Europa

Tagesaktuelle Informationen

Hinweis: Ländereinträge werden nicht regelmäßig überarbeitet!

Albanien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 82%
  • Wälder: 10%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 5%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 3%

Die natürlichen Ressourcen haben unter Jahrzehnten unkontrollierter industrieller Aktivitäten und schlechtem Landwirtschaftsmanagement gelitten.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder
  • Bodenerosion und Bodendegradierung
  • Starke Bedrohung der biologischen Artenvielfalt
  • Gravierende Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung in Folge von alten Dieselmotoren, welche die Mehrzahl der Fahrzeuge besitzen
  • In den meisten Städten Albaniens ist Trinkwasser nicht sicher und eine Abwasserreinigung wird praktisch kaum durchgeführt
  • Kontaminierte Böden, Flüsse und Grundwasser in diversen Regionen Albaniens durch:
    • Müllabfälle
    • Chemikalien
    • Schwermetalle
    • Öl
    • Arsen
    • Nitrate
    • Phosphate
  • Zu den besonders belasteten Flüsse zählen:
    • Ishem
    • Lana
    • Tiranas
  • Das Industriegebiet Porto Romanos ist belastet durch:
    • Giftige Chemikalien
    • Mangelnde Wasserversorgung
    • Schlechtes Abwassersystem

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Saisonale Dürre
  • Erdbeben
  • Tsunamis entlang der südwestlichen Küste
  • Saisonale Überschwemmungen. Nach schweren Regenfällen können Straßen für einige Tage unpassierbar sein (im Winter nach Schneefällen, v. a. im Norden und Osten des Landes)

Andorra

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion durch Überweidung der Bergwiesen
  • Gefährdung der Wälder durch nicht nachhaltige Holzwirtschaft
  • Luftverschmutzungen und Wasserverschmutzung durch einen geringen Standard der industriellen Abfallentsorgung

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Schnee- und Gerölllawinen

Belgien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 95%
  • Wälder: 3%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 2%

Die Umweltprobleme Belgiens sind Folgen starker industrieller Entwicklung, hoher Bevölkerungsdichte und im Vergleich zu den Nachbarstaaten, weniger stringenter Umweltgesetzgebung. Starke Bebauung, dichte Straßen- und Gleisnetze, Industrie, intensive Tierzüchtung und Getreideanbau belasten Luft, Boden, Wasser und Natur.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenverschmutzung durch Industrieabfälle und grenzüberschreitende Abfalldeponierung
  • Luftverschmutzung, die zum sauren Regen in Belgiens Anliegerstaaten führt
  • Verschmutzung des Meuse-Flusses (einer Hauptquelle des Trinkwassers) durch die Stahlproduktion
  • Belastung weiterer Flüsse durch Verunreinigung mit Tierabfällen und Düngemitteln
  • Verschmutzung von Oberflächenwasser- und Grundwasserquellen
  • Meeresverschmutzung
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Hochwasser entlang der Flüsse und an der Küste (geschützt durch Deiche)

Bosnien-Herzegowina

Ökosystem

  • Wälder: 54%
  • Acker und Ernte: 45%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 1%

Der Bürgerkrieg 1992-95 verursachte eine erhebliche Zerstörung der Umwelt und der Infrastruktur in Bosnien-Herzegowina.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Große illegale Mülldeponien sind überall verstreut im Land
  • Starke Belastung für die Umwelt durch Industrieanlagen
  • Starke Bodenerosion in Folge der Rodungen im Umkreis der Städte (in Sarajevo wurden beispielsweise 40 000 Bäume gefällt, um zusätzliches Heizmaterial zu gewinnen)
  • Luftverschmutzung durch Metallerzeugende Werke
  • Mangelhafte Wasser- und Abwasserentsorgung
    • Schlechte Organisation oder veraltete Systeme führen trotz reichlicher Ressourcen zu einem relativen Wassermangel

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben

Bulgarien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 73%
  • Wälder: 25%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Das Atomkraftwerk Kozloduj (200 km nördlich von Sofia) wird als eines der unsichersten Atomkraftwerke weltweit eingeschätzt. 2003 und 2006 kam es zu größeren Störfällen. Mit RWE als strategischem Investor wird ab 2009 mit dem Bau des Atomkraftwerkes Belene begonnen (potentielle Erdbebenzone).

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung und Rückgang des landwirtschaftlich nutzbaren Landes
  • Waldschädigung durch sauren Regen
  • Bodenkontamination durch:
    • Industrieabfälle
    • Schwermetalle aus Metallerzeugenden Werken
  • Probleme bei der Beseitigung von Festabfallstoffen
  • Luftverschmutzung durch industrielle Emissionen und Autoabgase
  • Verschmutzung der Flüsse durch:
    • Unaufbereitetes Abwasser
    • Schwermetalle
    • Reinigungsmittel
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben
  • Erdrutsche

Dänemark

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 89%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 8%
  • Wälder: 2%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Dänemark war das erste Land in Europa, das eine „ökologische Steuerreform“ (zuerst Abgaben für CO2, später auch auf SO2) durchführte. Dadurch war eine Senkung des CO2-Ausstoßes möglich. Ausbau regenerativer Energiequellen. Dennoch hat Dänemark mit den Umweltproblemen eines Industrielandes zu kämpfen.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Die Aufforstung mit Nadelgehölzen hat die ursprünglichen Laubwälder verdrängt
  • Luftverschmutzung durch Industrie und Autoabgase
  • Verschmutzung der Nordsee durch Stickstoff und Phosphate
  • Verschmutzung der Trinkwasservorkommen und Oberflächengewässer durch Überdüngung und Pestizide
  • Durch Umweltverschmutzung weisen die Tierbestände in den Binnen- und Küstengewässern Schädigungen auf
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Überflutung (die Errichtung von Deichen soll die Gefahr von Überflutung verhindern)
  • Nordseestürme (Dünen, Haffs und Sandbänke schützen die Westküste vor den Nordseestürmen)

