Vorderer Orient

Tagesaktuelle Informationen

Hinweis: Ländereinträge werden nicht regelmäßig überarbeitet!

Afghanistan

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 74%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 15%
  • Acker und Ernte: 11%

Durch langjährige Kriegsereignisse entstanden erhebliche Umweltschäden, u.a. örtlich auch erhöhte Radioaktivität. Gefahren für Reisende sind möglich. Die Auswirkungen der Kriegsereignisse äußern sich in extremer Armut der Bevölkerung und durch den starken Rückgang der biologischen Artenvielfalt.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Kontamination von Nahrungsquellen durch die Verwendung landwirtschaftlicher Chemikalien
  • Abholzung der Wälder
  • Überweidung, Bodendegradierung und Bodenerosion
  • Wüstenbildung
  • Luftverschmutzung (Feinstaub und Abgase), besonders in der Stadt Kabul
  • Örtlicher Wassermangel bei unzureichendem Bewässerungssystemen
  • Wasserverschmutzungen aufgrund mangelnder sanitärer Bedingungen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürre
  • Erdbeben, insbesondere in der Hindukusch-Region (Nordosten, Grenze zu Tadschikistan)
  • Saisonale Überschwemmungen

Armenien

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 55%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 24%
  • Wälder: 15%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 5%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Eine potenzielle Umweltgefahr in Armenien geht von dem Metsamor-Atomkraftwerk aus. Das Kraftwerk liegt in einer risikoreichen Erdbebenzone. Weitere Info zu Atomreaktoren: IAEA

In Folge des Krieges zwischen Armenien und Aserbaidschan sind die westliche Region von Nagorno Karabakh und die Grenzgebiete zu Aserbaidschan und der Türkei vermint.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Verschmutzung des Erdbodens durch Chemikalien, u. a. DDT
  • Abholzung der Wälder (Brennholzbedarf) aufgrund eines zu niedrigen Imports von Energie, infolge des Konfliktes mit Aserbaidschan
  • Radioaktiver Niederschlag des Reaktorunfalls 1986 in Tschernobyl traf einen großen Teil Armeniens
  • Das Atomkraftwerk Metsamor wurde wieder in Betrieb genommen, trotz seiner Lage in einer seismisch aktiven Zone
  • Überaltertes Müllentsorgungssystem, keine Kapazitäten vorhanden, um den industriellen und Sondermüll zu verarbeiten
  • In urbanen Gebieten herrscht ein erhöhter Grad an Schwelfeldioxiden, Staub und Blei in der Luft. Es besteht nur ein veraltetes und schlechtes Kontrollsystem
  • Trinkwasserversorgung ist durch die drohende Trockenlegung von Sevana Lich (See Sevan) gefährdet. Dieses einzige Süßwasserreservoir Armeniens wird als Quelle zum Antrieb von Wasserkraftwerken genutzt
  • Unzureichende Trinkwasserversorgung, teilweise nur 2 bis 6 Stunden pro Tag
  • Schlechte Qualität des Trinkwassers hat bereits zu Ausbrüchen von Krankheiten geführt
  • Viele Haushalte in städtischen und in ländlichen Gebieten sind noch nicht mit der Kanalisation verbunden
  • Niedrige Qualität des Flusswassers, besonders stromabwärts von großen Städten
  • Viele armenische Kläranlagen wurden entweder stillgelegt oder sind veraltet
  • Im heimischen Mineralwasser wurde eine Arsen-Belastung nachgewiesen
  • Besonders belastete Gewässer: Hrazdan (Razdan), Aras und Sevana Lich (See Sevan).

