Bakterien und Zellen

Salmonellen
Typhus-Bakterien unterhalten sich (Bildquelle BNI)

Menschen sind „Superorganismen“ aus Zellen, Viren, intra- und extrazellulären Bakterien. Die Lebewesen auf unseren Körperoberflächen sind untereinander und mit Darm, Gehirn, Nerven-, Stoffwechsel- und Immunsystem und Bewegungsapparat in vielfältigen Feed-Backschleifen verwoben. Sie wirken so harmonisch in einem komplexen System zusammen, dass eine flexible Anpassung in Organismus an äußere Belastungen erfolgen kann. Das Gleichgewicht zwischen unreifem Darmepithel, Immun- und Nervenzellen und dem intestinalen Mikrobioms ist in den ersten Lebenstagen und Wochen noch instabil. Die postnatale mikrobielle Reifung verläuft parallel zur Hirnentwicklung und zur Ausgestaltung der Immunfunktion.

Diese frühe Interaktion zwischen Bakterien, Immunfunktion und Nervensystem wirkt sich auf das kognitive, immunologische und motorische Gedeihen des Kindes aus. Zur Prävention psychiatrischer, neurologischer und autoimmunologischer Erkrankungen ist es notwendig, Schwangere, Mütter, Feten und Neugeborene in dieser essentiell wichtigen Lebensphase umfassend zu schützen. Nicht zwingend notwendige medizinische Interventionen sollten möglichst unterlassen werden.

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Letzte Aktualisierung: 14.06.2019