegen)

 Sierra Leone

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 40%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 37%
  • Wälder: 19%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 4%

Starke Strömung im Meer. Starke Belastung in Bergbau- und Bürgerkriegsregionen.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Weitgehend zerstörte Infrastruktur durch langjährigen Bürgerkrieg
  • Die Überbevölkerung führte zu Überfischung des Meeres und Brandrodung, wodurch es zur Ausrottung zahlreicher Tierarten kam
  • Das Landwirtschaftssystem ist zusammengebrochen, die Böden sind verbraucht und unfruchtbar
  • Trinkwasserzugang ist in ländlichen Gebieten auf einem sehr niedrigen Niveau

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Trockene Sandstürme und Staubstürme aus der Sahara (November bis Mai)

 Simbabwe

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 54%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 43%
  • Wälder: 2%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Starkes Bevölkerungswachstum in den 80er Jahren hat zu einem verstärkten Druck auf Landwirtschaft und Landnutzung geführt
  • Bodenerosion und Verödung des Bodens durch:
    • Abholzung der Wälder
    • Ausbeutung der Böden
    • Zu intensive landwirtschaftliche Nutzung
    • Überweidung
  • Verschmutzung durch Pestizideinsatz (gegen die Tsetsefliege)
  • Reduzierung der Artenvielfalt durch Wilderei, besondere Bedrohung für Nashörner (insbesondere Spitzmaulnashörner) und Elefanten
  • Luftverschmutzung in städtischen Gebieten
  • Wasserverschmutzung in städtischen Gebieten

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Regelmäßige Dürreperioden in der langen Trockenzeit von Mai bis Oktober
  • Schwere Stürme (selten)
  • Überschwemmungen in der Regenzeit (selten)

Somalia

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 88%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 10%
  • Acker und Ernte: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Weite Landstriche sind durch den Bürgerkrieg verwüstet
  • Bodenerosion und Wüstenbildung durch:
    • Abholzung der Wälder
    • Brandrodung
    • Überweidung
  • Niedriger Standard der Müllentsorgung
  • Böden nach Überschwemmungen mit Pestiziden (regional) stark belastet
  • Industrieabfälle aus Industriestaaten wurden importiert (Mülltourismus). U.a. sollen radioaktive Abfälle aus Industrienationen nahe Hobyo lagern
  • Hohe, lokale Luftverschmutzung durch Brandrodung und Müllverbrennung
  • Sehr schlechte Wasserqualität; die geringen Wasserressourcen sind gefährlich verschmutzt
  • Verschmutzung von Küstenbereichen mit diversen Abfällen und importierten Giften nach dem Tsunami 2004

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürre
  • Staubstürme über östliche Ebenen im Sommer
  • Überflutungen während der Regenzeit

Süd-Sudan

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 52%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 42%
  • Acker und Ernte: 5%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion und Wüstenbildung bedrohen das Land, verstärkt durch Abholzung von Wäldern
  • Wildbestand wird durch exzessive Jagd bedroht
  • Durch Chemikalien aus der Landwirtschaft sind Luft, Boden und Wasser so stark verschmutzt, dass sich daraus eine gesundheitliche Gefahr ergibt
  • Nur begrenzte Trinkwasservorräte bei schlechter Trinkwasserqualität
  • Aufgrund von Ölförderung können sich bei geringer Infrastruktur und Aufsicht Umwelt- und Gesundheitsrisiken ergeben.

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Trockenperioden

Südafrika

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 55%
  • Acker und Ernte: 38%
  • Wälder: 4%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 2%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Die verminderte Ozonschicht in der Atmosphäre über der Antarktis zwingt zu entsprechender Sonnenschutzvorsorge (täglich veröffentlichte allgemeine Hinweise in den südafrikanischen Medien).

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Starke Urbanisierung durch schnelles Bevölkerungswachstum
  • Überweidung und Abtragen des Oberbodens
  • Verstärkte Verschmutzung durch den Bergbau
  • Zunehmende Wüstenbildung (vor allem in der Karru Region). Sie gehört wie einige andere Lebensräume z. B. das nördliche Karru Grasland oder die Karru Halbwüste zu den bedrohten Lebensräumen Südafrikas
  • Besonders in Stadtgebieten können Menschen mit Atemwegsproblemen unter der hohen Konzentration von Schwefeldioxid, Stickoxyd, Ozon und Rauchpartikeln leiden
  • Der Mangel an natürlichen Gewässern im Landesinneren zwingt zu einem sehr sparsamen Umgang mit Trinkwasser
  • Flüsse werden mit Haushalts- und landwirtschaftlichen Abwässern, sowie Industrie- und Grubenabwässern verschmutzt
  • Saure Regen belastet Umwelt. Er entsteht durch ungereinigte Rauchgasemissionen aus Kohlekraftwerken und führt zu einer großflächigen Versauerung von Ackerflächen und Grundwasser
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Lang anhaltende Dürren
  • Waldbrände und Buschbrände (während der Trockenzeit)
  • Heftige Gewitter führen zeitweise zu Überschwemmungen