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Trockenperioden
  • Erdbeben, aufgrund Armeniens Lage in einer seismisch aktiven Zone

Aserbaidschan

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 64%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 17%
  • Wälder: 14%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 2%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Wissenschaftler betrachten das Abseron Yasaqligi (Apsheron Halbinsel, einschließlich Baku und Sumqayit) und das Kaspische Meer, als den weltweit besonders stark ökologisch belasteten Bereich mit hoher Boden- und Wasserverschmutzung.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Weitreichende Verunreinigung durch Ölexposition. Belastet sind vor allem der landwirtschaftliche Boden, aber auch das Grundwasser
  • Der Industriemüll in der Stadt Sumgayit und in ihrer Umgebung ist eine erhebliche Gesundheitsbedrohung
  • Bodenverschmutzungen durch Auslaufen von Öl
  • Anhäufung industrieller und radioaktiver Abfälle und Abfällen von Privathaushalten
  • Starker Verlust der biologischen Artenvielfalt (Biodiversität)
  • Gefährdung der Fischbestände und der Wasserversorgung aufgrund des Durchsickerns von Öl durch defekte Pipelines
  • Die Grenzflüsse Kür und Arak sind regional mit Schwermetallen, Ölen und Pestiziden belastet, dadurch Gefährdung der Trinkwasserversorgung
  • Belastung des Fischbestandes durch Chemikalien, einschließlich Phenolen, Erdölerzeugnissen und Tensiden

Literatur und Links

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürre
  • Die Wasserpegel des kaspischen Meeres bedrohen die Regionen des Tieflandes

Bahrain

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 66%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 18%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 12%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 4%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Starker Rückgang der Artenvielfalt
  • Hauptsächliche Umweltprobleme in Bahrain sind eine Folge der Ölindustrie
  • Desertifikation durch Abtragung des begrenzten landwirtschaftlich nutzbaren Ackerlandes, durch Dürreperioden und Sandstürme
  • Zerstörung und Belastung der Küstenregionen und des marinen Lebensraumes durch auslaufendes Öl und anderen Absetzungen von großen Tankern und Ölraffinerien, die entlang des Küstenstreifens angesiedelt sind
  • Es existiert keine natürliche Süßwasserquelle, das Grundwasser und das Meerwasser sind die einzigen Wasserquellen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürre
  • Sandstürme

Irak

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 44%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 40%
  • Acker und Ernte: 14%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Langjährige Kriege haben die Umwelt und die Infrastruktur stark beschädigt. Die Folge sind Vergiftungen der Böden, des Meeres, der Flüsse und der Atmosphäre.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Die Wasserkontrollprojekte der Regierung haben den größten Teil der bewohnten Sumpfgebiete östlich von An Nasiriyah ausgetrocknet, indem sie die Zubringerflüsse umgeleitet oder ausgetrocknet haben. Die Einwohner dieses tausende von Jahren alten Siedlungsgebietes mussten die Region verlassen. Die Vernichtung des natürlichen Lebensraums führt zu ernsthaften Bedrohungen wildlebender Tiere.
  • Angereicherte Uran-Munition wurde in panzerbrechenden Geschossen verwendet. Sie ist gefährlich, weil sie sich durch die Explosion in eine Wolke aus Kleinstpartikeln und Aerosolen verwandelt, die leicht über die Luft verwirbelt und mit Wasser in den Boden eindringen. Kettenfahrzeuge, Reifen von Truppentransportern, gegrabene Unterstände oder der Einschlag von Granaten sowie Benzinbomben zur Minenräumung zerstören die seit Jahrmillionen lagernde lockere Kiesdecke unter dem Flugsand nachhaltig. Für die karge aber wichtige Pflanzenwelt der Wüste fehlt damit der Schutzschild. Die Truppenbewegungen zerstörten die ökologisch wichtige „aride Bodenstruktur“
  • Verschlechterung der Bodenqualität (Versalzung), Erosion und Wüstenbildung
  • Luftverschmutzung durch Industrieanlagen und z. T. durch brennendes Öl.
  • Tausende Tonnen Öl verschmutzen den Persischen Golf. Das Öl stammt vorwiegend aus zerschossenen Tankern, undichten Ölleitungen und zerstörten Tanklagern. Der Persische Golf ist auf Grund seiner geringen Wassertiefe und Wattflächen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, die hier heimisch sind und kaum in anderen Regionen überleben könnten.
  • Wasserknappheit ist ein ernsthaftes Problem im Irak. In Folge der Wasserknappheit erhöht sich die Konzentration toxischer Stoffe in Flüssen auf Grund der geringen Wassermenge und einer verminderten Abflussgeschwindigkeit der Schadstoffe. Wassermangel führt außerdem zur qualitativen Verschlechterung bzw. dem Ausfall der Ernten. Laut WHO gelangen jeden Tag eine Million Kubikmeter unaufbereitete Abwässer in den Tigris.
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Staub- und Sandstürme
  • Überschwemmungen

