Algorithmen-gesteuertes „patient-processing“

Mit wachsender Kompetenz der Maschinen verliert die „Patienten-zentrierte Medizin“ an Bedeutung

Die Giganten der Digitalisierung sind dabei den Gesundheitsmarkt zu erobern (Guardian 09.7.2019) Ihre Gewinnerwartungen sind hoch, denn in den USA werden 17 % des nationalen Bruttosozialproduktes (BNP) für in diesem krisenstabil wachsenden Merktsegement ausgegeben. Und in Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind es zwischen 10-11% des BNP.

Amazon kaufte für den Aufbau seiner Gesundheitssparte für eine Mrd US $ das Unternehmen PillPack und schloss mit einer der weltweit größten Banken (JPMorgan) eine strategische Partnerschaft. Ziel sei es, das „Gesundheitswesen in jeder Haushaltssituation“ im Sinne der Konzerninteressen zu verankern. (The Guardian Weekly 06.09.2019)

Google integrierte für die Realisierung seiner Vision „DeepMind“, eine „vielschichtig rechende“ Software, die zwei der weltweit besten Go-Spieler besiegen konnte. Nun soll der erfolgreiche Algorithmus für den Einsatz im Gesundheitswesen weiterentwickelt werden.

Beim „patient processing“ der Konzerne werden

  • umfassende Kenntnisse, um Zusammenhänge zu überschauen, und
  • typisch menschliche Kompetenzen, wie Emotion oderEmpathie

immer weniger nachfragt werden. 

Stattdessen erwartet uns eine Medizin-Zukunft, die keine Ärzt*innen mehr benötigt.

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Letzte Aktualisierung: 21.09.2019