Sudan

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 52%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 42%
  • Acker und Ernte: 5%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion und Wüstenbildung bedrohen das Land, verstärkt durch Abholzung von Wäldern
  • Wildbestand wird durch exzessive Jagd bedroht
  • Durch Chemikalien aus der Landwirtschaft sind Luft, Boden und Wasser so stark verschmutzt, dass sich daraus eine gesundheitliche Gefahr ergibt
  • Nur begrenzte Trinkwasservorräte bei schlechter Trinkwasserqualität
  • Meer- und Küstenverschmutzung
    • Gefährdung der Süßfischerbestände

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Trockenperioden
  • Staubstürme

Swasiland

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 67%
  • Wälder: 19%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 14%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder für Brennholz und zur Gewinnung landwirtschaftlicher Flächen
  • Überweidung
  • Bodenerosion und Bodendegradation
  • Bedrohung der Lebensräume verschiedener Wildtiere
  • Wildbestand ist durch exzessive Jagd bedroht
  • Beschränktes Angebot an Trinkwasser

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden
  • Überflutungen durch heftigen Niederschlag (Oktober bis März)

Tansania

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 39%
  • Wälder: 27%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 27%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 7%

Hohe Bevölkerungsdichte sowie Urbanisierung zeigen Auswirkungen auf natürliche Ressourcen. Dadurch nehmen Wasser- und Luftverschmutzung zu.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion, Wüstenbildung und Degradierung durch:
    • Zu intensive landwirtschaftliche Nutzung
    • Überweidung
    • Brandrodung und Abholzung der Wälder
  • Zerstörung von Korallenriffen durch Dynamitfischen
  • Pestizideinsatz gegen die Tsetsefliege schadet Tieren und Pflanzen
  • Wilderei bedroht v. a. Elefanten und Nashörner
  • Wasserverschmutzung durch Industrie- und Stadtabfälle
  • Abnahme der Trinkwasserqualität durch starken Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln (hohe Stickstoff- und Phosphateinleitungen) in den Viktoria- und Tanganyikasee (Trinkwasserreservoir und Ernährungsquelle für Millionen von Menschen).
  • Nilbarsch (Lates nilotes): Er kann 180 Zentimeter lang und bis zu 200 Kilogramm schwer werden und wurde aus seiner ursprünglichen Heimat (Nil, Niger, Senegal) etwa 1952 im Victoriasee ausgesetzt. Weitere Einbürgerungsprojekte wurden während der Kolonialzeit  durchgeführt. Zahlreiche Fischarten starben seither aus. Letzte  Rückzugsgebiete der Victoriasee-Buntbarsche sind ufernahe Nischen.
  • Wasserhyiazinte (Eichhornia crassipes): Sie wurde während der belgischen Kolonialzeit in Ruanda als zierpflanze aus Amerika eingeführt und gelangte über den Kagera-Fluß aus Ruanda und Burundi in den Victoriasee. In Ostafrika hat die Pflanze keine Feinde, das Klima und die Zuleitung von Abwässern sind für sie sehr günstig. Im Verlauf einer Vegetationsperiode wird aus 10 Pflanzen eine dichte schwimmende Matte, die mit etwa 655 000 Pflanzen ca. 0.4 ha bedeckt. Dies stört den Sauerstoffhaushalt in den Uferzonen durch abgestorbene Pflanzenteile und fehlender Gasaustausch Luft/See und führt zum Ersticken von Fischen und anderen Tieren. Z.Z. wird versucht, einen natürlichen Fressfeind der Wasserhyazinthe, den Rüsselkäfer (Nochetina sp) anzusiedeln.
  • Wassertransparanz: die Verschmutzung des Seewassers durch Abwässer der Industrien neutralisiert das kurzwellige blaue Licht schneller. Dies stört Fische mit blauer Körperfärbung beim Balzverhalten da die weiblichen Tiere ab einer Wassertiefe von etwa zwei Metern die Farbe nicht mehr korrekt wahrnehmen können.
  • Straßenbau in der Nähe des Serengetiparkes. Eine geplante Schnellstraße durch die Serengeti (“Serengeti-Highway”) wird auf Grund internationaler Proteste nicht so gebaut wie ursprünglich geplant. Die Straße soll zwar bis an die Parkgrenzen heranführen, wird allerdings nicht innerhalb des Nationalparks fortgesetzt.