Iran

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 49%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 40%
  • Acker und Ernte: 9%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%
  • Wälder: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Zerstörung der Sumpfgebiete und Naturressourcen durch zunehmenden Bedarf von Industrie- und Ackerland
  • Abholzung und Wüstenbildung besonders in vielen trockenen Gebieten
  • Überweidung
  • Bodendegradation (Versalzung) und Verlust von Weideland
  • Luftverschmutzung vor allem durch Abgase von Fabriken und Automobilen in den Großstädten
    • dadurch steigt die Anzahl der Atemwegserkrankungen
  • Seit den 90er Jahren hat die Verschmutzung des Kaspischen Meeres stark zugenommen. Dadurch ist das Überleben des Störs und anderer Fischarten bedroht. Von diesen Fischarten ist die iranische Fischindustrie abhängig. Der Iran hat strenge Vorschriften erlassen, um der Verschmutzung in ihren Grenzen entgegenzuwirken. Die restlichen Staaten des Kaspischen Meeres halten sich jedoch nicht an diese Vorschriften
  • Verschmutzung von Flüssen und Küstengewässern durch industrielle und städtische Abwässer, die zur einer Bedrohung der Trinkwasserversorgung führt
  • Unzulängliche Trinkwasserversorgung
  • Ölverschmutzung im persischen Golf
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Periodische Dürren
  • Staub- und Sandstürme
  • Periodische Überschwemmung
  • Erdbeben

Israel

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 35%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 33%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 26%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 3%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 2%
  • Wälder: 1%

Hohe Bevölkerungsdichte und starke Nachfrage nach Ressourcen führen zu Druck auf Umwelt. Zusätzlich Belastung der Umwelt durch Kriegszustände.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Eingeschränkt nutzbares Ackerland
  • Zunehmende Wüstenbildung
  • Umwelt- und Grundwasserverschmutzung durch Industrie- und Hausmüll, chemische Dünger und Pestizide
  • Probleme in der Abfallaufbewahrung und Abfallbeseitigung
  • Luftverschmutzung durch Industrie- und Autoabgase an den Küsten (v. a. in Städten)
    • durch Westwind gelangt verschmutzte Luft ins Landesinnere
  • Begrenzte Frischwasserreservoirs führen zu Konflikten
  • Versenkung von Giftmüll im Meer
  • Mangelhafte Abwasserentsorgung
    • dadurch massive Küsten- und Wasserverschmutzung
  • Stark verschmutzte Gewässer in Israel: Rotes Meer, Yarkon, Jordan
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Sandstürme im Frühjahr und Sommer
  • Dürren
  • Periodisch auftretende Erdbeben
  • Plötzliche und heftige Regenfälle im Süden Israels (vor allem im Winter)
    • führen zu unerwarteten Straßenüberschwemmungen
    • können reißende Sturzbäche in den Wadis der Wüstentäler verursachen

Jemen

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 51%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 48%
  • Acker und Ernte: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion und Wüstenbildung
  • Landschaft ist stark überweidet
  • Gefahr der Versalzung des Grundwassers durch Bewässerungsmethoden
  • Begrenzte Trinkwasserressourcen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Sand- und Staubstürme im Sommer

Jordanien

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 52%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 43%
  • Acker und Ernte: 4%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder zieht Bodenerosion und Wüstenbildung nach sich
  • Starke Überweidung
  • Begrenzte Frischwasserressourcen bei zunehmendem Bedarf an Wasser für die wachsende Bevölkerung
  • Verschmutzung der Wasserressourcen durch intensive landwirtschaftliche Nutzung und Bewässerung
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürreperioden
  • Erdbeben

Kasachstan

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 62%
  • Acker und Ernte: 29%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 4%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 3%
  • Wälder: 2%