Deutschland

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 82%
  • Wälder: 15%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 2%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Ursprüngliche Mischwälder mussten den schnell wachsenden und industriell besser verwertbaren Kiefern und Fichten weichen
  • Waldschäden durch sauren Regen (SO2)
  • Aussterben zahlreicher Waldtiere (daher Errichtung von Naturparks und Schutzgebiete, um die Artenvielfalt und Umwelt zu erhalten)
  • Mäßiger, regional unterschiedlich ausgeprägter Smog (vorwiegend im Sommer) in Großstädten
  • Luftverschmutzung v. a. durch Verkehr sowie durch Kohleverbrennung und Industrie
  • Versuche durch die Politik, Schadstoffausstoß sowie den Verbrauch an Energie und Ressourcen zu verringern und die Verwendung von Atomenergie einzuschränken
  • Verschmutzung der Ostsee durch ungefilterte Abwässer und Industrie
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Überflutungen durch starke Regenfälle sowie Sturmfluten an der Nord- und Ostsee

Estland

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 69%
  • Wälder: 23%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 8%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Niedriger Standard der Entsorgung von Industrie und städtischen Abfällen
  • „Saurer Regen“ greift die Wälder an
  • Chemische Kontamination besteht auf früheren sowjetischen Militärbasen
  • Einschränkung des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen durch den Straßenbau
  • Zunehmender Verkehr
  • Rückgang bestimmter Arten (Wolf, Bär, Luchs, Stein- und Fischadler)
  • Ausbeutung des Waldes für Papier- und Möbelindustrie durch die Sowjet-Politik
  • Feuchtgebiete werden Trocken gelegt
  • Zunehmende Staubbelastung in Tallinn
  • Luftverschmutzung durch Schwefeloxide und durch Ölschieferkraftwerke im Nordosten
  • Höhe der Schadstoffemissionen ist stetig gesunken – im Jahr 2000 gab es 80% weniger Emissionen als im Jahr 1980
  • Boden- und Grundwasserverschmutzung durch:
    • Erdölprodukte
    • Landwirtschaftliche Chemikalien
    • Abwasser
    • Industrie
    • Städtische Abwässer
  • Gefahr der Verschmutzung der Ostsee durch Öltankerunfälle

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Überschwemmungen im Frühjahr

Finnland

Ökosystem

  • Wälder: 80%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 12%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 5%
  • Acker und Ernte: 3%

Der Treibhauseffekt wirkt sich in höher gelegenen Breitengraden der Erde stärker aus. Darüber hinaus ist die Natur in kalten Klimazonen verwundbarer, da organische Toxine (Pestizide) bei niedrigen Temperaturen langsamer abgebaut werden.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Einengung der Lebensräume führt zur Bedrohung der Wildtier-Populationen
  • Abholzung der Wälder für Papierproduktion
  • Pflügen der Felder im Herbst führt zum Verlust schützender Vegetation im Winter und Frühling (höhere Niederschlagsmengen) dadurch Gefahr der Bodenerosion und Einsickern von Schadstoffen in das Oberflächenwasser
  • Luftverschmutzung v. a. im Südwesten (höhere Bevölkerungsdichte)
  • Die Emissionen sind seit 2000 stetig gefallen, die Luftqualität ist besser als in vielen anderen europäischen Staaten
  • „Saurer Regen“ verursacht durch die Industrie
  • Wasserverschmutzung durch Industrie und Landwirtschaft (Pestizide, Monokulturen, Tiere) und Fischfarmen sowohl der Inland- als auch der Küstengewässer
  • Atomreaktoren: IAEA

Frankreich

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 78%
  • Wälder: 17%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 3%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

In den Sommermonaten ist in Südfrankreich (einschl. Korsika) mit dem vermehrten Auftreten von großflächigen Waldbränden zu rechnen, die von starken Winden angefacht werden und auch Ansiedlungen und Campingplätze betreffen können.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Zerstörung der Wälder durch „sauren Regen“
  • Luftverschmutzung durch Industrie- und Autoabgase mit nachgewiesenen Folgen für Krankheitsbelastung und Sterblichkeit:Studie des Gesundheitsministeriums vom Juni 2008
  • Wasserverschmutzung entsteht durch die Städte, die Landwirtschaft und die Industrie sowie durch Überdüngung der Felder
  • Zunehmender Wasserverbrauch durch private Haushalte, Landwirtschaft und Industrie
  • Frankreich verfügt über zahlreiche Kernkraftwerke, eine Wiederaufbereitungsanlage und Atomwaffen
  • Atomreaktoren

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Lokale Überschwemmungen durch starke Sommerregenfälle
  • Lawinen
  • Stürme,  Wirbelstürme (Zyklone)
  • Dürre
  • Vulkanausbrüche (Guadeloupe, Martinique, Réunion)

Georgien

Ökosystem

  • Wälder: 47%
  • Acker und Ernte: 39%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 11%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Verschmutzung des Bodens durch Pestizide, Düngemittel und Schwermetalle
  • Unzureichende Entsorgung von Industrieabfällen
  • Zunehmende Abholzung des Waldes für die Holzindustrie
  • Unsachgemäße Aufbewahrung radioaktiver Altlasten
  • Intensive Wasser- und Winderosion
  • Bodenverschmutzung durch giftige Chemikalien
  • Luftverschmutzung besonders in Rust’avi, Tiflis und Kutaisi v. a. durch Verkehr und Industrie
  • Unzureichende Trinkwassermengen
  • Starke Verschmutzung des Schwarzen Meeres (bei Poti und Batumi Chemie- und Ölindustrie)
  • Starke Verschmutzung der Flüsse Mtkvari, Rioni, Kvirila, Galidzga, Tkibuli, Enguri und Gubistskali
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben (Georgien liegt in einem seismisch aktiven Gebiet)

Griechenland

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 62%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 18%
  • Wälder: 15%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 5%

In trockenheißen Sommermonaten herrscht Waldbrandgefahr. Zuverlässigster Ansprechpartner für Touristen, die Auskunft über Brandherde suchen, ist die Polizei.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Feuchtgebiete werden für die Landwirtschaft entwässert, dadurch mögliche Degradierung des Landes
  • In Großstädten starke Luftverschmutzung und Smog durch Industrie und Verkehr
  • Begrenzte und teilweise verunreinigte Trinkwasservorkommen
  • In ländlichen Gebieten Verschmutzung der Flüsse durch Industrieabfälle
  • Verschmutzung der Küsten und Strände (viele Strände, ca. 400 sind aber auch mit der „Blauen Flagge“ für hohe Wasserqualität ausgezeichnet)
  • Teilweise ist das Mittelmeer durch dort versenkten Müll verschmutzt
  • Der marine Lebensraum ist gefährdet
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben, da die gesamte Region geologisch instabil ist

