19. November 2020

Evidenz based Medicine

Untersuchungen Evidence basierter Medizin (EbM) können sicher nachweisen, dass etwas mehr schadet als nutzt. Beweisen, dass etwas besser sei als das bisher vertraute, kann EbM nicht.

Wissenschaft fragt.

Das unrühmliche Ende eines Blockbusters.

Jede Auswahl von Informationen für Analysen, Einschätzungen, Fragestellungen, Bewertungen oder Aktualisierungen ist subjektiv. Auch bei ausgewiesenen Expert:innen ihres jeweiligen Fachgebietes, müssen alle Aussagen zwangsläufig lückenhaft, vorläufig und begrenzt sein. Und bei überstürztem und interessengeleitetem Vorgehen sind Fehler möglicherweise eher die Regel, als die Ausnahme.

Natur-wissenschaftliche Einschätzungen müssen folglich (je nach Fragestellung) selbst in der Quantenphysik sehr unterschiedlich sein. Auf dieser Erkenntnis gründet sich die Evidenz basierte Medizin: Ihre wichtigsten Werkzeuge, die so genannten zukunftsorientierten, verblindeten Studien (RCT) sind so konstruiert, dass sie Annahmen (oder auch Wunschdenken) widerlegen können. Studien, die vor einer Produktvermarktung einen hohen Nutzen und ein geringes Risiko beweisen sollen, zählen nicht zu „Evidenz-basierter Medizin“. (Ioannides 2005).

Allerdings änderte diese Erkenntnis nichts an der Dynamik des Wissenschafts-Marketings, so dass der gleiche Autor zehn Jahre später zu dem Schluß kam, „Evidenz based Medicine“ sei gekapert worden. (Ioannides 2016)

Anläßlich des Hypes, um die Produktion und die Vermarktung der Corona-Impfstoffe, rief ein Editor des Britisch Medical Journal um Hilfe:

„Wenn gute Wissenschaft durch einen medizinisch-politischen Komplex unterdrückt wird, sterben Menschen. – When good science is suppressed by the medical-political complex, people die.“ (Abassi 13.11.2020)

Hört ihn jemand?

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Literatur

Letzte Aktualisierung: 19.11.2020