Die  großen Umweltprobleme der Republik Kasachstan nahmen ihren Ursprung begannen in der  Zeit der ehemaligen Sowjetunion. Kasachstan war damals ein zentraler Standort für nukleare und biologische Waffentests. Besonders belastet sind die Regionen um den Aralsee, sowie das ehemalige Atomwaffentestgelände bei Semipalatinsk, im Osten des Landes. Das Testgelände und seine Umgebung gelten als radioaktiv verseucht. Lebensmittel wie Milchprodukte, Eier, Pilze etc. können radioaktiv belastet sein.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Der Aralsee trocknet aus, da seine beiden Hauptzuflüsse zur Bewässerung umgeleitet wurden. Bei der Austrocknung bildet sich eine gefährliche Schicht aus Pestiziden und Salzen. Diese Substanzen werden durch den Wind aufgegriffen und es kommt zu schädlichen Staubstürmen.
  • Starke Umweltverschmutzung in den  Regionen der Ölförderung (Tengiz, Karachaganak, Kurmangazy und Kashagan). Das Gebiet ist etwa 194.000 ha groß und das Volumen des dort verschütteten Öls beträgt mehr als 5 Mio. Tonnen.
  • Starke Umweltverschmutzung durch industrielle Abfälle (mehr als 20 Milliarden Tonnen Industrieabfälle sind in Kasachstan angehäuft, mit einer Zuwachsrate von ca. eine Milliarde Tonnen pro Jahr)
  • Mangel an Wäldern und geschützten Naturgebieten (nur 4 % des Landes ist bewaldet. 1997 wurden mehr als 200.000 ha des Waldes durch Feuer zerstört)
  • Mangelhafte Beseitigung von gefährlichen Abfällen, besonders im Bereich ehemaliger Militär- und Industrieanlangen
  • Land- und Bodendegradation besonders im Norden
  • Bodenverschmutzung durch übermäßige Verwendung von Düngen und Pestiziden
  • Bodenversalzung durch unsachgemäße Bewässerungen
  • Belastung durch stetigen Abbau von offenem Weideland und kulturfähigen Land
  • Luftverschmutzung durch Industrie und Autoabgase, besonders im Nordosten, an der Grenze zu Kirgisistan (v. a. in den Regionen Pavlodar, Karaganda und Zhezkazgan) und in städtischen Gebieten
  • Starke Verschmutzung des Kaspischen Meeres durch Ölindustrie und radioaktive Abfälle
    • die Regionen Atyrau und Aktau sind besonders belastet
  • Wasserverschmutzung durch Abwasser und Schwermetallverschmutzung des Oberflächenwassers
  • Mangel an Wasserressourcen in den südlichen Regionen zwischen dem Aralsee und der Grenze zu China
  • Besonders verschmutztes Gebiet: Oberflächenwasser in der Region Zeskazgan ist durch Raketentreibstoff (wasserlöslich) regional belastet
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben im Süden
  • Schlammlawinen in der Region Almaty

Katar

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 69%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 26%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 4%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Unsachgemäße Abfallablagerung
  • Brennende Ölfelder, „saurer Regen“
  • Kontamination des Bodens durch Pestizide und landwirtschaftliche Chemikalien führt zu Bodendegradierung
  • Bedrohung des natürlichen Lebensraumes und der Biodiversität
  • Luftverschmutzung durch Smog
  • Begrenzte Trinkwasservorkommen
  • Katar ist auf Meerwasser-Entsalzungsanlagen angewiesen
  • Verschmutzung der Meere durch Ölverseuchung
  • Zunehmende Versalzung des Grundwassers

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Sand- und Staubstürme

Kirgisistan

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 56%
  • Acker und Ernte: 27%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 7%
  • Wälder: 6%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 4%