Großbritannien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 82%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 10%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 4%
  • Wälder: 4%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Belastung der Umwelt durch „sauren Regen“
  • Lokal Radon-Strahlung im Boden bewohnten Gebietes
  • Luftverschmutzung durch Industrie und Autoabgase (SO2, Treibhausgase,…) v. a. in den Städten
  • Auswirkung von Pestizid- und Düngemitteleinsatz auf Wassereinzugsgebiete
  • Verschmutzung der Küsten und einiger Flüsse durch Abfälle der Landwirtschaft und Industrie (dadurch Verlust von marinem Lebensraum)
  • Gefahr der Ölverseuchung durch Ölfelder sowie bei der Entsorgung von Ölplattformen in der Nordsee
  • Frühere Ablagerung von radioaktivem Abfall in der Irischen See (Sellafield beim Dorf Seascale)
  • Trotz ausgiebiger Regenfälle begrenztes natürliche Wasservorkommen
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Stürme im Winter
  • Überflutungen an Flüssen und an der Küste

Irland

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 92%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 7%
  • Wälder: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Luftverschmutzung in Ballungsgebieten v. a. durch Verkehr
  • Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft (Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln), Abwässer und Industrie
  • Teile der Irischen See sind durch radioaktiven Abfall verseucht

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Überflutungen an den Ufern des River Shannon und River Suir

Island

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 54%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 26%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 6%
  • Wälder: 14%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Wasserverschmutzung durch Düngemittel und teilweise unzureichende Wasseraufbereitung

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben
  • Vulkanische Aktivität u. a. Hekla und Grimsvötn

Italien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 56%
  • Wälder: 24%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 18%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Belastung der Umwelt durch sauren Regen
  • Unsachgemäße Aufbereitung und Ablagerung von Industrieabfällen
  • Zusätzlicher Druck auf die Umwelt in dicht bevölkerten Gebieten
  • Luftverschmutzung durch Industrie- und Autoabgase
  • Verschmutzung der Küsten und Flüsse durch geringen Standard der industriellen Abfallentsorgung und Einleiten landwirtschaftlicher Chemikalien
    • verstärktes Algenwachstum und folglich Absterben vieler Lebensformen im Meer
    • mit dem Bau neuer Kläranlagen in den 90er-Jahren begann sich die Situation zu bessern
  • Wasserverschmutzung durch Industrie und Landwirtschaft
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürre
  • Erdbeben
  • Erdrutsche
  • Überschwemmungen (Venedig ist durch einen ansteigenden Meeresspiegel sowie Hochwasser bedroht)
  • Vulkanische Aktivität (u.a. Ätna und Stromboli)

Kosovo

  • Wald: 446 km²
    Äcker und Felder: 200 km²
    Gebirge: 53%

Natürliche Ressourcen: Nickel, Blei, Zink, Magnesium, Braunkohle, Kaolin, Chrom, Bauxit

Im Kosovo-Krieg wurde Uranmunition verwendet. Die Munition im Boden wird zersetzt und Uranverbindungen gelangen eventuell ins Grundwasser. Im Irak sind nach der Verwendung von Uranmunition erhöhte Krebsraten zu beobachten gewesen. Ähnliche Folgen könnten im Kosovo auftreten.

Kroatien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 54%
  • Wälder: 40%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 3%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 3%

Kroatien hat viele National- und Naturparks sowie eine gute Wasserqualität vor der Küste.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Landschaftliche Zerstörungen infolge des Krieges
  • Beseitigung von Landminen und Wiederaufbau der Infrastruktur infolge der Unruhen von 1992-1995
  • Schädigung der Wälder durch „sauren Regen“
  • Geringe Anzahl von städtischen Müllverarbeitungsfirmen
  • Starke Luftverschmutzung in den Städten durch veraltete Kraftfahrzeuge und extremen Verkehr
  • Zerstörung der Feuchtgebiete des Sava Flusses durch:
    • Landwirtschaft
    • Entwässerung
    • Neulandgewinnung
    • Wasserverschmutzung
  • Küstenverschmutzung durch Industrie und Hausmüll

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben

Lettland (Latvia)

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 74%
  • Wälder: 24%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Die Umweltlage ist besser als in den meisten EU-Staaten. Die Hauptursache hierfür ist u. a. die geringe Bevölkerungsdichte und die geringe Intensität bei der Landnutzung.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Belastung der Umwelt durch „sauren Regen“
  • Bodenverschmutzung durch Chemikalien und Erdöl auf Militärbasen
  • Belastung des Bodens durch Düngemitteleinsatz
  • Überbeanspruchung landwirtschaftlicher Flächen
  • Entsorgung von industriellen und städtischen Abfällen erfolgt auf niedrigem Standard
  • Luftverschmutzung in den Ballungsgebieten
    • hier sind viele Fahrzeuge veraltet und aus „zweiter Hand“, sie verstärken das Problem der Luftverschmutzung extrem
  • Der Fluss Daugava und die Rigaer Bucht sind mit Phosphor und Nitrogen belastet, zum Teil noch durch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg
  • Grundwasserverschmutzung durch Chemikalien und Erdöl auf Militärbasen
  • Belastung der Gewässer durch Düngemitteleinsatz
  • Atomreaktoren: IAEA 

Liechtenstein

Verschmutzungen kommen größten Teils aus den Nachbarländern („Saurer“ Regen).

Die Erhaltung der Qualität des Trinkwassers, der Wasserläufe, der Luft, des Bodens und der Landwirtschaft sind wichtige umweltbezogene Themen in Liechtenstein. Kontrollen und das Umweltmanagement sind auf einem hohen Standard. Das gilt ebenfalls für die Abfallbehandlung, Luftverschmutzung, Bodenschutz und die Wasseraufbereitung. Die Aufrechterhaltung der Wälder und Landschaften sowie der Schutz und die Überwachung der bedrohten Arten und Ökosysteme und der Naturschutzgebiete sind in diesem Land oberste Priorität.

