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Vergessene Mega-Pandemie

Weltantibiotika-Tag am 18.11.2021

Antibiotika-resistente Bakterien verbreiten sich weltweit mit rasanter Geschwindigkeit.

Der Siegeszug der modernen Medizin „gegen Keime“ wird durch diese Pandemie in absehbarer Zeit beendet werden. Antibiotika wählen Mikroorganismen aus, die gegen sie unempfindlich sind. Ihr Nutzen kann daher immer nur zeitlich begrenzt sein.

Die pharmazeutische Industrie verliert zunehmend das Interesse an der sehr aufwendigen Entwicklung neuer Antibiotika.

Weil auch bei neuen Substanzen nach nur wenigen Jahren Resistenzen auftreten werden, und der Verkauf dieser Produkte folglich wenig lukrativ sein wird.

Antibiotika-resistenz lässt sich nicht aufhalten.

Daher müsste sie eigentlich zu einem Paradigmenwechsel im Umgang mit den Mini-Lebewesen führen, die uns umgeben und die uns ausmachen. Denn Menschen sind Superorganismen, die u.a. aus intra- und extrazellulären Mikro-Organismen und Viren bestehen.

Biologisch betrachtet, ist die „Kriegsmedizin“ des 19. Jahrhunderts („Identifizieren, Isolieren, Abwehren, Bekämpfen, Vernichten“) an ihrem Ende angelangt. Schon vor über 20 Jahren schrieb der Mikrobiologe Lederberg, dass unser Leben (im Guten wie im Bösen) mit den Keimen verbunden sei.

Es ist Zeit, den Medizin-Fokus zu verändern

Ärzt:innen und Ärzte müssten sich folglich um ein besseres Verständnis bemühen, wie Ökosysteme und Superorganismen friedlich in Kooperation und in gesunden Zusammenhängen gedeihen könnten.

gefährliche Keime
Bilder aus Meldungen von NDR, NTV, Zeit, Kurier 2017

Die Kriege der Medizin sorgen nur für krisenstabiles Wachstum von Konzernen. Aber sie haben sich zu wichtigen Krankheitsfaktoren ausgewachsen: bei Tieren und bei Menschen. Einige Länder (u.a. Holland) haben aus den bisherigen Fehlern gelernt und setzen sich für eine rationale (deutlich verminderte) Nutzung von Antibiotika ein.

Zum vollständigen Artikel

Siegen die Keime?

Letzte Aktualisierung: 18.11.2021