Australien und Ozeanien

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Australien

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 89%
  • Acker und Ernte: 6%
  • Wälder: 4%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Ein Regierungsgutachten (Juli 2008) sagt eine zehnfache Zunahme von Hitzewellen und Dürren voraus. Voraus. Seit 1950 ist die Niederschlagsmenge bereits um 50% gefallen. Besonders gefährdet seien das Great Barrier Riff, Kakadu Feuchtgebiete und das Murray-Darling Bassin (die Kornkammer Australiens).

Ozonloch

Einige Chemikalien, vornehmlich Chlorofluorocarbons (CFCs), die in die obere Atmosphärenschichten abwandern, verursachen das so genannte Ozonloch über der antarktischen Region. Das Ozonloch spielt nur eine kleine Rolle im Phänomen der globalen Erwärmung (für welche die Freigabe von Kohlendioxyd und Methan die Hauptverantwortlichkeit tragen), es erlaubt jedoch den stärkeren ultravioletten Strahlen (UV-B) vermehrt bis zur Erdoberfläche durchzudringen und verursacht eine Zunahme der Hautkrebserkrankungen, von Katarakten und schädigt bei zu hoher Dosis das Immunsystem.

Zusätzlich beeinflusst es das Ökosystem durch die Störung von Nahrungsmittelketten, der Landwirtschaft, der Fischereien und anderer Formen der biologischen Artenvielfalt. Da der Ozonverlust in der südlichen Hemisphäre konzentriert ist, gehört Australien zu jenen Ländern, die von den genannten zerstörenden Effekten am stärksten betroffen sind.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bedrohung der einheimischen Artenvielfalt und ihres Lebensraumes durch die Einschleusung ausländischer Arten
  • Zunahme der Bodenversalzung in den bewässerten Ackerländern durch Ablagerungen von Düngemittelsalzen
  • Weitere schwerwiegende Gefährdungen:
    • Rodung der Wälder
    • Sinken des Grundwasserspiegels
    • Bodenerosion durch Überweidung, Industrie, Urbanisierung und nicht nachhaltige Anbaumethoden
  • Aufgrund der starken Nachfrage nach Tropenhölzern (v. a. aus Nord Queensland) kommt es zu einer Ausweitung der Wüstenbildung (2/3 des Landes bestehen aus Wüsten oder Halbwüsten)
  • Starke Luftbelastung in den Städten, dadurch Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen (Ursache sind überwiegend die Abgase aus Kraftfahrzeugen)
  • Begrenzte natürliche Süßwasserressourcen
  • Das Great Barrier Reefs (größtes Korallenriff der Welt) im Nordosten wird gefährdet durch:
    • Verstärkte Seefahrt
    • Erhöhung der Wassertemperatur
    • Tourismus und gedankenlose Taucher
    • Zerstörung von Korallenriffen bedroht Artenvielfalt
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Buschbrände bei anhaltender Trockenheit (v. a. im Landesinneren)
  • Wirbelstürme (Zyklonen) in den Küstengebieten von Queensland, Northern Territory und Western Australia (überwiegend November bis April)
  • Tsunami durch entfernte Beben im Meer
  • Überschwemmungen durch starke Regenfälle (Sommermonsun)

Cook-Inseln

Die kleinen pazifischen Inseln sind empfindlich gegenüber Klimaveränderung und Meeresspiegelanstieg auf Grund ihrer niedrigen Bodenerhebung und küstennaher Infrastruktur.