40 % des Landes liegen über 3.000 m, viele Landesteile sind nur schwer erreichbar.  Kirgisistan ist ein rohstoffarmes Agrarland, aber nur 7 % des Kirgisistans stehen als Ackerland zur Verfügung.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Erheblicher Düngemittel- und Herbizideinsatz zur Erzielung von Rekordernten führte zu Bodenbelastung mit Nitraten und giftigen Chemikalien insb. im Süden des Landes
  • Abfall wird nur unzureichend entsorgt
  • Mailuu-Suu (Mayli-Say, Nähe Jalal-Abad, angrenzend an das Ferghana-Tal): Uranproduktionsstätte, an der über 10.000 t Uran verarbeitet wurden. Mailuu-Suu liegt an einem Berghang in einer seismisch aktiven Region. Die zahlreichen Halden mit radioaktivem und anderem toxischen Abfall sind immer wieder vor Erdrutschen bedroht. Im Falle eines möglichen Erdbebens wäre diese Region betroffen.
  • Luftbelastung durch Industrie, Luftverschmutzung bezieht sich auf bestimmte größere Gebiete. Ca. 80 % der Verschmutzung wird durch den Straßenverkehr ausgelöst. Besonders stark ist die Luftverunreinigung in den Städten:
    • Bishkek
    • Osh
    • Jalal-Abad
  • Belastung von Seen, Flüssen und Grundwasser durch Industrie und Landwirtschaft
  • Steigende Grundwasserspiegel durch unzulängliche Drainageeinrichtungen im Süden des Landes erhöhen in diesen Regionen das Risiko von Infektionen
  • Zunehmende Versalzung des Landes durch falsche Bewässerung

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben

Kuwait

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 72%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 26%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Zunehmende Wüstenbildung
  • Fehlendes Abfallentsorgungssystem, Müll wird auf offenen Müllhalden gelagert (ohne Recycling, Verbrennungsöfen)
  • Starke Luft- und Wasserverschmutzung (Ölraffinerien)
  • Verschmutzung der marinen Ressourcen durch das Auslaufen von Öl in den Persischen Golf
  • Frischwassergewinnung durch Meerwasserentsalzungsanlagen
  • Begrenzte Trinkwasservorkommen

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Ganzjährige Sandstürme und Staubstürme, besonders von März bis August
  • Plötzliche Wolkenbrüche, deren enorme Wassermassen Straßen und Häuser zerstören können (Oktober bis April)

Libanon

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 61%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 36%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Schwere Umweltschäden durch Kriegs- und Bürgerkriegsereignisse
  • Mangelhafte Entsorgung von industriellem und städtischem Müll
  • Abholzung der Wälder führt zu Bodenerosion und Wüstenbildung
  • Zersiedelung stellt Bedrohung für die Landschaft dar
  • Urbanisierung und landwirtschaftliche Methoden tragen zur Zerstörung der Umwelt bei
  • Starke Luftverschmutzung in Beirut und anderen Städten durch das hohe Verkehrsaufkommen und Industrieemissionen
  • Verschmutzung der Küsten und des Mittelmeeres durch ungeklärte Abwässer und Erdöl
  • Verknappung der Wasserressourcen sowie Verschlechterung der Wasserqualität

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Staub- und Sandstürme

Oman

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 85%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 14%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Vorwiegend Ölindustrie, die Wasser-, Land- und Strandgebiete verschmutzt
  • Die Artenvielfalt insbesondere der Tierwelt wird zusätzlich durch unerlaubtes Wildern gefährdet
  • Aus unzureichender Müll- und Industrieabfallbeseitigung (flüssiger und fester Stoffe) resultiert eine erhöhte Luftverschmutzung
  • Durch Bodenversalzung gibt es nur noch begrenzte Trinkwasservorkommen
  • Aus unzureichender Müll- und Industrieabfallbeseitigung (flüssiger und fester Stoffe) resultiert eine erhöhte Wasserverschmutzung

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürren
  • Sand- und Staubstürme im Sommer

Palästinensische Verwaltung

Kriegs- und Mangelgebiet mit starkem demographischem Druck. Umweltprobleme werden angesichts der Lebenssituation der Bevölkerung als sekundär empfunden.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Sehr hohe Bevölkerungsdichte im Vergleich zu dem nur begrenzt verfügbaren fruchtbaren Boden
  • Bodenerosion, Desertifikation
  • Umweltschäden durch Kriegsereignisse
  • Niedriger Standard der Entsorgung von Industrie- und Hausabfällen
  • Versalzung des Grundwassers in Gaza
  • Wasserknappheit auch in der Westbank