Litauen

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 87%
  • Wälder: 11%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Entsorgung von industriellen (u. a. Kernkraft) und städtischen Abfällen und Abwässern erfolgt auf vergleichsweise niedrigem Standard
  • Verschmutzung in Städten und industriellen Zentren wie Vilnius und Kaunas
  • Gefahr durch Atomkraftwerke (Abgabe radioaktiver Strahlung)
  • Lagerung des radioaktiven Mülls in Maisiagala entspricht nicht den heutigen Anforderungen
  • Bodenverschmutzung durch Erdölprodukte sowie Chemikalien
  • Mangelhafte Abfalltrennung und illegale Entsorgung von alten Pestiziden und Krankenhausabfällen
  • Luftverschmutzung durch Wärmekraftanlagen und Autoabgase
  • Grundwasser ist durch Erdölprodukte und Chemikalien verschmutzt
  • Verschmutzung des Oberflächenwassers durch Bakterien und dem Einleiten von landwirtschaftlichen Abwässern
  • „Saurer Regen“ führt zu Degradierung von Wasser und Boden

Luxemburg

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 95%
  • Wälder: 4%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenverschmutzung der landwirtschaftlichen Flächen durch Pestizide und Düngemittel
  • Luftverschmutzung in den städtischen Gebieten
  • Stark belastete Badegewässer und starke Wasserverschmutzung in den Städten

Malta

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 36%
  • Acker und Ernte: 36%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 27%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Unzureichendes Abfallmanagement
  • Luftverschmutzung durch Industrie v. a. in Marsa and Delimara und durch Verkehr
  • Sehr begrenzte Frischwasserressourcen; angewiesen auf Meerwasser-Entsalzungsanlagen
    • zunehmende Belastung der gering vorhandenen Wasserressourcen durch Industrie und ansteigendem Tourismus
  • Verschmutzung der Küstengewässer

Mazedonien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 69%
  • Wälder: 29%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Der Kosovokrieg hat auch in Mazedonien beträchtliche Umweltschäden hinterlassen. Hinzu kommen die Müllprobleme der Flüchtlingslager und der NATO-Truppen.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder und Zerstörung der Baumbestände durch „sauren Regen“
  • Verseuchung der Böden durch Schwermetalle und Industrieabfälle
  • Luftverschmutzung durch Industrieanlagen und Autoabgase v. a. in und um Skopje, Bitola und Kicevo
  • Verschmutzung der Flüsse (z. B. durch Schwermetalle und Lösungsmittel) sowie des Grundwassers (v. a. in Skopje und Veles) durch nicht aufgearbeitete Abwässer sowie landwirtschaftliche Abwässer
  • Unzureichende Wasserqualität in den Mittel- und Unterläufen der Flüsse:
    • Vardar
    • Pcinja
    • Bregalnica
    • Crna

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Das Land befindet sich in einer Erdbebenzone

Moldau (Moldawien)

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 93%
  • Wälder: 3%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 3%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Transnistrien (Gebiet östlich des Flusses Dnjestr) entzieht sich der Kontrolle der Zentralregierung in Chisinau. In einem bewaffneten Konflikt zwischen der Regierung und der abtrünnigen Provinz 1991/92 wurden in diesem Gebiet Minen verlegt, die noch nicht alle geräumt wurden. Die Kriegsereignisse belasteten die Umwelt.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Niedriger Standard der Entsorgung von Industrie- und städtischen Abfällen
  • Starke Belastung der Böden, Gewässer und Luft durch Industrie, Landwirtschaft und Verkehr
  • Zunehmende Lärm- und Abfallproblematik in Städten
  • Bodendegradierung und Bodenerosion aufgrund landwirtschaftlichen Anbaumethoden
  • Verlust an Land durch zunehmende Urbanisierung
  • Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln hat die Kindersterblichkeit sowie die Zahl der Erkrankungen erhöht
  • Rückgang verschiedener Arten (z. B. Wölfe)
  • Grundwasserverschmutzung durch landwirtschaftliche Chemikalien
  • Verringerung der Feuchtgebiete und Wasserressourcen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdrutsche

Monaco

keine besonderen Risiken.

Montenegro

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder und Zerstörung der Baumbestände durch „sauren Regen“
  • Verseuchung der Böden durch Schwermetalle und Industrieabfälle
  • Luftverschmutzung in Städten durch Heizung, Autoabgase und Industrie
  • Verschmutzung der Küstengewässer durch Abwasseranschlüsse, besonders in den touristischen Bereichen wie Kotor

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben

Niederlande

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 87%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 7%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 4%
  • Wälder: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Intensive Düngung
  • Luftverschmutzung durch Autoabgase und Raffinerien und daraus resultierender „saurer Regen“
  • Wasserverschmutzung durch Schwermetalle und organische Abfälle, Nitrate und Phosphate
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Ein weites und gut ausgebautes Netz an Deichen und Dämmen schützt ca. die Hälfte des Landes vor Überflutungen
  • Die Hälfte des Landes liegt weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel und rund ein Viertel des Landes liegt unterhalb des Meeresspiegels

Norwegen

Ökosystem

  • Wälder: 45%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 29%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 12%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 10%
  • Acker und Ernte: 4%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Norwegens Natur ist eine der am wenigsten belasteten in Europa
  • Verwehungen von Schwefeldioxid und anderen Schadstoffen kommen aus Großbritannien und Schweden
  • Norwegens Regierung arbeitet an:
    • Verminderung giftiger Abgase
    • Eindämmung der Verschmutzung der Nordsee (zahlreiche Offshore-Anlagen)
    • Verbesserung der Müllentsorgung und des Recyclingsystems
  • Gefahren drohen durch „sauren Regen“ (beschädigt Wälder, Seen und Fischbestände)
  • Luftverschmutzung durch Autoabgase
  • Verschmutzung der Meere durch Ölpest
  • Rückgang und Belastung der Fischbestände durch Wasser- und Bodenübersäuerung (trifft Norwegen besonders, da Fische eine der wichtigsten Ressourcen im Land sind)
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Lawinen und Steinschläge