Einige Inseln, die kaum einen Meter über dem Meeresspiegel liegen, wie Kiribati, die Republik der Marschall-Inseln und Tuvalu, haben bereits kleine vorgelagerte Inseln beim Meeresspiegelanstieg verloren. Salzwasserintrusion, Küstenerosion, Stürme, Dürren, die Bleiche der Korallen und die Beschädigung der Wälder sind Umweltprobleme, die durch globale Erwärmung beschleunigt werden.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Küstenerosion
  • Begrenzter Zugang zu Trinkwasser

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Wirbelstürme; Taifune (November-März)

Fidschi (Fiji)

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Mangroven- und Regenwälder
  • Bodenerosion
  • Degradierung der Umwelt durch rasche Urbanisierung in den größeren Siedlungen
  • Verschmutzung durch Defizite in der Infrastruktur und durch Industrie
  • Nicht ordnungsgemäße Entsorgung von Feststoff- und Sondermüll
  • Starke Luftverschmutzung durch Autoabgase
  • Wasserverschmutzung durch Abwässer des Bergbaus und der Landwirtschaft
  • Bedrohung der Korallenriffe und der Küsten durch: Erwärmung der Ozeane, Ölgewinnung, Überfischung (Artenrückgang)
  • Zerstörung von Korallenriffen bedroht Artenvielfalt
  • Großflächige Absickerung des Abwassers in Flüsse und Bäche verursacht einen hohen Anteil an fäkalen coliform Bakterien weit über dem Minimum der von der WHO festgelegten Standards
  • Exzessive kommerzielle Nutzung von Korallen, Meeres- und Süßwasser-Nahrungsmitteln, dadurch Bedrohung der Artenvielfalt

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Wirbelsturm-Saison von November bis April
  • Gefahr der Überflutung durch ansteigenden Meeresspiegel

Französisch-Polynesien

 Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder
  • Gefahr durch ansteigenden Meeresspiegel sowie Verstrahlung der Meeresregion durch Atombombenversuche
  • eine halbe Tonne Plutonium befindet sich im Moruroa-Atoll. Bei einem Einsturz würde es zu einer weiträumigen Verseuchung des Meeres kommen
  • Wasserverschmutzung durch Abwässer der Industrie und Landwirtschaft

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Wirbelstürme im Januar

Hawaii (USA)

 Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung führt zum Verlust des Lebensraumes
  • Rückgang des Wildtierbestandes durch Jagd
  • Verdrängen einheimischer Arten durch Einführung von Pflanzen und Tieren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Aktiver Vulkan Kilauea

Kiribati

Die Atolle sind nur kärglich mit Humus bedeckt und daher durch negative Umwelteinflüsse oder Stürme leicht angreifbar. Eine Erhöhung des Meeresspiegels im Rahmen einer globalen Erwärmung würde Kiribati essentiell gefährden.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Phosphatabbau hat die Umwelt auf Banaba erheblich beeinträchtigt
  • Starke Verschmutzung in den Lagunen von Tarawa aufgrund der Verwendung als Deponie und Latrine dadurch Gefahr für das Grundwasser
  • Bedrohung der Korallenriffe durch Fischereiindustrie

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden bei unzureichenden Niederschlagsmengen
  • Taifune und Tornados (ganzjährig), v. a. aber in der Regenzeit zwischen November und März
  • Inseln sind durch ansteigenden Meeresspiegel bedroht

Marshallinseln

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder
  • Inseln sind durch einen Anstieg des Meeresspiegels in Gefahr
  • Verstrahlung der Meeresregion durch Atombombenversuche (z. B. im Bikini Atoll)
  • Die Marshall-Inseln im Pazifischen Ozean dienen den US-amerikanischen Streitkräften als Testgelände für die Entwicklung eines Raketenabwehrsystems
  • Begrenzte Trinkwasservorkommen
  • Wasserverschmutzung durch Abwässer der Industrie und Landwirtschaft
  • Beschädigungen der Korallenriffe können zur Bedrohung für Inseln werden, da Riffe einen Schutz gegenüber dem Ozean darstellen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Wirbelstürme (Taifune)