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Landwirtschaft ist durch Dürreperioden bedroht
  • Wasserknappheit
  • Erdbeben und Erdrutsche entlang der Ostafrikanischen Grabenbruchzone (Great Rift Valley)
  • Überflutungen auf dem Zentralplateau während der Regenzeit
  • Zu den aktiven Vulkanen des Landes zählt u. a. der Oldoinyo Lengai

Togo

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 86%
  • Acker und Ernte: 12%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%
  • Wälder: 1%

Baden ist wegen der im Meer herrschenden tiefen Strömung, die auf das offene Meer gerichtet ist,  gefährlich.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder im Landesinneren führt zu:
    • Bodenerosionen
    • Verminderung des für die Landwirtschaft nutzbaren Bodens
  • Bedrohung der Artenvielfalt
  • Luftverschmutzung in den Städten
  • In der Küstenregion Togos besteht eine starke Küsten- und Wasserverschmutzung u. a. durch Abwässer
  • Verschlammung des Lagunenökosystems
  • Mangelhafte Hausmüll und Abwasserentsorgung

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürren
  • Saisonale heiße, trockene Winde im nördlichen Teil des Landes, die die Sichtweite stark einschränken können

Tschad

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Zunehmende Wüstenbildung
  • Ausgeweiteter Holzabbau
  • Wilderei
  • Illegale Abholzung für landwirtschaftliche Nutzung und Feuerholz
  • Ungenügende Vorräte an trinkbarem Wasser
  • Boden- und Wasserverschmutzung aufgrund unzureichender Müllentsorgung (besonders in ländlichen Gegenden)

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodisch auftretende Dürren
  • Heiße, trocken-staubige Stürme (Harmattan)

Tunesien

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 58%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 31%
  • Acker und Ernte: 9%
  • Wälder: 1%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Druck auf natürliche Ressourcen durch wachsende Bevölkerung
  • Intensive landwirtschaftliche Nutzung
  • Bodenerosion und Wüstenbildung durch:
    • Überweidung
    • Abholzung der Wälder
  • Niedriger Standard bei der Abwasserklärung und in der Entsorgung von Sonder- und Giftmüll
  • Trinkwasservorkommen ist begrenzt
  • Wasserverschmutzung sowie übermäßiger Verbrauch von Wasser zur Bewässerung
  • Atomreaktoren

 Uganda

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 44%
  • Acker und Ernte: 35%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 16%
  • Wälder: 4%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Zunehmender Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen aufgrund des Bevölkerungswachstums; Trockenlegung von Flächen für die Landwirtschaft
  • Bodenerosion und Wüstenbildung durch:
    • Abholzung der Wälder
    • Überweidung
  • Wilderer bedrohen die Tierwelt (z. B. Berggorillas)
  • Wasserverschmutzung durch Industrie- und Stadtabfälle
  • Abnahme der Trinkwasserqualität durch starken Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln (hohe Stickstoff- und Phosphateinleitungen) in den Viktoriasee (Trinkwasserreservoir und Ernährungsquelle für Millionen von Menschen)
  • Nilbarsch (Lates nilotes): Er kann 180 Zentimeter lang und bis zu 200 Kilogramm schwer werden und wurde aus seiner ursprünglichen Heimat (Nil, Niger, Senegal) etwa 1952 im Victoriasee ausgesetzt. Weitere Einbürgerungsprojekte wurden während der Kolonialzeit  durchgeführt. Zahlreiche Fischarten starben seither aus. Letzte  Rückzugsgebiete der Victoriasee-Buntbarsche sind ufernahe Nischen.
  • Wasserhyiazinte (Eichhornia crassipes): Sie wurde während der belgischen Kolonialzeit in Ruanda als Zierpflanze aus Amerika eingeführt und gelangte über den Kagera-Fluß aus Ruanda und Burundi in den Victoriasee. In Ostafrika hat die Pflanze keine Feinde, das Klima und die Zuleitung von Abwässern sind für sie sehr günstig. Im Verlauf einer Vegetationsperiode werden aus 10 Pflanzen eine dichte schwimmende Matte, die mit etwa 655 000 Pflanzen ca. 0.4 ha bedeckt. Dies stört den Sauerstoffhaushalt in den Uferzonen durch abgestorbene Pflanzenteile und fehlender Gasaustausch Luft/See und führt zum Ersticken von Fischen und anderen Tieren. Z.Z. wird versucht, einen natürlichen Fressfeind der Wasserhyazinthe, den Rüsselkäfer (Nochetina sp) anzusiedeln.
  • Wassertransparenz: die Verschmutzung des Seewassers durch Abwässer der Industrien neutralisiert das kurzwellige blaue Licht schneller. Dies stört Fische mit blauer Körperfärbung beim Balzverhalten da die weiblichen Tiere ab einer Wassertiefe von etwa zwei Metern die Farbe nicht mehr korrekt wahrnehmen können.

Zentralafrikanische Republik

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 76%
  • Acker und Ernte: 13%
  • Wälder: 11%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosionen und Wüstenbildung in Folge von nicht nachhaltiger landwirtschaftlicher Nutzung
  • Entwaldung
  • Tier- und Artenvielfalt geht durch Wildern und Jagen zurück
  • Wasservorkommen sind nicht als Trinkwasser nutzbar

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Heiße, trockene, staubige Stürme in den nördlichen Gebieten
  • Die Niederschläge variieren stark; während der Regenzeit kann es zu Flutwellen kommen
Letzte Aktualisierung: 15.06.2019