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Dürre

Saudi – Arabien

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 73%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 27%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Überweidung führt zu zunehmender Wüstenbildung
  • Druck auf Umwelt erhöht sich durch das hohe Bevölkerungswachstum
  • Bedrohung der Lebensräume durch Ölverschmutzung an Land und an den Küsten
  • Ausbeutung der unterirdischen Wasserressourcen
  • Trinkwasservorkommen ist begrenzt
  • Hohe Investitionen in Entsalzungsanlagen, die wiederum viel Energie benötigen
  • Die resultierenden Salzmengen werden küstennah im Meer verklappt
  • Küstenverschmutzung durch Öl

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Sand- und Staubstürme

Syrien

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 54%
  • Acker und Ernte: 23%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 22%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Unklare Belastungen in und um militärische Anlagen. Minen in Grenzregionen.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Bodenerosion und Wüstenbildung durch Abholzung der Wälder
  • Schlechte Anbau- und Bewässerungsmethoden sowie Überweidung
  • Wildbestand ist durch exzessive Jagd bedroht
  • Verschmutzung der Flussgebiete Euphrat, Oronte und Barrada sowie der Mittelmeerküsten durch Ölraffinerien
  • Ungeklärte Abwässer aus Städten belasten die begrenzten Frischwasservorkommen
  • Trinkwasservorräte sind begrenzt
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Kleinere Erdbeben
  • Sand- und Staubstürme

Tadschikistan

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 48%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 25%
  • Acker und Ernte: 24%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%
  • Wälder: 1%

Niedrige Umweltstandards bei Priorität ökonomischer Entwicklung.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Tadschikistan ist von klimatischen Veränderungen in Rahmen der allgemeinen Erwärmung deutlich betroffen
  • Durch Abholzung von Wäldern und Überweidung (Bodenerosionen) ergibt sich eine zunehmende Wüstenausbreitung
  • Zunehmende Versalzung der Böden
  • Starker Gebrauch von Dünger und Pestiziden
  • Wilderei, rückläufige Biodiversität
  • Wilde Deponien für Hausmüll und Industriemüll
  • Fergantal und Fluss Maili Suu bei sehr starken Regenfällen und nachfolgenden, drohenden Erdrutschen von atomarer und chemischer Verseuchung bedroht (Bruch von Rückhaltedämmen von Tailingdeponien in Kirgisistan)
  • Bereich Syr Daya durch Radonstrahlung gefährdet
  • Hohe Luftverschmutzung besonders durch die Industrie
    • Besonders belastetes Gebiet: Tursundoza; Grösster Industriekomplex, Aluminumwerk; produziert 60-70% der Industrieabgase
  • Frischwasserressourcen sind begrenzt
  • Durch Landwirtschaft wird das Grundwasser stark mit Nitraten, Pestiziden, Dünger und giftigen Chemikalien belastet
  • Inadäquate sanitäre Einrichtungen und mangelnde Abwasserklärung

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdrutsche
  • Erdbeben
  • Überschwemmungen nach starken Regenfällen

Türkei

Ökosystem

  • Acker und Ernte: 55%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 33%
  • Wälder: 10%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 2%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Abholzung der Wälder führt zu Verödung der Böden
  • Belastung der Umwelt durch zunehmenden Tourismus sowie Jagd auf gefährdete Arten
  • Umstrittener Eingriff in die Umwelt durch die Fertigstellung des Atatürk- Staudammes am Euphrat
  • Luftverschmutzung in Städten durch Industrie (Ölindustrie)
  • Verschmutzung von Gewässern und Naturlandschaften – wie Feuchtgebieten – durch den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln in der Landwirtschaft sowie durch Industrie
  • Ölverschmutzung im Bosporus durch zunehmenden Schiffsverkehr
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben, vor allem in den Regionen:
    • Istanbul und Marmarameer
    • Südlich der Schwarzmeerküste
    • Überwiegende Teile der Ägäisküste
    • Teile der Mittelmeerküste