Mikronesien

Ökosystem

  • Feuchtgebiete und Gewässer: 41%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 26%
  • Acker und Ernte: 19%
  • Wälder: 14%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Beschädigung der Korallenriffe
  • Abholzung der Wälder
  • Bodenerosion und Degradierung der Küsten
  • Überfischung der Fischgründe
  • Inseln sind durch den ansteigenden Meeresspiegel gefährdet und z. T. durch Atombombenversuche in der Meeresregion verstrahlt
  • Bevölkerungsdruck sowie zunehmende Ausweitung der Siedlungsflächen
  • Unzureichendes Abfallmanagement
  • Begrenzter Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen
  • Wasserverschmutzung durch landwirtschaftliche Abwässer

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Extreme Trockenzeiten aufgrund des „El Niño“-Phänomens
  • Taifune (auf den westlichen Inseln stärker) sowie Tsunamis v. a. in der Regenzeit von Juni bis Dezember
  • Starke Regenfälle aufgrund des „El Niño“-Phänomens können zu Überschwemmungen

Nauru

Nauru ist bei einer Erhöhung des Meeresspiegels infolge globaler Erwärmung bedroht

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Der Phosphatabbau hat über 90 % der natürlichen Insellandschaft zerstört, aber inzwischen sind die letzten Vorkommen fast verbraucht worden
  • Wildvögel sind in Gefahr, da ihr natürlicher Lebensraum zerstört ist
  • Veraltete Entsalzungsanlage
  • Kaum Frischwasserressourcen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Regelmäßig auftretende Dürren erschweren die Landwirtschaft
  • Zyklone

Neukaledonien

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Die Flora Neukaledoniens weist einen hohen Grad an Endemismus auf
  • Bodenerosion, durch den Bergbau
  • Waldbrände

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Orkane (März bis Oktober)

Neuseeland

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 63%
  • Wälder: 23%
  • Acker und Ernte: 8%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 6%

Ozonloch

Einige Chemikalien, vornehmlich Chlorofluorocarbons (CFCs), die in die obere Atmosphärenschichten abwandern, verursachen das so genannte Ozonloch über der antarktischen Region. Das Ozonloch spielt nur eine kleine Rolle im Phänomen der globalen Erwärmung (für welche die Freigabe von Kohlendioxyd und Methan die Hauptverantwortlichkeit tragen), es erlaubt jedoch den stärkeren ultravioletten Strahlen (UV-B) vermehrt bis zur Erdoberfläche durchzudringen und verursacht eine Zunahme der Hautkrebserkrankungen, von Katarakten und schädigt bei zu hoher Dosis das Immunsystems.

Zusätzlich beeinflusst es das Ökosystem durch die Störung von Nahrungsmittelketten, der Landwirtschaft, der Fischereien und anderer Formen der biologischen Artenvielfalt. Da der Ozonverlust in der südlichen Hemisphäre konzentriert ist, gehört Neuseeland zu den Ländern, die von den genannten zerstörenden Effekten am stärksten betroffen sind.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder sowie intensive Landwirtschaft führen zu Bodenerosion
  • Bedrohung der einheimischen Flora und Fauna durch Einführen neuer Arten
  • Druck auf Biodiversität durch Verlust des Lebensraumes
  • Abnehmende Qualität von Wasservorkommen und Fischerei
  • Neuseeland weist weltweit eine der höchsten Raten im Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden auf
  • Luftverschmutzung v. a. in Städten (Auckland) mit hohem Verkehrsaufkommen sowie durch Heizen mit Holz
  • Belastung des marinen Ökosystems durch Einleiten von Abwässern und Abfällen sowie durch Fischerei
  • Verschmutzung von Hafengebieten und Flussmündungen mit Schwermetallen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Leichte Erdbeben
  • Zu den aktiven Vulkanen des Landes gehört u. a. der Ruapehu

Palau

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Mangelhafte Abfallwirtschaft
  • Meeresfauna und –flora ist bereits durch illegales Abfischen (z. T. mit Dynamit) und Zerstören der Korallenbänke stark beeinträchtigt

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Taifune (häufig Juni bis Dezember)