Österreich

Ökosystem

  • Wälder: 54%
  • Acker und Ernte: 38%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 5%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Transitland für Lastwagenfernverkehr.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Waldschäden aufgrund von Luft- und Bodenverschmutzung
  • Bodenbelastung durch landwirtschaftliche Chemikalien
  • Ausweitung der Landwirtschaft
  • Eindämmung von Flüssen für Wasserkraftenergie
  • Bodenerosion durch Abholzung von Wäldern
  • Luftverschmutzung durch Abgase aus Kohle- und Ölverbrennung, Industrieanlagen und Schwerlastverkehr
    • zusätzlich wird die Luftverschmutzung durch Industrie aus den benachbarten Ländern (Deutschland, Slowakei und Tschechien) verstärkt
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdrutsche
  • Lawinen
  • Erdbeben

Polen

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 89%
  • Wälder: 8%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Umweltstandards niedriger als in Westeuropa.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Luftverschmutzung ist ein ernstes Problem in Ballungsgebieten, vor allem durch veraltete Kohleverbrennungsanlagen
  • Saure Regen bedroht  Wälder und Böden
  • Wasserverschmutzung durch Industrieabfälle
  • Problem der Entsorgung von gefährlichen Abfällen
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Überschwemmungen

Portugal

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 52%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 25%
  • Wälder: 21%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Intensive küstennahe Bebauung im Rahmen des Tourismus mit entsprechendem Wasserverbrauch.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Häufig unsachgemäße Entsorgung und Lagerung von Haus- und Sondermüll
  • Abholzung der Wälder für landwirtschaftliche Nutzung, Bebauung oder Freizeitanlagen fördern Bodendegradierung und die Wüstenbildung
  • Vegetation wird durch „sauren Regen“ belastet
  • Luftverschmutzung durch Verkehr und Industrie in Ballungsgebieten (Lissabon, Madeira)
  • Begrenzte Trinkwassermengen mit stellenweise bedenklicher Trinkwasserqualität
  • Extreme Belastung der Grundwasserreserven durch großflächige Besprengungsanlagen in der Küstenregion im Süden
  • Verschmutzung der Küsten durch Haushaltsabwässer
    • dadurch Bedrohung des marinen Ökosystems
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Jährliche Dürreperioden
  • Waldbrände im Sommer
  • Erbeben und Vulkanausbrüche, da die Azoren in einer seismisch aktiven Zone liegen

Rumänien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 69%
  • Wälder: 28%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 1%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Jahrzehnte ökonomische Entwicklung ohne Nachhaltigkeit bei sehr niedrigen Umweltstandards.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Industrielle Verschmutzung besonders in Copsa Mica
  • Bodenerosion und Abbau
  • Unfälle in Goldminen in den Karpaten führen zu schweren Chemiekatastrophen (Zyanid und Schwermetalle)
    • dadurch Verschmutzung der Flüsse (Theiß, Donau) und Gefährdung für Menschen, Tiere und Pflanzen
  • Verknappung der Trinkwasserressourcen
  • Wasser und Luft sind stellenweise stark durch Industrieabfälle verschmutzt, insbesondere das Donau-Delta
  • Verschmutzung der Donau durch Zuflüsse (Donau Delta von den UN zum Weltkulturerbe erklärt)
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben im Süden und Südwesten des Landes
  • Erdrutsche

Russische Föderation

Ökosystem

  • Wälder: 47%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 27%
  • Acker und Ernte: 15%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 6%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 5%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Zehn betriebene Atomkraftwerke des Landes mit 30 Reaktoren sind dem Tschernobyl-Reaktor ähnlich und werden von der europäischen Union als risikoreich betrachtet
  • Öl- und Gasförderungen sind Ursachen für Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung
  • Niedrige  Umweltstandards, Unfälle, Rohrleitungsdefekte und Tankerüberläufe haben viele Gebiete von Russland verschmutzt (Ölrohrleitungsschäden in den Regionen Tyumen und Khanty-Mansiysk)
  • Ölüberläufe in den sibirischen Flüssen nahe der Stadt von Nizhnevartovsk, haben das Trinkwasser verseucht
  • Verschmutzung von Oberflächen- und Grundwasser, Seen, Flüssen und Seeküsten durch industrielle und landwirtschaftliche Abfälle
  • Verseuchung des Wassers und der Fische mit Dioxinen
  • Atomreaktoren: IAEA

Besonders stark belastete Gebiete:

  • Der See Karachay (bei der Mayak-Anlage, einer nuklearen Industrie in Chelyabinsk) wird als einer der am meisten verseuchten Orte der Erde betrachtet. Jährlich werden große Mengen mittel- und niedrigstrahlenden flüssigen Mülls (Caesium 137 u. a.) in den Karachay-See gepumpt. Ein Aufenthalt an seinem Ufer kann gesundheitliche Folgen haben. Die Umgebung der Mayak Anlage ist mit Radioaktivität belastet, die durch über 50 Jahre Plutoniumproduktion, -verarbeitung und Speicherung verursacht wurde.
  • In der Chechnya Region sind geschätzte 30 Millionen Fässer Öl in den Boden ausgelaufen. In Russland laufen täglich erhebliche Mengen Öl aus. Besonders betroffen: Region Usinsk (Komi Republik). Hier liegt die Krankheitsrate höher als in jeder anderen Region Russlands. Mehrere Millionen Hektar Rentierweide sind in Sibirien bereits durch Öl zerstört. Wasser und Nahrungsmittel, besonders Fisch und Milch, sind in dieser Region verseucht.
  • Durch defekte Gas-Pipelines werden jedes Jahr bis zu 35 Millionen Tonnen Methan freigesetzt (wirksames Treibhausgas). Außerdem werden Jahr für Jahr rund 15 Milliarden Kubikmeter Gas abgefackelt. Bei der Verbrennung entstehen Schadstoffe und verschmutzen die umliegenden Gebiete. Dabei wird unter anderem das krebserregende Benzpyren freigesetzt, welches in der Stadtluft von Surgut und Nishnewartowsk die Grenzwerte um ein Vielfaches überschreitet. Die Region Dzerzinsk (Nähe Nishij Novgorod) gilt als eine der verseuchtesten Regionen der Welt, da hier im Rahmen der Produktion chemischer Kampfstoffe große Mengen von Industrieabfällen (Schwermetalle, Dioxine u.a.) in ungeignetter Weise abgekippt wurden und das Grundwasser belasten. Die Lebenserwartung der dort lebenden Menschen ist deutlich erniedrigt.
  • Norilsk (Sibirien, Polarregion): angeblich eine der verseuchtesten Regionen der russischen Föderation „mit schwarzem Schnee“. Hohe Luft- und Boden- und Grundwassverschmutzung mit zahlreichen Schwermetallen und chemischen Verbindungen. Seit 2001 ist der Zugang zur Stadt für Ausländer untersagt.
  • Dalnegorsk und Rudnaya Pristan nördlich von Wladiwostok an der Ostküste gegenüber Japan: sehr hohe Blei und Quecksilberbelastung von Staub, Böden und Grundwasser.
  • Kola Halbinsel und angrenzende Seegebiete: mindestens 70 atomgetriebene U-Boote verrotten in verschiedenen Häfen. Hohe radioaktive Verseuchung (Murmansk ist das Hauptquartier der Nordmeerflotte)
  • Wolgograd: starke Luftverschmutzung und Boden- und Grundwasserbelastung durch Industrieabgase (toxischer Mix von Schwefelverbindungen, über Formaldehyd bis Schwermetalle)
  • Magnitogorsk (Ural): Schwermetallbelastung. Hohe Krebsraten
  • Hohe radioaktive Belastung (durch Atombombentest auf der Insel Nowaja Semlja, durch radioaktive Abfälle in den Zentralregionen, im Ural, durch Atomkraftwerke in der Wolga Region und durch radioaktive Verseuchung als Konsequenz des Tschernobyl Unfalles in der westlichen Region)
  • Die Ökosysteme des Baikalsees, der größten Frischwasser-Reserve der Welt, mit etwa 1.500 Sorten Flora- und Fauna-Arten sind durch Landwirt-schaft- und Industrieabfälle aus den Zuflüssen, durch Verschmutzung des Bodens um den Baikalsee, durch giftige Abfälle und lokale radioaktive Verseuchung bedroht. 1996 wurde der Baikalsee von der UNESCO in die Liste der Denkmäler des Weltkultur- und Weltnaturerbes aufgenommen, um ein Zellulosewerk am Ufer an weiteren giftigen Einleitungen zu hindern.
  • Durch die Entleerung radioaktiver Abfälle in die Wolga, den Ob und den Yenisei werden das Kaspische Meer und der arktische Ocean kontaminiert. Das kaspische Ökosystem enthält große Mengen an Radioaktivität. Die Menge des Urans in lebenden Organismen ist fünfmal größer als in anderen Meeren. Da das Kaspische Meer keine Verbindung mit anderen Gewässern hat, steigt die Konzentration der radioaktiven Elemente.
  • Zunehmende Verschmutzung der Oberbodenschichten mit Schwermetallen in Nordregionen (Monchegorsk, Nikel, Zapolyarny Städte) und Schwermetall-Belastung in der Wolga-Vyatka RegionUnzulängliches Abfallaufbereitungssystem: 1 – 2 Milliarden Tonnen giftiger Abfallstoff sind bereits angesammelt worden und nur 15 Prozent davon sind verarbeitet. Die jährliche Zunahme des giftigen Abfallstoffs beträgt über 100 Millionen Tonnen.
  • Der Dauerfrostboden in Westsibirien, das größte gefrorene Torfmoor (1 Million qkm) der Welt, beginnt zu schmelzen durch Steigerung der globalen Erwärmung. Dies kann zu einer drastischen Änderung der Umwelt führen.
  • Starke Luftverschmutzung, durch Industrie in den Städten, wie Moskau, St. Petersburg, Karabash, Nizhny Tagil, Magnitogorsk, Cherepovets, Kamensk-Uralsky (13 – 15 % Zunahme der CO2 und NO2 Konzentrationen innerhalb der letzten zehn Jahre in den Städten in Folge der wachsenden Kraftfahrzeuganzahl im Land)
  • Mangelhafte Wasserversorgungssysteme und Verschmutzung der Wasserressourcen des Landes in vielen Regionen, wie Arkhangelsk Oblast, im Südural, im Kuzbass, im Wolga Bereich, in Dagestan und in Kalmykia

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben auf der Kamchatka Halbinsel
  • Schneestürme, schwere Regen, Fluten, Erdbeben in fernöstlichen Regionen
  • Zu den aktiven Vulkanen des Landes gehören u. a. der Shiveluch, der Klyuchevskoy und der Karymsky

San Marino

  • Belastung der Umwelt durch sauren Regen
  • Luftverschmutzung durch Industrie- und Autoabgase

Schweden

Ökosystem

  • Wälder: 74%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 10%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 8%
  • Acker und Ernte: 5%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 2%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Saurer Regen
    • bedroht Böden und Seen
    • beschädigt Gebäude
    • verschmutzt Flüsse sowie Nord- und Ostsee
    • entlaubt Bäume
  • Der größte Energieträger war lange Zeit der Atomstrom. Schweden besitzt 12 Nuklearreaktoren, die aber nach und nach durch Wasserkraftenergie ersetzt werden
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erhöhte Waldbrandgefahr im Sommer

Schweiz

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 42%
  • Wälder: 32%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 16%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 5%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 4%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Aufgrund des Klimawandels Rückgang der Gletscher. Bei geringen Schneedecken, werden Grasnarben der Abhänge durch Wintersport gefährdet. Die Schweiz ist Transitland für Güterfernverkehr.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Luftverschmutzung erfolgt durch Auto- und Industrieabgase und den daraus resultierenden „sauren Regen“
  • Wasserverschmutzung erfolgt durch den verstärkten Gebrauch von Pestiziden
  • Verlust der biologischen Vielfalt
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Lawinen
  • Erdrutsche
  • Hochwasser