Turkmenistan

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 62%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 29%
  • Acker und Ernte: 8%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Verunreinigung und Versalzung der Böden durch Chemikalien und Pestizide der Landwirtschaft
  • Starke Versalzung des Landes entlang der Grenze zu Usbekistan und an den Ufern des Karakumskiy-Kanals
  • Verstärkte Wüstenbildung
  • Verschmutzung des Kaspischen Meeres
    • am Ostufer des Kaspischen Meeres ist das Wasser durch Industrie und Landwirtschaft belastet
  • Wasserverlust durch mangelhafte Bewässerungsmethoden. In der Karakum Wüste hat der Bau eines 2000 km2großen See begonnen, der insgesamt mehr als 130 Billionen Kubikmeter Wasser enthalten wird. Experten haben darauf hingewiesen, dass ein Großteil des Wassers verdunsten wird. Eine Kontamination mit Pestiziden ist zu befürchten.

Usbekistan

Ökosystem

  • Buschland, Savanne und Grünland: 47%
  • Acker und Ernte: 27%
  • Spärliche oder karge Vegetation: 18%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 7%
  • Städtische und bebaute Gebiete: 1%

Erhebliche Umweltschäden aus der Zeit der ehemaligen UdSSR. Auch seit 1990 steht ökonomische Entwicklung vor nachhaltigem Umweltschutz.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Häufig sind:
    • Wasserverschmutzung durch Industrieabfälle
    • Luftverunreinigung (u. a. Abgase der Petro-Industrie in Ferghana)
    • Bodenversalzung und -verseuchung durch landwirtschaftliche Chemikalien (Pflanzenschutzmittel einschließlich DDT und Dünger)
    • Desertifikation
  • Beispiel für die starke Umweltgefährdung in der Region ist die Austrocknung des Aralsees, die durch wachsende Konzentrationen von chemischen Pestiziden und natürlichen Salzen hervorgerufen wird. Die Ufer entlang des Amu-Darya an der Grenze zu Turkmenistan sind fast vollständig versalzt. Aus den Provinzen Andijan, Ferghana und Namangan berichten usbekische Gesundheitsbehörden über hohe Krebsraten mit zunehmender Tendenz.
  • In Kirgisistan liegt angrenzend an das Ferghana-Tal Mailuu-Suu (Mayli-Say) eine ehemalige Uranproduktionsstätte, an der über 10.000 Tonnen Uran verarbeitet wurden, an einem Berghang in einer seismisch aktiven Region. Die zahlreichen Halden mit radioaktivem und anderem toxischen Müll sind immer wieder von Erdrutschen bedroht. Im Falle eines möglichen Erdbebens wäre das Ferghanatal betroffen.
  • Atomreaktoren: IAEA

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Erdbeben

Verein. Arab. Emirate

Ökosystem

  • Spärliche oder karge Vegetation: 91%
  • Buschland, Savanne und Grünland: 8%
  • Feuchtgebiete und Gewässer: 1%

Intensive Verstädterung, Anziehen von Tourismus, urbane Mammutprojekte haben Priorität vor nachhaltiger, ökologisch sinnvoller Regionalentwicklung.

Gesellschaftlich und industriell bedingte Umweltgefahren

  • Versalzung der Böden durch intensive Landwirtschaft
  • Wüstenbildung durch Abholzung verbliebener Bäume
  • Hohe Abfallproduktion
  • Verschmutzung von Straßen, Stränden und Meer (mit Öl)
  • Probleme bei der Ablagerung von radioaktivem Abfall
  • Ölbohrungen haben traditionelle Beschäftigungen wie Perlentauchen, Fischerei und Kamelzucht verdrängt
  • Versuch durch neue Regelungen, Schadstoffausstoß zu verringern sowie die Verwendung von Insektiziden in der Landwirtschaft zu beschränken
  • Begrenztes Trinkwasservorkommen
  • Wassergewinnung durch Meerwasserentsalzung mit hohem Energieverbrauch, das Wasser wird zu 70 % der Landwirtschaft zugeführt wird
    • die resultierenden Salzmengen werden küstennah im Meer verklappt

Natürliche Umweltgefahren (Vorkommen möglich)

  • Staubstürme und Sandstürmen
Letzte Aktualisierung: 30.07.2019