Papua-Neuguinea

Ökosystem

  • Wälder: 67%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 22%
  • Acker und Ernte: 7%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 4%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Rückgang der Regenwälder durch gesteigerte Nachfrage nach tropischen Edelhölzern und Brandrodung
  • Verlust von Lebensraum sowie Biodiversität
  • Starke Beeinträchtigung der Umwelt durch den Tagebau von Bodenschätzen
  • Giftstoffe gelangen in den Boden, in Flüsse und in das Grundwasser
  • In der Nähe von Dörfern und Städten ist das Baden nicht zu empfehlen, da Abwässer häufig ungeklärt ins Meer geleitet werden

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden
  • Erdbeben können – nebst Verwüstungen auf dem Land – auch Flutwellen (Tsunamis) auslösen, die die flachen Inseln zuweilen gänzlich überschwemmen können
  • Zu den aktiven Vulkanen des Landes gehören u. a. Garbuna, Pago, Bamus

Salomonen

Ökosystem

  • Wälder: 40%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 25%
  • Acker und Ernte: 21%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 14%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder führt zu Bodenerosion
  • Absterben der Korallenriffe rund um die Inseln u. a. durch:
    • Einleiten von Abwässern in das Meer
    • Tourismus

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben (können Flutwellen auslösen)
  • Taifune (häufig November bis März)

Samoa (ehemals West-Samoa)

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder reduziert Lebensräume der Tiere und es kommt zu Bodenerosionen
  • Invasive Arten
  • Die Meere sind stark überfischt
  • Lagunen in der Nähe der Hauptstadt Apia sind durch Abwässer verschmutzt
  • Frischwasservorkommen werden in einigen Gegenden immer knapper

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Taifune
  • Aktive Vulkane

Samoa (USA)

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Begrenzte Frischwasservorkommen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Taifune (häufig Dezember bis März)

Tonga

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Wälder werden abgeholzt um Siedlungsflächen zu gewinnen sowie zur landwirtschaftlichen Nutzung
  • Bedrohung der See-Schildkröten durch übermäßige Jagd
  • Korallenriffe werden durch die Ausbreitung von Seesternen und rücksichtlosen Korallen- und Muschelnsammlern bedroht

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben
  • Wirbelstürme in den Monaten Oktober bis April
  • Vulkanische Aktivität auf Fonufao`ou

 Tuvalu

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosionen durch: Rodung der Wälder (Bedarf an Feuerholz) und Abbau von Sand (Baumaterial)
  • Korallenriffe werden geschädigt
  • Verbreitung des Dornenkronenseesterns (engl. Crown of Thorns starfish) zerstört die Korallenriffe
  • Gefahr durch Meeresspiegelanstieg im Rahmen der Klimaveränderung
  • Hauptproblem: Knappheit des Trinkwassers
  • Keine Flüsse oder Süßwasserseen mit Ausnahme des Süsswasserteiches auf Nanumea

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Tropische Stürme

Vanuatu

Ökosystem

  • Wälder: 62%
  • Acker und Ernte: 19%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 14%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 5%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Große Teile der Wälder werden abgeholzt
  • Degradierung des Bodens durch die Abholzung und Überweidung
  • Einsatz von Pestiziden und Chemikalien in der Landwirtschaft
  • Druck auf natürliche Ressourcen durch hohes Bevölkerungswachstum
  • Die Mehrheit der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser
  • Korallenriffe werden durch Naturkatastrophen (Erdbeben, Erdrutsche, Tsunamis, Vulkanausbrüche) und Verschlammung geschädigt
  • Einsetzen von Giften in der Fischerei führt zu Bedrohung des marinen Lebensraumes

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Kleinere Erdbeben durch Vulkanausbrüche
  • Tsunamis
  • Wirbelstürme (Taifune) in der Regenzeit von November bis April
  • Zu den aktiven Vulkanen des Landes zählen u. a. der Aoba und der Yasur
Letzte Aktualisierung: 15.06.2019