Serbien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 64%
  • Wälder: 34%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder und Zerstörung der Baumbestände durch „sauren Regen“
  • Verseuchung der Böden durch Schwermetalle und Industrieabfälle
  • Eine Hauptquelle der Verschmutzung im Kosovo in der Region von Pristina ist das Industriegebiet in Obilic mit gefährlichen Emissionen. Die Kraftwerke in Obilic gelten als Quelle der Emissionen des Schwefeldioxids, der Stickstoffoxide, des Staubes, der Flugasche, des Rauches, der radioaktiven Sulfate und der Kohlenstoffgase. Außer diesen Emissionen zur Atmosphäre enthält das Abwasser (auch zum Sitnica Fluß) eine Mischung der Substanzen einschließlich von Phenol das ein Nebenprodukt des industriellen Prozesses ist 95 % aller Asche, die durch Kohleverbrennung produziert wird, besteht aus Silikon-, Aluminium-, Eisen- und Kalziumoxiden. Asche enthält auch andere Spurenelemente (einige von ihnen radioaktiv). Die Asche Anlagerung erreicht in einigen Fällen eine Höhe von 250 – 300 m.
  • Luftverschmutzung in Belgrad und andere Städte durch Industrie, Autoabgase und Heizungen
  • Der Ibar Fluss, ein transregionaler Fluss zwischen Serbien und Kosovo mit seinem großen Nebenfluss, den Sitnica Fluss, ist stark mit Phenol belastet
  • Das Sitnica – Ibar Flussgebiet wird erheblich durch Industrieabfälle verschmutzt, Grund ist der Mangel an städtischer und industrieller Abwasseraufbereitung und einer unzulänglichen Abfallwirtschaftsstrategie
  • Außerdem Verschmutzung der Flüsse Sava und Donau durch Industrieabfälle
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben

Slowakei

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 60%
  • Wälder: 40%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder und Zerstörung der Baumbestände durch „sauren Regen“
  • Kernkraft wird aus gebaut: Jaslovske Bohunice, Mochovce
  • Luftverschmutzung durch Industrieanlagen
  • Verschmutzung der Flüsse u. a. durch Schwermetalle und Lösungsmittel

Slowenien

Ökosystem

  • Wälder: 59%
  • Acker und Ernte: 40%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder und Zerstörung der Baumbestände durch „sauren Regen“
  • Verseuchung der Böden durch Schwermetalle und Industrieabfälle
  • Luftverschmutzung durch Industrieanlagen und Autoabgase
  • Verschmutzung der Flüsse u. a. durch Industrie- und Hausmüll
  • Belastung der Küstengewässer durch Schwermetalle und Chemikalien
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben
  • Überschwemmungen

Spanien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 61%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 22%
  • Wälder: 14%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder für landwirtschaftliche Nutzung, Bebauung oder Freizeitanlagen sowie Waldbrände fördern die Wüstenbildung (ca. 2/3 Spaniens sind von Wüstenbildung betroffen)
  • Luftverschmutzung in den Ballungsgebieten
  • Teilweise Verschmutzung des Mittelmeers durch Haushaltsabwasser, Tourismus und Abwasser von Ölbohrinseln. Am meisten betroffen sind: Strände von Katalonien, den Balearen und der Comunidad Valencia
  • Begrenzte Trinkwassermenge mit stellenweise bedenklicher Trinkwasserqualität v. a. im Süden und in den Regionen am Mittelmeer
  • Bedrohung der Grundwasserreserven durch großflächige Besprengungsanlagen an der Küstenregion im Süden sowie durch Industrie und Haushalte (v. a. im Einzugsgebiet des Segura)
  • Zusätzlich Eindringen von Salzwasser in das Grundwasser an den Küsten
  • Durch die Wasserknappheit kommt es in einigen Regionen (Murcia, Alicante, Almeria) zur Versalzung des Bodens
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Trockenperioden vor allem im Süden

Tschechische Republik

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 77%
  • Wälder: 22%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Die Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes Temelin in Südböhmen ist in Nachbarländern wegen deutlich unterschiedlicher Sicherheitsstandards für AKW umstritten. Die Kritik aus dem Ausland an Umweltstandards in Tschechien wird von der Regierung zurückgewiesen.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Druck auf die Umwelt und natürliche Ressourcen durch das schnelle Wachstum der Industrie
  • Die Kohlekraftwerke Tschechiens arbeiten nicht auf dem neusten Stand der Umwelttechnik
  • Luft- und Wasserverschmutzung durch Industrie und Verkehr v. a. in Nordwestböhmen und Nordmähren (Ostrava). Hier sind Erkrankungen der Atemwege häufig, wegen hoher Emissionswerte von Schwefeldioxid und anderen Luftverschmutzungen
  • Durch „sauren Regen“ werden Wälder und knappe Wasserressourcen stark belastet
  • Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden in der Landwirtschaft
  • Neratovice (nördlich von Prag an der Elbe, Chemiefabrik Spolana): durch Pestizidproduktion Verseuchung der Böden und des Grundwassers mit Dioxinen, DDT, u. v. a.
  • Schwaches Ökosystem durch:
    • physikalische, chemische und biologische Zerstörung des Bodens
    • eine hohe Anzahl von bedrohten Tierarten
    • eine hohe Anzahl von gefährdeten Waldgebieten durch die Schadstoffbelastung in der Atmosphäre
  • Ein relativ weitläufiges Gebiet ist durch die Bergbauindustrie belastet
  • Verschmutzung des Grundwassers durch städtischen Abfall
  • Hoher Anteil von Wasserläufen mit geringer Wasserqualität
  • Belastung der Umwelt durch giftige Chemikalien
  • Eutrophierung von Oberflächengewässern und besonders von Wasserreservoiren
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Gefahr von Überschwemmungen bei anhaltend langen Regenfällen

Ukraine

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 88%
  • Wälder: 6%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 3%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 1%

Durch den Reaktorunfall 1986 in Tschernobyl wurden große Flächen der Ukraine radioaktiv kontaminiert: 53.500 km²  v. a. im Norden des Landes (7,2 % der Gesamtfläche), mit  2,29 Mio. Einwohnern. 40 % der Wälder in der Ukraine sind stark kontaminiert. Ab einer radioaktiven Belastung von einem Curie (Ci) pro Quadratkilometer wird von Kontamination gesprochen. Die am stärksten belastete Zone um das Atomkraftwerk (Umkreis von 30 km) ist mit mehr als 40 Ci/km² verseucht und zur Sperrzone erklärt worden. Gebiete mit 15-40 Ci/km² Belastung bleiben für mindesten 20-30 weitere Jahre unbewohnbar. Ein großes Problem ist die Kontamination des Trinkwassers auch im Süden des Landes, da Flüsse durch die stark verseuchte Zone in den Süden fließen und radioaktives Material mitreißen. Seefische sind besonders belastet, ebenso Pilze, Beeren und Wildfleisch. Für käufliche Lebensmittel gibt es daher Grenzwerte, die durch die Regierung kontrolliert werden.

Außer der Ukraine sind v. a. Weißrussland (Süden und Osten, Grenzgebiet zu Russland) und Russland betroffen. Die Bodenbelastung ist dort teilweise genauso stark wie in unmittelbarer Nähe zum Reaktor. Die Gesamtfläche der mit über 1Ci/km² kontaminierten Gebiete erstreckt sich über 125.000 – 146.000 km². Zusätzlich wurden aufgrund der Wetterlage nach dem Unglück großräumig Teile von Skandinavien, Polen, dem Baltikum, Süddeutschland (Südosten – Belastung 2 Ci/km²), der Schweiz, Ostfrankreich, Korsika und England u.a. kontaminiert.

Nach dem Unfall kam es zu einer Häufung von Schilddrüsenkrebs insbesondere bei Kindern.

Die Alphastrahlung in Weißrussland ist heute dreimal so hoch wie 1986 und Beeren oder Pilze aus der Gegend sind nach wie vor gefährlich. Die nächsten 270 Jahre wird sich an dieser Situation auch nichts ändern, wie Rob Edwards im „New Scientist“ berichtet und die mit Alphastrahlung verseuchte Fläche wird von 950 km² im Jahr 1986 auf 3.500 km² im Jahr 2006 zunehmen ( Laut National Academy of Sciences in Gomel). Bis zum Jahr 2276 wird die Alphastrahlung doppelt so hoch sein wie direkt nach dem Atomunfall.

Der „Sarkophag“ aus Beton, der den Austritt von Radioaktivität verhindern soll, ist brüchig und muss erneuert werden. 2008 wurden Stützpfeiler installiert, die nach internationalen Standards nur noch maximal 11 Jahre standhalten werden. Eine gigantische neue Schutzhülle (110 Meter hoch) soll 2012 fertig gestellt werden, eine Lösung die etwa 100 bis 200 Jahre halten würde.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Umweltverschmutzung und Naturressourcenverschmutzung durch Industrie in der Südostukraine
  • Starke Landverminderung in der Nordukraine
  • Starke Zerstörung von Wälder und Flussökosysteme in den Karpatenbergen
  • Wasserverschmutzung und Bodenverschmutzung durch Industrie
  • Luftverschmutzung in den Hauptstädten
  • Verschmutzung des Dnipro Flusses (der hauptukrainischen und drittgrößte europäischen Fluss) durch industrielle Abfälle
  • Verschmutzung und Zerfall des Schwarzen Meers
  • Umweltdegradation des Schwarzmeers und Azovmeers

Ungarn

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 85%
  • Wälder: 11%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 2%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Die schnelle Industrialisierung trug und trägt weiterhin zu einer Vielzahl an Umweltproblemen wie Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung bei.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Der niedrige Sicherheitsstandard von Kernkraftanlagen bedroht die Umwelt
  • Verbesserung der Standards in der Abfallwirtschaft
  • Chemikalien und Pestizideinsatz in der Landwirtschaft belasten den Boden
  • Überwiegend industriell bedingte Luftverschmutzung und „saurer Regen“ gefährden Wälder und Gewässer
  • Ungefilterte industrielle Abwässer sowie Schwermetalle und Lösungsmittel gelangen in Flüsse, Seen (Plattensee extrem verschmutzt) und Grundwasser
  • Nach einem Unfall in einer Goldmine in Rumänien gelangten Schwermetalle und Zyanid in die Theiß
    • dadurch Gefährdung des Trinkwassers und der Fische
  • Chemieunfall 2010 mit 4 Mill. Kubikmetern Giftschlamm und Verseuchung von 40 qkm 
  • Atomreaktoren IAEA

Vatikan

keine besonderen außer Rom’s Smog

Weißrussland (Belarus)

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 96%
  • Wälder: 3%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Weiterhin radioaktive Verseuchung vor allem des südlichen Landesteils durch die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl in 1986: 70 % des radioaktiven Niederschlages ging über Weißrussland nieder, 25 % des Territoriums und 22 % der Bevölkerung waren betroffen. Hoch kontaminierte Dörfer und Siedlungen sind weiterhin unbewohnbar. 1,5 Mio. Einwohner leben in stark belasteten Gebieten. Rund 7% der Staatsausgaben stehen im Zusammenhang mit den Tschernobyl-Folgen. Der kurzfristige Aufenthalt in belasteten Regionen ist nach Auskunft des Bundesamts für Strahlenschutz unbedenklich. Aus Gründen der Vorsorge sollten Pilze, Beeren, Süßwasserfische und Wild gemieden werden.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder dadurch zunehmende Verödung der Böden
  • Begrenzte Trinkwasservorräte durch Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung als Folge von:
    • Bergbau
    • Verwendung von Pestiziden
    • Giftigen Chemikalien
    • Petrochemikalien
    • Industrie
  • Die Entwässerung von Sumpfgebieten führt zum Verschwinden natürlicher Lebensräume
  • Extensive Wirtschaftsformen sowie die Errichtung von Tourismus- und Erholungseinrichtungen beanspruchen große Flächen des Naturraumes
  • Wilderei bedroht Artenvielfalt
  • Belastung durch Transitverkehr (Ausbau des Straßensystems)
  • Wasserverschmutzung v. a. in Städten und Industriezentren
  • Atomreaktoren: IAEA

Zypern

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 82%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 13%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 3%
  • Wälder: 2%

Innerhalb und in unmittelbarer Nähe der Sperrzone zwischen dem Nord- und Südteil der Insel sind Minenfelder vorhanden. Halten Sie sich in der Umgebung der Sperrzone an die häufig begangenen Straßen und Wege und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den örtlichen Behörden und /oder der Bevölkerung.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder führt zu Verödung der Böden
  • Degradierung der Küsten durch intensive landwirtschaftliche und industrielle Aktivitäten sowie durch Urbanisierung und Tourismus
  • Verlust an Lebensraum durch Urbanisierung
  • Starke Luftverschmutzung in Ballungsgebieten
  • Begrenzte Frischwasservorkommen
  • Belastung des Grundwassers durch Eindringen von Salzwasser sowie Verschmutzung der Frischwasservorkommen durch Industrie (Chemikalien und Lösungsmitteln) und Abwässer
  • Errichtung von Entsalzungsanlagen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürren
  • Waldbrandgefahr im Sommer
  • Zypern liegt in einem seismisch aktiven Gebiet
Letzte Aktualisierung: 15.06.2019